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Das Comeback der verrückten Spiele-Maschinen aus Leipzig

Millionen-Bestseller Das Comeback der verrückten Spiele-Maschinen aus Leipzig

Die Serie ist eine Erfolgsgeschichte made in Leipzig: Mehr als 1,5 Millionen Mal verkauften sich die Vorgänger des Knobelspiels „Crazy Machines 3“ bereits weltweit. Der neueste Teil des Kettenreaktions-Simulators avanciert in Russland bereits zum viralen Hit.

Das Team hinter "Crazy Machines 3": Das Puzzle-Spiel ist die Fortsetzung eines Millionen-Bestsellers aus Leipzig.

Quelle: Daedalic / Dirk Knofe

Leipzig. Falk Möckel muss erst mal mit einem Vorurteil aufräumen. „Die Leute denken ja, wir spielen den ganzen Tag. Das ist natürlich Spaß, aber auch viel Arbeit.“ Der 42-Jährige sitzt in seinem Büro in der Leipziger Dufourstraße und klickt auf dem PC-Bildschirm eine Handvoll Bauteile für eine neue Kettenreaktions-Maschine in 3D zusammen. Mit Blitzschlägen soll eine schwerelose Kugel durchs Weltall gelenkt werden. Sekunden später fliegt das unbemannte Flugobjekt wie von Geisterhand gesteuert durch den Orbit gen Ziel.

Gut eineinhalb Jahre hat Möckels Firma Fakt Software, die auch Apps für die Medizinbranche oder Navigationsgerätehersteller entwickelt, an „Crazy Machines 3“ getüftelt. Mehr als 1,5 Millionen Mal wurden die zigfach preisgekrönten Vorgänger des Puzzle-Knobel-Spiels seit 2004 verkauft. Es gibt Ableger für Konsolen, für Smartphones und den Computer. Die Fanszene reicht inzwischen rund um den Globus. In zwölf Sprachen erscheint die Neuauflage an diesem Dienstag – zunächst für den PC, später wahrscheinlich auch für Playstation 4 und Xbox One.

Hier entstand "Crazy Machines 3": Das Leipziger Entwicklerteam von Fakt Software tüftelte rund eineinhalb Jahre lang an seinem neuen PC-Spiel. LVZ.de blickte hinter die Kulissen und zeigt erste Eindrücke aus dem fertigen Spiel.

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Russe landet mit „Crazy Machines 3“ viralen Hit

Bereits vor dem Release wurden die Let‘s-Play-Videos eines Youtubers aus Russland, der sich selbst beim Spielen filmte, zum viralen Hit. „Innerhalb von wenigen Tagen haben sich die Clips bereits mehr als 300.000 Menschen angeschaut“, freut sich Möckel. Das Spielprinzip von Crazy Machines ist vielleicht gerade deshalb so erfolgreich, weil es auf Köpfchen statt Krawall setzt. Spieler müssen in den 80 Levels sogenannte Rube-Goldberg-Maschinen zusammenbauen, welche Kettenreaktionen in Gang setzen. Am Ende soll meist ein Schalter umgelegt oder eine Zielscheibe getroffen werden. Der Kniff: Die verrückten Maschinen sind nur in Teilen bereits vorgebaut. Der Spieler muss sein vorgegebenes Repertoire an Bauteilen genau so platzieren, dass ein Rädchen ins andere greift.

Mit zunehmender Spielzeit steigen Schwierigkeit und Anzahl der Bauteile. Insgesamt mehr als 220 Elemente haben die Entwickler integriert, vom Holzstuhl über einen Blasebalg bis zum ferngesteuerten Auto. Ein mächtiger Editor, auf den die Macher besonders stolz sind, ermöglicht es Spielern sogar, ganz neue Bauteile zu erfinden. Selbst das Material können Tüftler selbst bestimmen: Holz, Eisen, Stein oder doch lieber Gummi? Die selbst entworfenen Levels können dann mit aller Welt im Netz geteilt werden. Wie auch „Minecraft“ setzt „Crazy Machines 3“ voll auf die Macht der Online-Community.

Virtual-Reality-Version in Planung

Für Fakt Software, das 1999 als Start-up von vier Informatik-Studenten in Zwickau gegründet wurde, 2010 nach Leipzig zog und inzwischen zehn Mitarbeiter beschäftigt, ist „Crazy Machines 3“ das bislang größte Spiele-Projekt. Eine sechsstellige Summe kostete die Entwicklung. Der Jahresumsatz der Firma liegt bei rund 600.000 Euro. Das Verkaufsziel für den neuen Teil gibt Möckel mit 100.000 an, bei einem Preis von 19,95 Euro. „Bei 250.000 wäre ich richtig happy.“ Seitdem Online- und Mobilspiele gratis oder für wenige Euro in den App-Stores zu haben sind, ist der Spielemarkt härter umkämpft als je zuvor. Fakt Software hatte das Glück, für den Vertrieb den großen deutschen Spiele-Hersteller Daedalic aus Hamburg als zu Partner gewinnen.

Möckels Mitarbeiter knobeln schon jetzt an neuen Ideen, um das Spiel weiterzuentwickeln. Der nächste Schritt könnte Virtual Reality mit Berührungssteuerung sein. Erste Tests liefen erfolgreich. „Das Spiel mit VR-Brille zu spielen, ist ein völlig neues Gefühl“, schwärmt der Firmenchef. „Es ist, als hätte man die Teile einer Eisenbahnplatte auf dem Tisch vor sich.“ Fest steht: Bis es soweit ist – frühestens im kommenden Jahr – steht dem Team aus der Dufourstraße noch eine Menge Arbeit bevor. Und, vielleicht, auch ein kleines bisschen Spaß.

Crazy Machines 3 von Fakt Software ist ab 18. Oktober via Steam oder als DVD-Version für den PC erhältlich. Es kostet 19,95 Euro.

Von Robert Nößler

Gewinnspiel: Wir verlosen signierte Exemplare von "Crazy Machines 3"!

Dufourstraße 28, Leipzig 51.32613 12.36988
Dufourstraße 28, Leipzig
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