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Dschungel-Camp, Tag 11: Knoblauch ist kein Gemüse

TV-Kritik Dschungel-Camp, Tag 11: Knoblauch ist kein Gemüse

Tag 11 im Dschungel fällt gleich auf zwei Festtage: den Australien-Day und die 150. Sendung der Show. Doch richtig in Schwung kommen will niemand bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“.

Auf der Zielgerade büßt das Dschungel-Camp einiges an Konfliktpotenzial ein.

Quelle: RTL

Dschungel-Pressecamp. Einsicht ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Es scheint also auch für Ricky Harris noch ein Fünkchen Hoffnung zu geben. Denn nachdem ihn die Zuschauer in Sendung neun für sein nerviges Rumgeschreie und -Geheule abgestraft und ihn des Campes verwiesen haben, mutmaßt der Ex-Moderator doch tatsächlich, dass eben diese Zuschauer „die Nase voll haben.“ Richtig, Kollege, haben sie. Sendepause, bis es vielleicht mal wieder eine neue Folge von „Promi Big Brother“ gibt. Oder Markus Lanz noch einen Gast für seine Talkshow braucht.

Knoblauch ist kein Gemüse

Derweil im Camp gibt es schon wieder Ärger ums Essen. Höllena Fürst ist am Montag die Köchin der armen Dschungelbewohner. Es gibt irgendeinen Fraß für die erbeuteten acht Sterne – und Knoblauch. Aber mag den jeder? Das wird man ja noch mal fragen dürfen, findet Sophia. Mit leicht gereiztem Ton geht es um das Gemüse. Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Helena ist sauer, weil sich jemand einmischt, will das aber nicht zugeben. Sophia stichelt weiter, die Köchin lässt sich aber nicht in die Suppe spucken.

Am Ende muss Camp-Mutti und Teamleader Brigitte Nielsen einschreiten, bevor aus dem Abendessen eine Hexenverbrennung wird. „Im Moment sind alle ein bisschen gereizt“, entschuldigt sie. Thema durch.Und so können sich alle wieder auf die faule Haut legen und das tun, was sie halt so tun in den letzten Tagen im Camp: nichts. Ja, leider ist die 150. Sendung des Dschungelcamps nicht viel spannender als eine Untersuchung beim Zahnarzt „ohne Befund“: keine Action, kein Drama, keine intellektuellen Ergüsse am Lagerfeuer (David, du fehlst!).

Drei mal drei macht vier

Doch, was ist das? Nathalie bewegt sich! Es ist Zeit für ihre Bewährungsprüfung: Kann sie nur Haare kämmen oder auch eine siebenköpfige Familie ernähren? Denn möglicherweise ist Nathalie bald Alleinverdienerin. Ihre Mutter, eine Mathelehrerin aus Soltau, schwänzt nämlich gerade den Unterricht und lungert in Australien herum, um ihre Tochter in Empfang zu nehmen, wenn sie (hoffentlich bald) abgewählt wird als „Germany’s most boring Topmodel“. Aber erstmal geht es mit Menderes zur Dschungelprüfung. Vielleicht taut Schneewittchen ja doch noch auf und überrascht das Publikum mit einer Härte und Zielstrebigkeit, die einen Thorsten Legat vor Neid erblassen lässt. Es geht in die „Lotterie(iiiihhhh) des Grauens“.

In einer sich drehenden Plexiglasbox festgeschnallt, müssen die beiden sieben Fragen beantworten. Wie viele Punkte erhält man, wenn man alle Seiten eines Würfels zusammenzählt? Und wie viele Buchstaben hat das deutsche Alphabet? Die Antworten geben die beiden Camper, indem sie die Lottokugel mit der richtigen Zahl, die samt Kakerlaken und anderem Krabbelzeug mit in der Box liegen, herausgeben. Menderes gibt alles, auch wenn er nicht alle Fragen richtig versteht. Da zeigt sich der heimliche Favorit: ehrgeizig, höflich, immer auf das Wohl anderer bedacht. Und Nathalie?

Die hält sich eigentlich nur die Nase zu. „Ich kann hier nicht denken“, sagt sie. „Du musst raten, Nathalie! Du sagst, du hast Abitur gemacht, aber du gibst keine Antwort“, fleht Menderes. Vergeblich. Da kommt nichts. Nathalie empfiehlt sich hier nur als Leiche in einem Tatort. Sicher nicht in einem mit Till Schweiger, denn das wäre wohl zu viel Action für Schneewittchens niedrigen Puls. Und so erspielt das „Team“ nur vier von sieben möglichen Sternen. Für Knoblauch wird das wohl nicht reichen.

Kasalla?! Nicht mit Helena

Und sonst? Passiert nicht viel. Wobei: Thorsten Legat bricht eine Schatzsuche ab. Ja, wirklich. Auch, wenn es nicht an ihm liegt. Helena bleibt ihrem Motto nämlich treu: „Ist mir egal, ob die anderen was zu fressen bekommen.“ Sie ist zu schwach, um Legat eine Stütze zu sein, als der versucht, sich über einem Tümpel den Schlüssel für die Schatztruhe zu angeln. Dafür muss am Ende des Tages aber niemand das Camp verlassen.

Legat des Tages: „Da ist ja kein Gramm Muskel, da is nur Schwabbelhaut. Is wie Pudding. Raucht nur ihre Mentholzigaretten!“ (über Höllena, als die die gemeinsame Schatzsuche wegen Schwäche oder allgemeiner Unlust abbricht)

Von Isabell Rollenhagen

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