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Technik-Fiasko stoppt Batman - "Arkham Knight" im Test

Trilogie-Abschluss Technik-Fiasko stoppt Batman - "Arkham Knight" im Test

Batman hat zwei Probleme: Er muss die Welt retten. Und sein neues Computerspiel läuft nicht richtig rund. Letztere ist derzeit wohl die größere Herausforderung. Warum der Verkauf der PC-Version gestoppt wurde und „Arkham Knight“ trotzdem ein gutes Spiel ist, verrät unser Test. Außerdem verlosen wir zwei Exemplare für Playstation 4.

In "Arkham Knight" muss es Batman mit einer ganzen Armee aufnehmen.

Quelle: Warner Bros. Interactive

Batman an der Reißleine: Warum wurde der Verkauf gestoppt?

Die Entwickler der Rocksteady Studios haben ihren neuesten Blockbuster „Batman: Arkham Knight“ als episches Finale einer Trilogie um den Fledermausmann angekündigt – ernten nun aber heftige Kritik von PC-Spielern rund um den Globus. Die Gaming-Gemeinde bemängelt je nach Computerausstattung Grafikfehler, Abstürze, ruckelige Szenen, niedrige Bildfrequenzen und fehlende Effekte. Daraufhin zog Warner Bros. Interactive als Publisher die Reißleine und nahm das Action-Adventure vorerst aus dem Handel.

Gewinnspiel: Wir verlosen zwei Exemplare für Playstation 4!

Für Spieler, die bereits ein PC-Exemplar erworben haben, gibt es mittlerweile erste Updates, die für einige Verbesserungen sorgen, aber noch nicht alle Probleme lösen. Einen Zeitpunkt, wann das Spiel wieder regulär verkauft wird, nannte Rocksteady nicht. Trostpflaster für Konsolen-Besitzer: Die Versionen für Playstation 4 und Xbox One sind nicht betroffen.

"Batman: Arkham Knight" ist der Abschluss einer Computerspiel-Trilogie um den Fledermausmann. Wegen technischer Fehler wurde die PC-Version vorerst aus dem Handel genommen. Dennoch hinterlässt das Spiel insgesamt einen guten Eindruck. Unsere Galerie zeigt die Screenshots.

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Menühangeln: Wie lief unser Test?

Wir haben uns „Arkham Knight“ auf dem PC angesehen und wurden ebenfalls mit einem schweren Fehler konfrontiert: Nach dem Start flackerte unser Bildschirm, an Zocken war so nicht zu denken. Nur mit Mühe hangelten wir uns durch das immer nur für Sekundenbruchteile aufblitzende Menü, wechselten schließlich vom Vollbild- in den Fenstermodus und brachten so letztlich das Spiel doch zum Laufen. Für eine Neuerscheinung, die in der obersten Liga mitmischen will, ein unwürdiges Prozedere.

Doch im weiteren Verlauf blieb das befürchtete Horrorszenario aus, zeigte sich die PC-Version schon vor dem ersten Patch stabil. Keine Ruckler, keine Abstürze. Im Gegenteil: „Arkham Knight“ lief auf unserem Rechner flüssig und präsentierte uns abgesehen von einigen Effektdetails eine imposante Optik. Tatsächlich fängt es Gotham City und die düstere Atmosphäre der Stadt noch stimmungsvoller ein als die beiden Vorgänger der Arkham-Serie.

Gotham City in der Hand von Superschurken, nur Batman kann noch helfen.

Gotham City in der Hand von Superschurken, nur Batman kann noch helfen.

Quelle: Warner Bros. Interactive

Wenn es denn läuft: Worum geht es in „Arkham Knight“?

In „Arkham Knight“ steht Batman vor einer – nach menschlichem Ermessen – schier unlösbaren Aufgabe. Nicht nur, dass Superschurke Scarecrow mit einem Giftgas die Welt in Angst und Schrecken versetzen will – zu allem Überfluss tritt noch der bislang unbekannte Arkham Knight auf den Plan und bringt gleich noch eine ganze Söldnerarmee mit. Ihre städtetauglichen Panzer und Drohnen nehmen Gotham City im Handumdrehen ein, das Chaos regiert.

Die Neuerscheinung knüpft damit unmittelbar an „Arkham City“, den zweiten Teil der Serie, an. So treffen Batman-Fans auf viele bekannte Figuren. Doch das Spiel richtet sich nicht nur an Kenner des Fledermausmann-Universums. Im Gegenteil: Auch für Neueinsteiger wird die Handlung verständlich aufbereitet, ohne dass sich Fans langweilen müssten.

