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"Dreamhack" tritt in die Fußstapfen der Games Convention

Leipzig bekommt größtes eSports-Festival Deutschlands "Dreamhack" tritt in die Fußstapfen der Games Convention

Die Katze ist aus dem Sack: Mit der Dreamhack kommt 2016 der deutsche Ableger des weltgrößten Computer-Festivals nach Leipzig. Tausende Spieler aus ganz Europa soll das eSports-Event auf die Neue Messe locken. Eine Konkurrenz zur Gamescom sei das nicht, betonen die Veranstalter.

Cosplayer gaben einen Vorgeschmack auf das eSports-Event "Dreamhack", das 2016 nach Leipzig kommt.

Quelle: Robert Nößler

Leipzig. Es soll Deutschlands größte LAN-Party gepaart mit dem größten eSports-Festival im deutschsprachigen Raum werden: Das Dreamhack-Festival holt vom 22. bis 24. Januar 2016 die Gamer-Elite Europas nach Leipzig. Gepaart wird das Event in Halle 5 der Neuen Messe mit einem LAN-Bereich für Jedermann, bei dem 1000 Computerspieler mit- und gegeneinander antreten. Auch eine Ausstellungsfläche für Hard- und Software und ein Cosplay-Wettbewerb gehören zum Rahmenprogramm, wie die Leipziger Messe und der Notebook-Hersteller Schenker Technologies am Dienstag bekannt gaben. Gespielt wird von Freitag bis Sonntag rund um die Uhr – insgesamt 56 Stunden lang.

Vier mit Äxten und Schwertern bewaffnete Cosplay-Krieger bewachten am Dienstagmittag den Eingang zum Pressekonferenz-Raum, in dem um Punkt 13 Uhr mit einem Video eines der bestgehüteten Geheimnisse der Gaming-Branche gelüftet wurde. Mit der Dreamhack landet die Messe einen Überraschungs-Coup: Das 1994 in Schweden gegründete Computerspiel-Festival gilt als weltweit größtes Event seiner Art. Jedes Jahr pilgern zehntausende Spieler und Zuschauer, viele auch aus Deutschland, zu den internationalen Profi- und Amateur-Turnieren. Ableger gibt es unter anderem bereits in Tours (Frankreich), Valencia (Spanien) und Bukarest (Rumänien). Leipzig ist nun der erste Standort in Deutschland.

In Schweden hat sich das eSports-Event "Dreamhack" seit 1994 zum Publikumsmagneten entwickelt. Nun kommt das weltgrößte Computerspiel-Festival auch nach Leipzig. Fotos: Dreamhack

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Dreamhack soll sich als jährliches Event etablieren

„Über viele Jahre war Leipzig das Mekka der Computerspielszene. Daran wollen wir wieder anknüpfen“, sagte Messe-Geschäftsführer Markus Geisenberger. „Gaming is Coming Home“ lautet entsprechend auch das Motto der Premiere, die den Auftakt für das künftig jährlich stattfindende Event legen soll. Die Dreamhack tritt in die Fußstapfen der erfolgreichen Spielemesse Games Convention, die 2009 nach Köln abgewandert war. Direkte Konkurrenz zur Gamescom sehen die Veranstalter nicht. „Wir starten hier mit einem anderen Format durch, haben einen anderen Termin und auch ein anderes Konzept gewählt. Ich denke, das kommt gut aneinander vorbei“, sagte Geisenberger auf Nachfrage von LVZ.de.

Für Dreamhack-Geschäftsführer Marcus Lindmark ist die Entscheidung für Leipzig logisch. Als früherer Treffpunkt der europäischen Gaming-Branche sei es „die perfekte Stadt“ für ein Event „dieses Kalibers“. Deutschland ist für eSports einer der wichtigsten europäischen Märkte. Schätzungen zufolge umfasst die Szene hierzulande mehrere Millionen Spieler. „Man kann mit eSports und Gaming ganze Stadien füllen. Ich denke, dass das perspektivisch auch in Leipzig möglich ist“, sagte Chris Hesse von Schenker Technologies. Der Leipziger Notebook-Hersteller, der mit seiner Gaming-Marke XMG bereits seit sechs Jahren Profi-Teams im eSports-Bereich unterstützt, hatte vor gut einem Jahr den Kontakt zur Messe hergestellt und rannte dort offene Türen ein. „Das ganze Haus ist heiß auf das Thema“, so Projektdirektor Christian Gute.

DreamExpo ergänzt eSports-Event

In Schweden lockt die Dreamhack jedes Jahr tausende Gamer an.

In Schweden lockt die Dreamhack jedes Jahr tausende Gamer an.

Quelle: Dreamhack

Inhaltlich gliedert sich die Dreamhack in drei Bereiche, die alle in der 20.500 Quadratmeter großen Messehalle 5 ihren Platz finden. Herzstück ist die LAN-Area für bis zu 1000 Teilnehmer, die auch eine Relax-Zone umfasst und für die Spieler auch limitierte VIP-Pakete mit Hardware bereithält. „Wenn man will, muss man das Gelände 56 Stunden lang nicht verlassen“, so Gute. Anmeldungen hierfür sind frühestens ab August möglich.

Im Ausstellungsbereich DreamExpo sollen Hersteller von Hardware, Software, Games und Zubehör ihre Produkte präsentieren. Auch ein Musikprogramm ist geplant. Highlight und größter Anziehungspunkt für die Zuschauer dürften die eSports-Turniere werden, die auf Bildschirmen sowie von extra aufgebauten Tribünen verfolgt werden können. Die Stars der europäischen Szene sollen dafür anreisen und um Preisgelder im sechsstelligen Bereich kämpfen, versprechen die Organisatoren.

Spiele-Lineup noch nicht bestätigt

Leipzig als Spielestadt werde durch die neue Veranstaltung enorm aufgewertet, meint der Szene-Experte René Meyer. „eSport ist ein Thema, das viele Leute begeistert und eine starke Community hat.“ Der 44-jährige Leipziger gibt jedoch zu bedenken: „Es ist ein erklärungsbedürftiges Produkt, das nicht jeden Spieler anspricht. Wichtig wäre, wenn man sich auch an normale Computerspieler richtet, zum Beispiel mit Konzerten und anderen Inhalten.“

Zu den Details halten sich die Veranstalter bislang allerdings noch bedeckt. Selbst die Spiele, in denen die Profis antreten, sind noch unklar. Es sei gut möglich, dass aktuelle Blockbuster-Titel wie "League of Legends" und "Dota 2" eine Rolle spielen, erfuhr LVZ.de auf Nachfrage. Die Gespräche hierzu seien jedoch noch nicht abgeschlossen.

Robert Nößler

www.dreamhack-leipzig.de

Leipziger Messe 51.396145 12.389278
Leipziger Messe
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