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Dreckschleuder mit Anti-Frust-Modus: „Dirt 4“ im Spiele-Test und zu gewinnen

Offroad-Rennspiel Dreckschleuder mit Anti-Frust-Modus: „Dirt 4“ im Spiele-Test und zu gewinnen

Einsteiger werfen bei schwierigen Rennspielen schon mal das Gamepad frustriert in die Ecke. Gegen Forstunfälle in walisischen Wäldern hat „Dirt 4“ ein probates Mittel parat. Wir haben den Rallye-Racer getestet und verlosen drei PS4-Games mit exklusiven Fanpaketen.

Mit Vollgas durch die Kurve: "Dirt 4" ist nicht nur eine Sache für Rallye-Profis.

Quelle: Codemasters

Das Heck bricht aus, aber der Opel Kadett bleibt in der Spur. Fast wie auf Schienen pflügt der zickige 70er-Jahre-Bolide durch den Schlamm von Michigan. Bäume und Zuschauer rauschen bei gut 100 km/h vorbei, der Motor röhrt und heult kurz auf, bevor der Rallye-Wagen elegant in die nächste Kurve schlittert.

Wer im Rennspiel „Dirt 4“ (hier geht's zum Gewinnspiel) einem Neuling das Gamepad in die Hand drückt, könnte beim Zuschauen glatt denken, dass ein Profi am Steuer sitzt. Dass sich der neue Ableger der Rallye-Simulation so einsteigerfreundlich wie nie zuvor spielt, liegt an einem zweistufigen Realismus-Modell, das Entwickler Codemasters seiner Wald-und-Wiesen-Raserei verpasst hat.

Vier Rennklassen und mehr als 50 Fahrzeuge stehen Spielern in "Dirt 4" zur Verfügung.

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Entspanntes driften im "Gamer"-Modus 

Gleich zu Beginn hat der Spieler die Wahl, ob er sich mit der Option „Gamer“ als Gelegenheitsrennfahrer outet – und sich damit für ein deutlich einfacheres Handling entscheidet – oder ob er mit dem Modus „Simulation“ in die Fußstapfen von Walter Röhrl tritt, eine sensible Fahrphysik, Quersteher und abgefetzte Stoßstangen inklusive.

Mit der motorisierten Zwei-Klassen-Gesellschaft schafft „Dirt 4“ den Spagat zwischen Anspruch und Ehrlichkeit. Dass nicht jeder Gampad-Pilot als Colin McRae geboren wird, beantwortet das Spiel nun statt mit Lendenwirbelstauchungen nach unfreiwilligen fortwirtschaftlichen Expeditionen in den walisischen Wäldern mit einem 27 Lektionen umfassenden Fahrschulprogramm („Dirt-Akademie“) sowie kurzweiligen Zeitfahr-Spielen mit martialischen Namen wie „Mini-Massaker“ oder „Heckantrieb-Hetze“. Der Realismus-Modus lässt sich selbstverständlich jederzeit wechseln, falls die Lernkurve steigt oder die Entscheidung für den Simulator eine Überschätzung der eigenen Fähigkeiten war. Nach dem eher an Vollblut-Profis gerichteten „Dirt Rally“ von 2015 (hier im LVZ-Test) fährt die millionenfach verkaufte Serie damit zurück in den spaßbetonten Schlamm-Massenmarkt.

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Dass „Dirt 4“ trotz der leicht angestaubten Grafik insgesamt ein sehr gutes Rennspiel geworden ist, liegt auch an der großen Vielfalt. Der neue Strecken-Generator „Your Stage“ stellt unzählige Möglichkeiten bereit, die gut 50 Fahrzeuge an ihr Limit zu beschleunigen. Vorgaben zu Distanz, Schwierigkeit, Wetterverhältnissen und Tageszeit würfelt der Etappen-Automat zu immer neuen Pisten-Variationen zusammen – eine innovative und spaßige Langspielspaß-Formel.

Auf Touren kommt der Offroad-Motor aber vor allem in der Karriere, in der sich Spieler ihr eigenes Team samt Ingenieur, Mechanikern und PR-Agenten aufbauen, Werbeverträge aushandeln und mit verdienten Preisgeldern neue Fahrzeuge kaufen. In vier Disziplinen wird gegen Buggys und Pickup-Trucks oder alleine gegen die Zeit in klassischen Rallyes um den Sieg gefahren. Zwischen Australien und Schweden geht es dabei auch mit Oldtimern auf die Strecke, vom Mini Cooper bis zum guten alten – und im „Gamer“-Modus ganz braven – Opel Kadett.

Von Robert Nößler

Wertung und Spielinfos

Wertung: 4,5 von 5 Punkten

Genre: Offroad-Rennspiel
Erscheinungsdatum: 9. Juni 2017
Plattformen: PC, PS4, Xbox One
Preis: 49,99 bis 62,99 Euro ( Hier bei Amazon kaufen)
Jugendfreigabe: ab 6 Jahren
Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters
Website: www.dirt4game.com

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