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Großes Konsolenkino: Ist „Uncharted 4“ das beste Spiel des Jahres?

Games-Test Großes Konsolenkino: Ist „Uncharted 4“ das beste Spiel des Jahres?

Nathan Drakes neues Abenteuer ist bombastisch inszeniert, grandios erzählt und ein spielerischer Meilenstein für die PS4. Aber ist „Uncharted 4: A Thief’s End“ auch das beste Spiel des Jahres? Das verraten wir im Games-Test.

Wer dieses Spiel verpasst, ist selbst schuld: Nathan Drake lässt es in "Uncharted 4" krachen.

Quelle: Naughty Dog

Er hatte die Schatzsucherstiefel eigentlich schon an den Nagel gehängt, es sich mit seiner Frau auf der Couch gemütlich gemacht und eine Runde Playstation gespielt. Nathan Drake hatte einen Schiffsuntergang überlebt, den El-Dorado-Sarg entdeckt und war bei seinem letzten Abenteuer aus einem Flugzeug gestürzt. Damit sollte Schluss sein. Doch plötzlich klingelte es an der Tür.

Was dann folgt, ist nicht weniger als eines der spektakulärsten Action-Abenteuer der letzten Jahre. Mit „Uncharted 4: A Thief’s End“ jagt Entwickler Naughty Dog den Indiana Jones der Videospiele auf seine letzte Reise rund um den Globus. Der Grund für Drakes Comeback: Sein totgeglaubter Bruder Sam taucht nach 15 Jahren wieder auf und will den Piratenschatz von Kapitän Henry Avery aus dem 17. Jahrhundert heben, um sein Leben zu retten.

Das Beste, was die Playstation 4 bislang zu bieten hat: "Uncharted 4" setzt spielerisch und optisch neue Maßstäbe. Screenshots: Naughty Dog

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Die Expedition führt die beiden Brüder in den kommenden 13 bis 18 Spielstunden auf einen atemberaubenden Actiontrip durch die verschneiten Berge Schottlands, nach Italien und Madagaskar. Das opulent inszenierte Abenteuer entwickelt dabei eine Sogwirkung wie ein spannender Roman. Der Spieler wird durch die brillante Erzählung und kinoreife Actionsequenzen so in den Bann der Geschichte gezogen, dass er einfach weiterblättern muss. Da die gesamte Erzählung fließend ineinander übergeht, fällt es schwer das Gamepad der Playstation 4 nach einem Kapitel aus der Hand zu legen, so fesselnd ist „Uncharted 4“.

Filmreife Grafik und neue Schleicheinlagen

So langsam die Geschichte beginnt und sich dabei Zeit für die Einführung der Charaktere nimmt, so intensiv wirkt sich dies auf das spätere Spielerlebnis aus. Nathan und Sam werden als menschelnde Helden – inklusive Flashback in ihre Kindheit – greifbar. Dazu trägt auch die filmreife Grafik bei, die die Figuren in den Zwischensequenzen plastisch mit Haut und Haar, Schweißperlen und Schatten darstellt wie kein Konsolenspiel zuvor.

Halsbrecherische Kletterpassagen mit teils grandiosen Aussichten, ausgiebige Schießeinlagen und – etwas zu leicht geratene – Logik- und Kombinationsrätsel wechseln sich wie bereits in den Vorgängerspielen ab. Praktisch: Weiß der Spieler nicht mehr weiter, werden automatisch Hinweise angezeigt. Die Feuergefechte können diesmal häufig auch vermieden werden. In Sam-Fischer-Manier kann sich Nate durchs Gras an Gegner heranpirschen und diese geräuschlos ausschalten. Dadurch bekommt das Spiel eine taktische Note. Ballern und Schleichen führen meist mit unterschiedlicher Schwierigkeit zum Ziel. Neu: Für das Überwinden von Schluchten und das Erklimmen von Bergen hat Nate diesmal auch ein Seil im Gepäck.

Ballern, Klettern, Fahren, Tauchen

Das Beste an „Uncharted 4: A Thief’s End“ ist die Abwechslung. Nate fährt mit einem Jeep am Fuße einer umwerfenden Vulkanlandschaft herum, steuert Motorboote über den türkisblauen Indischen Ozean und taucht zu gesunkenen Schiffen herab. Die stärksten Momente hat das stets linear ablaufende Spiel aber, wenn es an allen Ecken und Enden kracht, wenn Nate an seinem Seil hängend hinter einem Lastwagen hergeschleift wird, auf Gegner schießt und hinterher alles in Schutt und Asche liegt. Dann stellt das Action-Abenteuer eindrucksvoll unter Beweis, warum es nur schwer vom Thron für das Spiel des Jahres zu stoßen sein wird.

„Uncharted 4“ ist der bislang gewichtigste Grund, sich eine PS4 zu kaufen. Der Zeitpunkt dafür scheint günstig: Die Preise für eine Konsole liegen derzeit teilweise deutlich unter 300 Euro.

Von Robert Nößler

Wertung und Infos

5 von 5 Punkten

Genre: Action-Adventure
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2016
Plattformen: PS 4
Preis: ca. 60 Euro
Jugendfreigabe: ab 16 Jahren
Entwickler: Naughty Dog
Publisher: Sony
Website: www.unchartedthegame.com

Das sollten Eltern wissen

Schießereien, Explosionen und heimtückisches Umlegen von Gegnern: Bei "Uncharted 4" steht die Action ganz klar im Mittelpunkt. Das Spiel ist vom Gameplay her mit Titeln wie GTA V zu vergleichen und erst ab 16 Jahren freigegeben. Dem Helden steht ein großes Arsenal an Schusswaffen zur Verfügung. Sogar Belohnungen für das Erledigen der Gegner per Kopfschuss sind vorgesehen. Anders als in Ego-Shootern werden aber auch Geschicklichkeit und Logik auf die Probe gestellt. Zwischendurch wird geklettert und auch einige mittelschwere Rätsel sind zu knacken. 

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