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Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit in Leipzig gegründet

Medien und Demokratie Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit in Leipzig gegründet

Verletzungen der Pressefreiheit sind in Europa vielfach an der Tagesordnung. Ein neues Zentrum in Leipzig soll die Verstöße dokumentieren - und Journalisten helfen.

Der Geschäftsführer Henrik Kaufholz (l) und der Aufsichtsratsvorsitzende Balazs Nagy Navarro des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit.

Quelle: dpa

Leipzig. Journalisten, Verbände und Medienhäuser setzen sich künftig gemeinsam für die Pressefreiheit in Europa ein. Rund 20 Organisationen gründeten dazu am Mittwoch in Leipzig das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit. „Das ist ein Alarmzentrum. Wir müssen die wesentlichen, gravierenden Verletzungen der Pressefreiheit registrieren, und wir müssen die Öffentlichkeit alarmieren“, sagte Vize-Vorstand und „Stern“-Journalist Hans-Ulrich Jörges. Gedacht sei auch an eine rechtliche Unterstützung für betroffene Journalisten.

Die Freiheit der Medien werde in Europa vielfach angegriffen, sagte Jörges. Es gebe Länder, in denen unliebsame Journalisten eingeschüchtert, entlassen oder auch mit Gewalt bedroht würden. In wieder anderen Länden sei es das Hauptproblem der Medien, dass sie wirtschaftlich erpresst würden oder unter zwielichtigen Eigentümern litten. All das solle im Europäischen Zentrum dokumentiert werden. „Wir wollen von Leipzig aus eine große laut vernehmbare Glocke für die Medienfreiheit läuten“, sagte Jörges.

Das Zentrum ist als europäische Genossenschaft organisiert. 20 Verbände und Gewerkschaften, Medienunternehmen, aber auch einzelne investigative Journalisten aus europäischen Ländern traten der Genossenschaft auf der Gründungsversammlung bei. Im ersten Jahr soll die Zahl der Mitglieder auf 50 anwachsen. Finanziert wird das Projekt unter anderem von der Europäischen Kommission, dem Auswärtigen Amt und dem Freistaat Sachsen. Im ersten Jahr habe das Zentrum ein Budget von 1,2 Millionen Euro. (lvz)

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