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DOK Leipzig steht 2017 unter dem Thema „Nach der Angst“

Dokumentarfilm-Festival DOK Leipzig steht 2017 unter dem Thema „Nach der Angst“

Mehr als 300 Filme umfasst das Programm des diesjährigen Dokumentarfilm-Festivals. Mit einem explizit politischen Thema wollen die Veranstalter Denkanstöße zu aktuellen Debatten liefern.

Das DOK Leipzig präsentiert diesen Herbst wieder mehr als 300 Filme – viele davon explizit politisch.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. „Nach der Angst“ – so lautet das Thema des diesjährigen Dokumentarfilm-Festivals DOK Leipzig, bei dem vom 30. Oktober bis zum 5. November mehr als 300 Filme aus aller Welt gezeigt werden. „Vor dem Hintergrund aktueller politischer Polarisierungen und der Erschütterung demokratischer Werte weltweit stellt DOK Leipzig in seiner 60. Ausgabe zukunftsweisende Strategien für Kunst und Politik zur Debatte“, teilten die Veranstalter am Dienstag mit.

Das Leitmotiv soll sich als roter Faden durch die Sonderprogramme ziehen. Die Retrospektive widmet sich – passend zum l00-jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution – filmischer Machtrepräsentation von totalitären Regimen. So soll die Bildpolitik kommunistischer Systeme veranschaulicht und zugleich offenbart werden, wie damals eingesetzte Methoden in aktuellen politischen Auseinandersetzungen zum Einsatz kommen können.

Länderfokus auf Georgien

Der Länderfokus liegt dieses Jahr auf Georgien. DOK Leipzig will damit den Blick auf ein Land lenken, dessen Filmkunst seit einigen Jahren auf internationalen Festivals verstärkt Beachtung findet und das im Zuge seiner Loslösung von der sowjetischen Vergangenheit ein neues Selbstverständnis entwickeln musste. Die diesjährige Hommage ist dem US-amerikanischen Filmemacher Jay Rosenblatt gewidmet, einem Meister des dekonstruierenden Umgangs mit filmischem Archivmaterialien.

Das Jugendprogramm befasst sich mit der Realitätsflucht Heranwachsender in Form von Rollen- oder Videospielen sowie Cosplays, also selbstkreierten Kostümierungen nach Vorbild einer popkulturellen Figur. Im Fokus stehen dabei sowohl Ursprung und Notwendigkeit dieser Weltfluchten als auch Kreativität und künstlerisches Potenzial. Ein Animations-Sonderprogramm sowie eine DEFA-Matinee komplettieren die Sonderreihen.

„Aus der Geschichte lernen“

„In Zeiten, in denen viele politische Fundamente ins Wanken geraten, wollen wir fragen: Was kommt nach der Angst?”, fasst Festivaldirektorin Leena Pasanen zusammen. „Welche Zukunftsvisionen können entwickelt werden, wenn Angst viele Menschen in autoritäre Machtverhältnisse treibt? Wir wollen gemeinsam aus der Geschichte lernen, den Finger in Wunden legen und gleichzeitig Utopien wagen.“

Das Motto spiegelt auch die Vergangenheit des Festivals wider. „Mit Bezug auf die Geschichte der Veranstaltung und im Hinblick auf die Zukunft wollen wir mit unserem Programm Werte hochhalten, die die Gründer zu verteidigen suchten: Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit und Menschenwürde“, so Pasanen. „Gleichzeitig lehrt die Festivalgeschichte, dass nach der Angst auch vor der Angst sein kann. In der DDR folgten auf tendenziell liberale Festivaljahre auch solche, in denen der Staat seine Zensur rigider auf die Dok-Woche anwandte. Wir müssen stetig für demokratische Werte kämpfen.“

Von Christian Neffe

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