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Taktisch klug: XCOM 2 zettelt einen Krieg mit Aliens an

Spiel der Woche Taktisch klug: XCOM 2 zettelt einen Krieg mit Aliens an

„Wir kommen in Frieden“, sagen die Aliens – haben jedoch ganz andere Pläne. Nur eine kleine, aber schlagkräftige Widerstandsgruppe lehnt sich dagegen auf. In dieses Szenario wirft uns „XCOM 2“, eines der wichtigsten PC-Spiele des Jahres. Ob Fans der Serie und Neueinsteiger auf ihre Kosten kommen, verrät unser Test der Woche.

In XCOM 2 nimmt es eine globale Widerstandsgruppe mit den schier übermächtigen Alien-Besatzern auf.

Quelle: 2K Games

Es ist eben immer einer Frage der Perspektive: Ob es sich bei einer bewaffneten Gruppe um Terroristen oder Freiheitskämpfer handelt, lässt sich nicht immer so ohne Weiteres herausfinden. „XCOM 2“ jedenfalls zeichnet ein Szenario, in dem die Menschheit von Außerirdischen beherrscht wird. Die Aliens ziehen die Untertanen auf ihre Seite, indem sie eine glänzende Zukunft versprechen, und unterdrücken jeden, der aufbegehrt. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren, Widerstand wird im Keim erstickt. In dem rundenbasierten Taktikshooter für den PC schlagen sich die Spieler dennoch auf die Seite der vermeintlichen Terroristen.

XCOM 2 zeichnet ein Szenario, in dem die Menschheit von Außerirdischen beherrscht wird. Kleine Widerstandsgruppen lehnen sich gegen die vermeintlichen Heilsbringer aus dem All auf. Wir zeigen Eindrücke aus dem Strategie-Hit.

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In kleinen Gruppen von vier bis sechs Kämpfern begeben sie sich auf Einsätze, um die verborgenen Pläne der Außerirdischen aufzudecken und deren Elite-Einheiten zurückzudrängen. Mal werden dabei wichtige Personen befreit oder Gegenstände gesichert, mal ein Vorhaben der Aliens sabotiert. Das Ganze spielt sich in abgegrenzten Gebieten ab, in denen die Teams Stück für Stück vorrücken. In der Regel verfügen die Kämpfer über zwei Aktionspunkte, die sie für Bewegungen oder den Einsatz von Waffen und Ausrüstung verwenden können. Danach sind die Gegner am Zug – und wehren sich gern mit fiesen, übernatürlichen Mitteln wie Gedankenkontrolle.

Zwischen den einzelnen Missionen widmen sich die Separatisten dem globalen Geschehen. Auf der Weltkarte wird das Raumschiff Avenger als mobiles Hauptquartier zwischen Regionen und Kontinenten bewegt, um Vorräte einzusammeln, Personal zu finden und das Widerstandsnetzwerk zu vergrößern. Gleichzeitig wird die Ausrüstung weiterentwickelt, um auch gegen schwierigere Gegner bestehen zu können.

Für Zahlenliebhaber wertet der Publisher 2K Games die Einsätze der PC-Spieler anonymisiert aus, veröffentlicht die Statistiken auf einer eigenen Internetseite – und holt so das XCOM-Netzwerk quasi in die reale Welt. Aufgeführt wird etwa die Zahl der getöteten Aliens (mehr als 110 Millionen, Stand: Mitte März 2016) oder wie viele Gamer „XCOM 2“ bereits einmal komplett durchgespielt haben (gut 115.000).

Das sollten Eltern wissen

Wer in seiner Jugend in den 90ern vom Klassiker „Ufo“ nicht genug bekommen konnte und nun möglicherweise den eigenen Kindern die Begeisterung über das Spiel weitergeben will, sollte bedenken, dass „XCOM 2“ laut USK erst ab 16 Jahren freigegeben ist. Die Neuauflage hat mit dem Original nur noch das grundlegende Spielprinzip gemein. Optisch hat sich so ziemlich alles verändert: Statt pixeliger Übersichtskarten gibt es eine glänzende 3D-Optik. Dabei fließt allerdings auch eine Menge Alien-Blut. Die „realistisch wirkenden Gewaltdarstellungen“ sind der Grund, warum auch das europaweite PEGI-System für Altersempfehlungen den Verkauf ab 16 Jahren befürwortet.

Als Nachfolger von „XCOM: Enemy Unknown“ und dem 90er-Jahre-Klassiker „UFO“ ist „XCOM 2“ eines der meisterwarteten Computerspiele des Jahres. Und das Warten hat sich gelohnt. Die Neuerscheinung überzeugt mit strategischer Finesse, optisch ansehnlichen Zwischensequenzen, zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten und hohem Wiederspielwert dank zufällig generierter Karten. Allerdings: Weil Ressourcen immer knapp sind, bei vielen Einsätzen die Zeit unbarmherzig gegen die Spieler läuft und schon einige frühe Missionen ziemlich herausfordernd sind, könnten Neueinsteiger schnell die Motivation verlieren.

Von Michael Frömmert

Spielspaß-Wertung und Eckdaten

4,5 von 5 Punkten

Genre: Strategie / Taktikshooter
Erscheinungsdatum: 5. Februar 2016
Plattform: PC
Preis: ca. 50 Euro
Jugendfreigabe: ab 16 Jahren
Entwickler: Firaxis Games
Publisher: 2K Games
Website: https://xcom.com/de

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