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Wenn vor der Spielkonsole die Fäuste fliegen

"Arms" im Test Wenn vor der Spielkonsole die Fäuste fliegen

"Arms" ist das erste Beat’em’up-Game, bei dem Spieler selbst die Fäuste fliegen lassen. Wie viel Spaß es macht, per Bewegungssteuerung an der Nintendo Switch draufloszuhauen, haben wir getestet.

In "Arms" lassen die Boxer ihre ausfahrbaren Fäuste sprechen. Der Spieler steuert die Kämpfer per Bewegungssteuerung.

Quelle: Nintendo

Wenn Menschen vor 2006 wild mit den Händen fuchtelnd auf der Couch saßen und gen Fernseher boxten, dann war daran meist das TV-Programm schuld. Vor elf Jahren änderte sich das schlagartig – im wahrsten Sinne des Wortes. Nintendo machte mit der Boxsimulation in „Wii Sports“ Millionen Konsolenspieler zu Wohnzimmer-Klitschkos, die per Bewegungssteuerung die Fäuste fliegen ließen. Mit „Arms“ gehen die Japaner nun einen Schritt weiter: Das innovative Kampfspiel ist das erste Beat’em’up im Stil von „Street Fighter“, bei dem selbst drauflos geprügelt werden muss.

In "Arms" fliegen an der Nintendo Switch die Fäuste. Zehn Boxer steigen dabei in die Arena und duellieren sich mit ihren ausfahrbaren Handschuhen.

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Als Exklusiv-Titel für die Nintendo Switch nutzt „Arms“ die Bewegungssensoren der beiden Gamepads voll aus – ähnlich wie zuvor bereits die Minispielsammlung „1-2-Switch“. Das „Schatten-Boxen“ klappt erstaunlich präzise, der Einstieg ist kinderleicht: In jede Hand nimmt der Spieler einen Joy-Con, schlägt damit zu und bewegt sich per Neigebewegung durch die Arena. Mit sturem Draufkloppen ist es allerdings nicht getan. Mit Handgelenkdrehungen können Schläge auch „gebogen“ werden, um ausweichende Gegner zu treffen. Besonders effektiv: Mit einem Doppelschlag werden Kontrahenten gepackt und spektakulär durch die Luft geworfen. Beim Kreuzen der Joy-Cons hebt der Boxer die Fäuste zur Deckung. Sprünge und Sprints werden per Tastenbefehl ausgeführt.

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Das Besondere bei „Arms“: Die zehn Fantasie-Kämpfer besitzen extrem lange Arme, die an Federn befestigt sind. Wird ein Controller nach vorne bewegt, fliegt der Handschuh in Richtung des Gegners. Aus drei Spezialangriffen für jede Hand kann jeder Boxer vor dem Kampf auswählen. So haut Min Min mit Ramennudeln zu und verschießt Laserstrahlen, Spring Man wirft mit einem Bumerang auf seine Gegner und Byte hat einen Roboter-Hund an seiner Seite – alles in Nintendo-typisch quietschbunter Bällebadoptik.

Bis zu vier Spieler können sich in „Arms“ duellieren. Wer mit einem Freund spielt und kein 80 Euro teures zweites Joy-Con-Paar besitzt, kann auch auf eine klassische Gamepad-Steuerung umsteigen. Dann verliert „Arms“ jedoch viel von seinem Reiz. Die Motivation für Solospieler ist zudem recht schnell erschöpft, trotz witziger Minispiele wie Volleyball, Zielscheibenschießen oder Basketball – hier muss der Gegner im Korb versenkt werden. Auch eine Hintergrund-Story fehlt leider. „Arms“ ist eben ganz klar ein Multiplayer-Titel: Online geht der Haudrauf-Spaß in die nächste Runde und sorgt für schweißtreibende Stunden Spielspaß.

Von Robert Nößler

Wertung und Spielinfos

Wertung: 3,5 von 5 Punkten

Genre: Beat'em'up
Erscheinungsdatum: 16. Juni 2017
Plattformen: Nintendo Switch
Preis: 49,99 Euro ( Hier bei Amazon kaufen)
Jugendfreigabe: ab 6 Jahren
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Website: arms.nintendo.com/

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