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So schön verstrahlt: "Fallout 4" ist ein Spiel für Vagabunden und Sammler

Retrofuturistische Dystopie So schön verstrahlt: "Fallout 4" ist ein Spiel für Vagabunden und Sammler

Die kalte Jahreszeit kann kommen: In „Fallout 4“ tauchen Zocker in eine riesige postapokalyptische Welt ein. Die atemberaubende Schönheit der morbiden Umgebung bürgt für endlose Stunden des Erkundens und Plünderns.

Quelle: Bethesda

Leipzig. Es ist ein magischer Moment, der einem schon kurz nach der Einleitung in „Fallout 4“ beschert wird. Der eigene Charakter wacht nach 200 Jahren Kälteschlaf in einer Welt auf, die von einem Atomkrieg entstellt wurde. Die große, massive Stahltür des Bunkers wird automatisch aufgewuchtet, gleißendes Sonnenlicht durchdringt langsam die Dunkelheit. Der Spieler tritt heraus in die Freiheit und wird von den ersten Eindrücken förmlich erschlagen. Alles tot und kaputt, alles im Eimer, alles radioaktiv verstrahlt. Aber trotzdem wunderschön.

Hier ist die verseuchte Umgebung der Star: In "Fallout 4" gibt es trotz postapokalyptischem Chaos immer etwas zu entdecken. Screenshots: Bethesda

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„Fallout 4“ ist ein Action-Rollenspiel, das in jedem Moment zur Erkundung der verseuchten Landschaft einlädt. Die Umgebung ist der Star, denn immer gibt es irgendwo etwas zu tun: hier ein paar Siedlern gierige Banditen vom Hals halten, dort die eigene Unterkunft ausbauen oder auf die Jagd nach Schätzen gehen. Die Hauptstory um die Suche nach dem entführten Sohn ist nur teilweise fesselnd, fast nur Beiwerk zum gewaltigen Open-Air-Spielplatz. Denn da spielt die eigentliche Musik.

Der Titel lebt von der Atmosphäre des „Commonwealth“ im Jahr 2287 – Boston samt Massachusetts versprüht einen perversen Charme. Denn die Spuren der alten Welt finden sich noch immer. Doch sie sind obsolet, Relikte aus längst vergangenen Tagen – aber halt immer noch auffindbar. Alle Gegenstände sind irgendwie wertvoll, sogar der Schrott. Er wird benötigt, um Siedlungen zu errichten und instandzuhalten.

Jeder Ort erzählt eine Geschichte, genau wie jeder Pixel-Vagabund, den man trifft. „Fallout 4“ ist als eine der größten Neuerscheinungen des Jahres im Kern ein riesiges, begehbares, virtuelles Museum. Als Spieler ist man permanent auf der Suche nach Nippes und Plunder, Antworten interessieren weniger. Die retrofuturistische Apokalypse ist ein Ort für Kämpfer, vor allem aber für Sammler und Kleptomanen.

Während man durch die Ödnis wandert, wird rasch deutlich: Der Weg ist tatsächlich das Ziel, allerdings nur für große Endzeitkrieger. Der vierte Fallout-Teil ist erst ab 18 Jahren erhältlich. Erwachsenen Spielern wird ein genialer Zeitfresser für lange Winterabende beschert. Wenn am Horizont das zerstörte Boston auftaucht, wird alles klar: Hier kann man sich endlos verlieren.

Wertung und Eckdaten

4,5 von 5 Punkten

Genre: Action-Rollenspiel
Erscheinungsdatum: 10. November 2015
Plattformen: PC, Xbox One, Playstation 4
Preis: ca. 50 Euro
Jugendfreigabe: ab 18 Jahren
Entwickler: Bethesda
Publisher: Bethesda
Website: https://www.fallout4.com/

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