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Das erste Addon für "Die Sims 4" im Test

Arbeiten und Spaß dabei? Das erste Addon für "Die Sims 4" im Test

Im Labor forschen, Verbrecher jagen oder Patienten behandeln: Die Sims machen jetzt Karriere. Im Erweiterungspaket „An die Arbeit“ erleben sie skurrile Abenteuer im Job-Alltag. Auch eigene Läden können sie erstmals gründen. Ob das Vollpreis-Addon sein Geld wert

Rein in die Röhre: Als Arzt kümmern sich der Spieler um Patienten.

Quelle: Electronic Arts

Augen auf bei der Berufswahl: Worum geht’s im Addon „An die Arbeit“?

Arbeitslos und Spaß dabei – damit ist in „Die Sims 4“ endgültig Schluss. Am Empfang des städtischen Klinikums stehen die Patienten Schlange und warten auf eine Behandlung. Nach einem Hauseinbruch in der Nachbarschaft werden Polizisten gebraucht, um nach dem Täter zu fahnden. Und auf der neuen Magnolia-Promenade warten drei voll ausgestattete Läden auf einen neuen Betreiber. Oder doch gleich ein neues Geschäft auf der grünen Wiese bauen und selbstdesignte Hipster-Klamotten ins Schaufenster stellen?

Das 40 Euro teure Addon „An die Arbeit“ bietet Simmern vier neue Karriere-Möglichkeiten. Durften Spieler ihre virtuellen Helden bislang nur zum Geldverdienen schicken und warten, bis die Zeit vergeht, greifen sie mit dem neuen Erweiterungspaket aktiv in ihren Berufsalltag ein. Als Arzt, Polizist und Wissenschaftler schuften sie sich mit täglich wechselnden Mini-Aufgaben vom Hilfsarbeiter bis zum Big Boss. Geschäftstüchtige Spieler machen sich als Einzelhändler selbstständig: Die Sims können eigene Läden eröffnen, Mitarbeiter einstellen, das Sortiment verwalten und sogar Produkte designen.

Good Cop, Bad Cop: Wie spielen sich die drei neuen Karrieren?

Das Addon setzt dem Basisspiel für den PC die neuen Jobs als Update auf. Ist „An die Arbeit“ installiert, kann mit den Sims virtuell nun am Handy oder Computer einer der „aktiven“ Berufe gewählt werden. Als Arzt kümmert sich der Spieler beispielsweise anfangs um wartende Patienten und führt simple Gesundheits-Checks durch. Absolviert er die Azubi-Aufgaben zuverlässig, steigt er nach und nach im Rang auf. Als Chirurg dürfen später auch komplizierte OPs vorgenommen und eine eigene Praxis eröffnet werden.

Analog funktioniert das Karriereleiter-Prinzip auch in den anderen beiden Berufen. Wissenschaftlern steht im Forschungszentrum gleich eine ganze Reihe witziger Experimentierstationen vom Labor bis zur Sternwarte zur Verfügung – Alien-Kontakt inklusive. Eher dröge ist dagegen der Alltag der Ordnungshüter. Polizisten-Sims sichern an Tatorten Spuren, die meist leicht erkennbar in Form von Graffiti auf dem Boden kleben. Auch simple Patrouillen durch die Stadt, Verhöre mit Auswahldialogen im „Good Cop, Bad Cop“-Stil oder Fingerabdruck-Scans bei Verdächtigen versprechen kaum mehr Action als eine Folge „Großstadtrevier“.

Schwierige Work-Life-Balance: Wie funktioniert die Ladengründung?

Wer keine Lust auf Nine-to-Five-Jobs hat, darf seine Brötchen als Selbständiger verdienen – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Shop-Betreiber verkaufen nicht nur selbstentworfene Outfits, Fotografien, Bücher oder ausgefallenes Spielzeug. Sie können auch als Bäcker und Konditor den Kochlöffel schwingen. So werden –entsprechende Spezial-Fähigkeiten vorausgesetzt – eigene Törtchen-Kreationen entworfen und später in großer Stückzahl in Automaten hergestellt. Bis zu drei Angestellte, die bezahlt und bei Laune gehalten werden wollen, füllen die Regale wieder auf.

Die Mitarbeiter können sich auch um die Kunden kümmern, die ab der ersten Minute in den Laden strömen – ein attraktives Sortiment vorausgesetzt. Per Mausklick werden die Shop-Besucher beraten, um den Finger gewickelt und abkassiert. Ein blauer Balken über dem jeweiligen Kunden zeigt dabei die Kaufbereitschaft an, was ehrgeizige Spieler zu Überstunden anspornen dürfte. Da die Ladenöffnungszeiten frei wählbar sind, gerät die Work-Life-Balance schnell aus dem Ruder. Wer sich um alles selbst kümmert, hat für Hobbys nicht mehr viel Zeit – ganz wie im richtigen Leben.

Workaholic-Gefahr am PC – unser Fazit:

„An die Arbeit“ ist eine lohnenswerte Erweiterung: Mit ihrem ersten Addon machen „Die Sims 4“ einen echten Schritt nach vorn. Die Job-Abenteuer sind motivierend und liefern mit den Karriere-Herausforderungen ein spannendes neues Spielelement. Der Mehrwert ist sogar größer als der Sprung vom dritten zum vierten Teil der Kult-Serie, den viele Fans als spielerischen Stillstand kritisiert hatten. Immerhin besserte Entwickler Maxis hier inzwischen bei den ersehnten Pools, Babys und Co. per kostenloses Update nach.

Zwei kleine Wermutstropfen bleiben jedoch: Zum einen hemmen Ladepausen immer wieder den Spielfluss und zum anderen werden einige Tätigkeiten schnell zur Routine. Klickaufgaben wie Fiebermessen und Abstrich-Analysen bei Patienten oder das stets gleiche Absuchen von Tatorten können den Ehrgeiz, sich bis zum Chefposten durchzubeißen, jedoch kaum bremsen. Auch der Shop-Modus ist eine sehr willkommene Bereicherung. Die virtuelle Maloche schlägt allerdings heftig ins Kontor – zumal es ganz sicher nicht die letzte Erweiterung für „Die Sims 4“ bleiben wird. Wer bereit ist, 40 Euro zu investieren, bekommt mit „An die Arbeit“ einen Workaholic-Trip mit Suchtpotenzial.

Robert Nößler

Wertung: 4,5 von 5 Punkten

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