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Angriff des Wackelpuddings: Starcraft-Konkurrent „Grey Goo“ im Test

Echtzeit-Strategie Angriff des Wackelpuddings: Starcraft-Konkurrent „Grey Goo“ im Test

Die Fachpresse hat „Grey Goo“ bislang vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das ist umso erstaunlicher, da das jetzt erschienene PC-Spiel dem darbenden Genre klassischer Echtzeit-Strategie mit innovativen Ideen neues Leben einhauchen will.

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In den Basen der Menschen hängt alles zusammen.

Quelle: Grey Box

Böser Nano-Schleim: Worum geht es in „Grey Goo“?

Es wabert und blubbert. Und wenn man nicht aufpasst, verschluckt es ganze Gebäude. Woher die graue Masse („Grey Goo“) kommt, ist zunächst unklar. Sicher ist nur, dass ihr Angriff ein ganzes außerirdisches Volk auszulöschen droht. Dabei war die Zivilisation der vierarmigen „Beta“ eben erst vor Krieg geflüchtet, wollte auf dem Planeten „Ecosystem Nine“ neue Kräfte sammeln. In der Kampagne des neuen Strategiespiels „Grey Goo“ liegt es nun an den Spielern, sich gegen Eindringlinge zur Wehr zu setzen, die aus Nano-Schleim bestehen und sich in Kampfroboter verwandeln können.

Um den Kern der Story nicht zu verraten, sei nur so viel gesagt: Menschen haben eine entscheidende Aktie daran, dass sich das Goo ausbreitet. Und so mischen tief im Weltall auch die Erdenbewohner kräftig mit. Damit stehen sich drei Fraktionen gegenüber, die um wichtige Ressourcen und ihr Überleben kämpfen.

Aufgebohrtes Erfolgsrezept: Wie spielt sich „Grey Goo“?

Die Entwickler von „Grey Goo“ haben sich der ganz klassischen Echtzeit-Strategie verschrieben. Ein Teil des Teams von Petroglyph Games aus Las Vegas hat vormals sogar für Westwood an der „Command & Conquer“-Reihe mitgearbeitet. Es ist das Erfolgsrezept, das auch „Starcraft“ zu einem Kult-Spiel für Genre-Fans gemacht hat: Nachdem wir die Ressourcen des Planeten angezapft haben, können wir neue Gebäude errichten und Kampfeinheiten ausbilden. Parallel dazu erforschen wir technische Verbesserungen. Mit den gut ausgerüsteten Streitkräften verbarrikadieren wir uns hinter dicken Mauern oder attackieren die gegnerischen Stellungen.

Jede der drei spielbaren Fraktionen verfolgt ein individuelles Konzept, aus dem sich unterschiedliche strategische Möglichkeiten ergeben. Während die Beta sogenannte Verteiler errichten, an denen Fabriken und andere Anlagen direkt angeschlossen werden, bilden Menschen-Basen eher Netzwerke. Die Goo dagegen bauen gar keine Stützpunkte. Das sogenannte Mutter-Goo saugt einfach die Rohstoffquelle aus und erzeugt danach viele weitere Nano-Wackelpuddinge.

Immer in Bewegung: Welche Neuerung bringt das „Goo“?

Mit der Goo-Fraktion liefert das Strategiespiel eine echte Innovation. Die Schleimklumpen sind an keinen Platz gebunden, sorgen so für Bewegung und machen den Gegner unberechenbar.

Beispielsweise kann das Goo erst über die gesamte Karte zur feindlichen Basis schlurfen, bevor es sich vor Ort in Kampfeinheiten transformiert oder einfach alles, was sich ihm in den Weg stellt, in sich aufnimmt. Gerade im Mehrspieler-Modus – der neben Online-Sessions auch Partien in lokalen Netzwerken ermöglicht – sorgen die unterschiedlichen Ansätze der Fraktionen für Spannung.

Ansonsten bemüht sich „Grey Goo“ um Reduzierung: Es gibt vergleichsweise wenige Gebäude- und Einheiten-Typen, nur eine Rohstoffart und auch die Forschungsmöglichkeiten sind überschaubar. Es verzichtet damit auf kleinteiliges Mikro-Management und konzentriert sich eher auf taktische Elemente, was dem Spielfluss sehr zugute kommt.

Empfehlenswerte Strategie-Alternative – unser Fazit:

Als wir einen ersten Blick auf „Grey Goo“ warfen, waren wir skeptisch: Die Menüs wirkten ein wenig altbacken, der Bau unserer Basis lief nicht ganz so ab, wie wir es von anderen Spielen gewohnt sind, und in der Test-Version gab es noch einige Steuerungsfehler. Zum Verkaufsstart waren diese jedoch weitgehend behoben. Auch das Spiel an sich hat uns mittlerweile gepackt: Die Kampagne ist in eine spannende Geschichte eingebettet, die auch deshalb interessant ist, weil sie zunächst aus Sicht der Außerirdischen erzählt wird, für die die Ankunft von Menschen eine Bedrohung darstellt.

Darüber hinaus entwickelt die Spielmechanik nach und nach eine ganz eigene Dynamik und verspricht nicht zuletzt im Mehrspieler-Modus unterhaltsame Begegnungen mit Freunden. Zwar kann die Grafik nicht gerade als revolutionär bezeichnet werden, aber darauf kommt es in diesem Genre sowieso nicht wirklich an. Alles in allem entpuppt sich das schnörkellose „Grey Goo“ als ernstzunehmende Alternative für Strategie-Fans.

Wertung: 4 von 5 Punkten

Michael Frömmert

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