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„Handball 16“ und DHfK-Chancen gegen Kiel: Kretzsche im Interview

„Du musst Emotionen faken“ „Handball 16“ und DHfK-Chancen gegen Kiel: Kretzsche im Interview

Bei Sport1 sitzt er regelmäßig als TV-Experte am Mikro. In „Handball 16“ feiert Stefan Kretzschmar (42) seine Premiere als Gaming-Kommentator. LVZ.de hat mit ihm über das Spiel und den Sonntags-Hit des SC DHfK gegen Kiel gesprochen.

Stefan Kretzschmar bei den Aufnahmen für "Handball 16" in einem Berliner Tonstudio.

Quelle: Screenshot / Stefan Kretzschmar bei Twitter (@kr73)

Leipzig. Sie sind in „Handball 16“ zum ersten Mal Kommentator in einem Videospiel – wie war's?

Es war eine Herausforderung, weil man Kommentare einspricht, die weitgehend vorgeschrieben sind. Bei so einem Spiel musst du dich in die Situationen reinversetzen, Emotionen faken und so tun, als ob du live dabei wärst. Als Experte bei Sport1 bin ich spontaner und reagiere auf das, was ich sehe. Trotzdem hat es natürlich Spaß gemacht.

Wie liefen die Aufnahmen ab?

Es gab Vorgaben zu den einzelnen Spielszenen, aber ich habe einige Wörter geändert, die eher in meinen Jargon passen. Es soll ja auch authentisch und nicht zu monoton klingen. Die Aufnahmen fanden im Juli in einem Tonstudio in Berlin statt und dauerten fast einen Tag. Du sitzt dann da alleine vor deinem Mikrofon und weißt, dass das Spiel viele Kids und Handball-Fans zocken werden. Deine Stimme kommt in Wohnzimmer, in denen sie sonst vielleicht nicht zu hören ist. Das ist schon eine spannende Erfahrung.

Haben Sie „Handball 16“ selbst schon gespielt? Finden Sie die Umsetzung gelungen?

Selber noch nicht, aber ich habe mir einige Kritiken durchgelesen. Ich glaube, dass das Feedback im Vergleich zum letzten Spiel (IHF Handball Challenge 14) besser ist. Die Cracks, die die großen Fußballserien kennen, sind bei den Grafiken natürlich noch Besseres gewohnt. Für ein Handballspiel ist es aber ganz gut geworden, denke ich. Ich schenke das Spiel meinem siebenjährigen Sohn zu Weihnachten. Der kennt auch den Vorgänger und wird dann entscheiden, ob es gut geworden ist oder nicht.

Wie sehen Sie das als Aufsichtsratsmitlied beim SC DHfK: Kann der Verein durch so ein Spiel profitieren?

Für uns ist ja schon die Bundesliga ein Traum. Ich kneife mich immer noch jeden Tag. Die Entwicklung im Verein ist sensationell, aber man muss natürlich schauen, dass man auch wahrgenommen wird. So ein Spiel hilft dem ganzen Projekt DHfK Leipzig. Nur ein Beispiel: Mein Sohn spielt Handball beim SC Magdeburg und Fußball beim 1. FC Magdeburg. Dem musste ich jetzt „FIFA 16“ kaufen, weil er da zum ersten Mal die dritte Liga mit seinem FCM spielen kann. „Handball 16“ könnte jetzt vielleicht auch für einige Leipziger interessant sein.

Mit dem SC DHfK Leipzig in "Handball 16" auf Punktejagd: Die von Stefan Kretzschmar co-kommentierte Simulation bringt die aktuelle Saison mit umfangreichen Lizenzen auf PC und Konsolen. Wir haben die Partie DHfK gegen THW Kiel nachgespielt. (Screenshots: LVZ.de)

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Was ist am Sonntag gegen Kiel für den SC DHfK drin?

Für den THW Kiel wird es sicherlich kein Spaziergang mehr wie in den vergangenen Jahren, als wir im Pokal hoch verloren haben. Wir sind vor einem euphorischen Publikum zu Hause ein unangenehmer Gegner. Ich habe die Hoffnung, dass wir die Kieler ärgern können. Gegen Wetzlar hat man wieder gesehen, dass wir mithalten können.

In unserem Spieletest zwischen DHfK und Kiel in „Handball 16“ hieß es am Ende 27:23. Wie ist Ihr Tipp?

Ich wage mich nicht, eine Prognose abzugeben. Sollte es nochmal eine Punkteteilung geben wie gegen Wetzlar, würde ich eine Flasche Sekt aufmachen. Es wäre aber glaube ich vermessen, im Vorfeld von einem Sieg zu sprechen. Ich freue mich auf das Spiel und bin sehr gespannt. Die Arena ist restlos ausverkauft. Für uns ist es ein Feiertag.

Interview: Robert Nößler

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