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Ein Hauch von Public Viewing – Spieleprofis treffen sich in Leipzig

Dreamhack startet Ein Hauch von Public Viewing – Spieleprofis treffen sich in Leipzig

Von Schweden nach Sachsen: Das e-Sports-Festival DreamHack feiert Premiere und erwartet an diesem Wochenende zehntausend Freaks in Leipzig. Die Veranstaltung soll nun jährlich in der Messestadt über die Bühne gehen.

Die Leipziger Messe richtet vom 22. bis 24.01.2016 erstmals das eSport-Festival nach schwedischem Vorbild in Deutschland aus.

Quelle: Andre Kempner

Leipzig. Wurde die Messe „Games-Convention“ seit dem Ende 2008 von eingefleischten Fans der Computerspielewelt schmerzlich vermisst, gibt es seit Freitag Abhilfe – durch die DreamHack. Die Veranstaltung wurde 1994 in Schweden ins Leben gerufen, etablierte sich als weltgrößtes e-Sports-Festival weltweit und geht ab sofort jährlich in Leipzig über die Bühne. „Mit der DreamHack schlägt das Herz der deutschsprachigen e-Sports-Szene in Leipzig“, erklärt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. Die Abkürzung steht für elektronischen Sport und meint den Wettkampf zwischen Computerspiel-Nutzern.

Neben den Ausstellern, die die neusten Computerspiele, Hardware, Spiele-Equipment und Merchandising präsentieren, darf sich der Besucher aber vor allem auf spannende Wettkämpfe der Spieleprofis und Hobbygamer freuen. In Deutschlands größtem LAN-Bereich – ein lokales Computernetzwerk vor Ort – spielen über 1000 Spieler 56 Stunden lang mit- und gegeneinander. Je nach Ticketart bringen die Spieler ihren eigenen Computer mit oder bekommen einen vollausgestatteten Platz gestellt. Profispieler treten in den Spielen „Counter-Strike: Global Offensive“, „Starcraft II“ und „Fifa 16“ gegeneinander an und zocken um Preisgelder von bis zu 100 000 Euro. Denn, auch wenn e-Sports es noch nicht geschafft hat vom IOC als offizielle Sportart anerkannt zu werden, sind die Spieler echte Profis – mit festen Verträgen und eigenen Sponsoren. Einer von ihnen, der Leipziger Dario „TLO“ Wünsche geht etwa im „Starcraft II“-Turnier an den Start. Zuerst muss er durch eine Gruppenphase, bevor es für ihn vielleicht am morgigen Sonntag im Finale um alles geht.

„Gaming is coming home“ hat die Leipziger Messe als Motto für die Deutschland-Premiere der Dreamhack ausgerufen. Tausende Gamer strömen seit Freitag zum Event. Erste Impressionen gibt es in der Galerie. Foto: André Kempner

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Die 28-jährige Ev Reimer ist mit ihrem Freund extra aus Heidelberg zur DreamHack gekommen. „Das ist unser erstes Event dieser Art“, erklärt sie. Hobbymäßig spielt sie das PC-Spiel „Dragon Age“, ein sogenanntes Rollenspiel. Vor allem die Profis im „Starcraft II“-Wettkampf will sich das Paar angucken. Denn, alle Profispiele werden auf einer großen Leinwand übertragen. Fast wie beim Public Viewing bei Fußball-EM und -WM. Als Frau ist sie deutlich in der Minderheit. Die meisten Besucher und Spieler sind junge Männer. Einige Meter weiter steht Ben Härmstädt, 29, aus Darmstadt. Er will neues Material für seinen Youtube-Kanal sammeln. Sein Kanal „Beneos“ hat bereits 8260 Abonnenten. „Außerdem treffe ich hier andere Youtuber, mit denen ich mich austauschen und unterhalten kann.“

Ein besonderes Highlight der DreamHack: das Spiel „Battleborn“ zum Vorabspielen vor Ort. „Offiziell erscheint es erst am 3. Mai“, sagt Jan Sturm von Take-Two Interactive. „Im ersten Halbjahr gibt es wenige Möglichkeiten, auf einer Messe dem Publikum ein neues Spiel zu präsentieren, deswegen nutzen wir die Chance hier in Leipzig natürlich sehr gern.“ Das Computerspiel wird als Hero-Shooter bezeichnet und spielt in einer weit entfernten Zukunft, in der verschiedene Charaktere und Gruppen auf einem Stern stranden und dort nicht nur gegen einen übermächtigen Feind kämpfen müssen, sondern auch gegeneinander um die knappen Ressourcen. „Es zeichnet sich vor allem durch kurzweilige und schnelle Matches aus“, erklärt Sturm. Auf der Messe spielen zwei Teams von jeweils fünf Leuten gegeneinander. „Man kann es aber natürlich auch im Single-Modus, also allein spielen.“ Die Testvariante scheint bei den Gamern gut anzukommen, der Messestand  ist gut besucht.

Neben all den Computerspielen und der Technik gibt es auch noch etwas fürs Auge: 25 Cosplayer – also Menschen, die sich als Figur aus Computerspielen, Film, Anime oder Manga verkleiden – präsentieren sich heute einer Fachjury. Diese entscheidet dann, wer die außergewöhnlichste Kostümkreation geschaffen hat.

Die DreamHack läuft noch bis zum Sonntag auf der Neuen Messe. Ausstellungs- und Turnierbereich sind Samstag von 10 bis 20 Uhr und Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Mehr zum Festival unter: www.lvz.de/games.

Von Tatjana Kulpa

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