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Eines der intensivsten Spiele des Jahres: „Battlefield 1“ im Test und zu gewinnen

Weltkriegs-Shooter Eines der intensivsten Spiele des Jahres: „Battlefield 1“ im Test und zu gewinnen

Mit "Battlefield 1" wagt sich EA an ein unverbrauchtes historisches Setting. Spieler erleben die Schlachten des Ersten Weltkriegs am Bildschirm so authentisch wie nie zuvor. Was den Multiplayer-Shooter zu einem der Games-Highlights des Jahres macht, verrät unser Test. Drei PS4-Spiele gibt es zu gewinnen.

"Battlefield 1" versetzt Spieler auf Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs.

Quelle: Dice

In Ego-Shootern dominierte bislang der Zweite Weltkrieg. Nur wenige Entwickler wagten sich an den Ersten Weltkrieg. Starre Frontkämpfe mit wenig Geländegewinn, altertümliche Waffen und fehlende Feindbilder machten das historische Szenario für eine spielerische Umsetzung uninteressant. Nach zahlreichen Teilen im Zweiten Weltkrieg und in der Moderne verlegen Electronic Arts (EA) und die schwedischen Spieleentwickler DICE die altehrwürdige Spielereihe in „Battlefield 1“ nun erstmals in die Zeit von 1914 bis 1918 – der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. (Wir verlosen drei Spiele für die PS4!)

"Battlefield 1" holt den Ersten Weltkrieg auf PC und Konsolen. Der Multiplayer-Shooter setzt die Schlachten von 1914 bis 1918 mit teils bedrückendem Realismus in Szene. Screenshots: DICE

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Während in den bisherigen „Battlefield“- und „Call of Duty“-Spielen der Zweite Weltkrieg mit unkritischem „Hurra-Patriotismus“ glorifiziert und kein Hintergrundwissen vermittelt wurde, geht „Battlefield 1“ einen anderen Weg. In der neuen Einzelspielerkampagne verfolgt der Spieler fünf Einzelschicksale an Kriegsschauplätzen auf der ganzen Welt, etwa als Panzerfahrer an der Westfront oder als australischer Meldegänger in der Schlacht von Gallipolli zwischen britischem Königreich und Osmanischem Reich. Dazu bekommt der Spieler Hintergrundinformationen zu den Gefechten und historischen Zusammenhängen, etwa über die Rolle von afroamerikanischen Soldaten in den letzten Kriegstagen 1918. Einzelne filmreife Zwischensequenzen runden die sehr gute Inszenierung ab.

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„Battlefield 1“ wählt im Einzelspielermodus einen kritischen Ansatz und setzt bei der Präsentation Maßstäbe: „Was folgt, sind Frontkämpfe. Du wirst vermutlich nicht überleben“, heißt es in der ersten Mission an der Westfront. Dreck, Schlamm, Leichen und Baumgerippe, die stark an die Mondlandschaft in der Schlacht um Verdun erinnern, erzeugen eine erschütternde Authentizität. Ob als MG-Schütze an Bord eines Doppeldeckers, auf dem Rücken eines Pferds oder hinter dem Geschütz eines Kettenpanzers: Wuchtige Gewehr- und Granatensounds lassen den Spieler zusammenzucken, ein dumpfer Bass im Hintergrund verstärkt den Eindruck des Unbehagens. Stirbt der Spieler, werden die Lebensdaten des Einzelnen angezeigt. „Joseph Anderson, 1897-1918“ steht beispielsweise auf dem Bildschirm, bevor das Spiel zum nächsten Soldaten springt. EA und DICE lassen durch die beeindruckende Technik das Grauen des Ersten Weltkriegs erahnen und gehen mit dem neuen Szenario deutlich verantwortungsbewusster um als noch mit dem Zweiten Weltkrieg.

Artillerie, Scharfschützen, Panzer

Nach rund zehn Stunden Spielzeit landet der Spieler dann im Mehrspielermodus, dem Hauptteil von „Battlefield 1“, in dem nach wie vor der Wettbewerbscharakter im Vordergrund steht. Hier bekämpfen sich bis zu 64 Spieler auf riesigen Karten. Im altbewährten Conquest-Modus müssen zwei Teams einzelne Flaggenpunkte erobern und halten. Neu ist der Spielmodus „Operationen“, der ähnlich wie der Conquest-Modus funktioniert, aber als zusätzliche taktische Finesse Artillerieangriffe ermöglicht. In den Gefechten um die Kontrollpunkte schlüpft jeder Spieler in die Rolle verschiedener Klassen, etwa als Sturmsoldat oder Sanitäter. Einzelne Abschüsse zählen diesmal weniger, gemeinsames Vorgehen wird mit mehr Punkten belohnt. Die Spielerklassen sind ausbalanciert, auf den weitläufigen Karten haben Scharfschützen aber nach wie vor ein zu leichtes Spiel.

Angesichts des neuen Szenarios hat DICE die Spielgeschwindigkeit deutlich reduziert. Die altertümlichen Waffen sind auf größere Entfernungen ungenau, feuern aber sonst ähnlich schnell wie Waffen aus aktuellen Shootern – hier nimmt es EA nicht so genau mit der historischen Korrektheit. Auf den Schlachtfeldern fahren nun auch weniger Fahrzeuge herum, die dafür umso mächtiger sind, etwa der britische „Mark V“-Panzer. Als Fußsoldat ist man vor den Stahlkolossen in Häusern nun nicht mehr sicher, denn auf den Karten ist nahezu alles zerstörbar. Mit Handgranaten und Panzerbüchsen kann der Spieler in enger Teamarbeit aber auch den größten Tank knacken.

EA und DICE haben mit „Battlefield 1“ einen exzellenten Relaunch der Reihe hingelegt und den Ersten Weltkrieg als neues historisches Setting erschlossen. Der Einzelspielermodus, der das Grauen des Krieges zeigt, und der motivierende Mehrspielermodus überzeugen auf ganzer Linie und machen den Shooter zum Spielehighlight des Jahres.

Von Denis Gießler

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Wertung und Infos

5 von 5 Punkten

Genre: Ego-Shooter
Erscheinungsdatum: 21. Oktober 2016
Plattformen: PC, Playstation 4, Xbox One
Preis: 52 Euro bis 59 Euro (Amazon)
Jugendfreigabe: ab 16 Jahren
Entwickler: EA DICE
Publisher: Electronic Arts
Website: https://www.battlefield.com/de-de

Das sollten Eltern wissen

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat „Battlefield 1“ eine Ab-16-Freigabe erteilt. Das mag auf den ersten Blick überraschen, wirken die Gefechte im Ersten Weltkrieg durch die realistische Präsentation doch überaus authentisch und damit brutal. Die USK argumentierte jedoch, dass „Battlefield 1“ die Gewalt in eine historische Rahmenhandlung einbette, wobei das Handeln der Protagonisten stets kritisch hinterfragt werde. Auf Blut und abgetrennte Körperteile verzichtet das Spiel komplett, Gewalt wird nicht verherrlicht. Letztlich hat der Einzelspielermodus eine abschreckende Wirkung. Im Mehrspielermodus steht die Teamarbeit im Vordergrund, Einzelgänger haben es in den Gefechten schwer. Die Kämpfe sind hochtaktisch und komplex, eine genaue Absprache zwischen den Mitspielern ist wichtig.

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