Das sollten Eltern über „Batman: Arkham Knight“ wissen

Batman hat eine grundlegende Regel: Er tötet nicht. Daran hält er sich formal auch in „Arkham Knight“, doch das Spiel muss dafür einige Verrenkungen anstellen: Wenn die Bösewichte dem Batmobil im Wege stehen, werden sie nicht überfahren, sondern durch einen Stromschlag zur Seite gestoßen. Außerdem feuert der Wagen nur mit Betäubungsmunition. Batmans Schläge hören natürlich immer dann auf, wenn der Gegner geradeso bewusstlos geworden ist, und die Absichten hinter alldem sind sowieso nur die besten, wie es sich für einen echten Superhelden gehört. Doch auch wenn man diese Prämisse akzeptiert, ist der Gewaltanteil in „Arkham Knight“ nicht zu übersehen. Hinzu kommt, dass einige Schurken ein ziemlich unappetitliches bis erschreckendes Äußeres zur Schau stellen.

Für Kinder und jüngere Jugendliche ist das Spiel somit gänzlich ungeeignet. Die USK hat „Arkham Knight“ ab 16 Jahren freigegeben. PEGI (Pan European Game Information) empfiehlt das Batman-Abenteuer mit Verweise auf die „Gewalthandlungen gegenüber wehrlosen Personen“ nur für erwachsene Spieler .

Gleiten, Gas geben, Gutes tun: Wie spielt sich „Arkham Knight“?

In „Arkham Knight“ kann sich Batman vollkommen frei durch Gotham City bewegen. Mittels Seilwerfer schwingt er sich von Hochhaus zu Hochhaus, dank Umhang gleitet er durch die düstere Nacht. Neu im Serien-Finale: das Batmobil. Ein ziemliches cooles Gefährt, das nicht nur schnell und für viele Aufträge nützlich ist, sondern im Kampfmodus mit dicker Kanone auch die Panzer der Bösewichte ausschalten kann.

Batmans Ziel ist es vor allem, Scarecrow und den mysteriösen Arkham Knight zu stoppen. Zwischendurch gibt es außerdem zahlreiche Missionen zu bestehen. Beispielsweise müssen verschleppte Feuerwehrleute gerettet, versteckte Gegenstände gefunden oder die Rätsel des Psychopathen Riddler gelöst werden. Seinen Feinden stellt sich Batman mit ausgefeilten Nahkampftechniken entgegen, kann sich aber auch seiner Hightech-Ausrüstung wie dem Wurfgeschoss Batarang oder Explosivgel bedienen, die nach und nach verbessert wird. Gelegentlich stehen ihm auch Helfer wie Robin oder Catwoman zur Seite.

Wenn da nicht die Bugs wären – unser Fazit:

„Batman: Arkham Knight“ ist mit seiner dichten Atmosphäre, der hervorragenden Synchronisation, überraschenden Erzählmomenten und Missionen ein würdiger Trilogie-Abschluss geworden. Die Grafik hinterlässt überwiegend einen guten Eindruck und mit dem Batmobil haben die Entwickler der Serie den richtigen Schub gegeben.

Für Liebhaber erzählerischen Tiefgangs ist die Neuerscheinung sicherlich nicht die erste Wahl, der Fokus liegt klar auf Action. Doch gleichzeitig ist „Arkham Knight“ weit davon entfernt, oberflächlich zu sein. Es bietet eine gelungene Mischung aus Abenteuer, Kampf und Hinterhalt, Verfolgungsjagden und klassisch übertriebener Superhelden-Story.

Somit ist die mangelhafte technische Umsetzung das einzige wirkliche Manko des Spiels, hat sich aber entscheidend auf unsere Wertung von 3,5 ausgewirkt. Wenn die Entwickler die Probleme in den Griff bekommen, landet Batman sanft auf einer 4,5 und ist damit eine echte Empfehlung.

Wertung und Eckdaten

3,5 von 5 Punkten

Genre: Third-Person Action-Adventure
Erscheinungsdatum: 23. Juni 2015
Plattformen: PC, Playstation 4, Xbox One
Preis: ab ca. 60 Euro
Jugendfreigabe: ab 16 Jahren
Entwickler: Rocksteady Studios
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Website: www.batmanarkhamknight.com

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