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„Tatort“ aus Kiel: Lohnt sich das Einschalten?

„Borowski und das dunkle Netz“ „Tatort“ aus Kiel: Lohnt sich das Einschalten?

Der „Tatort – Borowski und das dunkle Netz“ am Sonntagabend ist schwarzhumorig erzählt und mitunter nichts für schwache Nerven. Er erinnert in guten Momenten sogar an Filme von Quentin Tarantino und den Coen-Brüdern – hat aber auch seine Schwächen. Ob sich das Einschalten lohnt, lesen Sie hier.

Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) machen eine grausame Entdeckung.
 

Quelle: Christine Schroeder/NDR

Hannover.  Für einen Sonntagabendkrimi ist der Anfang des Kieler „Tatorts“ am Sonntag ungewöhnlich brutal. Der Zuschauer fühlt sich in ein Computer-Ballerspiel versetzt. Aus der Perspektive eines Ego-Shooters verfolgt er nämlich einen schwarz gekleideten Mann (Maximilian Brauer) mit gruseliger Wolfsmaske bis in ein Fitnessstudio. Dort tötet diese unheimliche Gestalt eiskalt den Besitzer und danach in einer Umkleidekabine einen Mann, der sich später als Leiter der Spezialabteilung Cybercrime des Landeskriminalamtes Kiel herausstellt. Morde in nordischer „Kill Bill“-Manier.

So beginnt der Kieler „Tatort – Borowski und das dunkle Netz“, der bewusst schwarzhumorig erzählt ist. Er erinnert in guten Momenten sogar an Filme von Quentin Tarantino und den Coen-Brüdern, kommt aber oft einfach zu sehr überzogen daher. Und entwickelt sich schließlich zu einem beinahe klassischen Wer-hat-es-getan-Krimi, in dem es vor allem um die Identität des unbekannten Auftraggebers des Killers geht. Denn der Mörder selbst wird bald von den beiden Kieler Kommissaren Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) festgenommen.

Der erfolgreiche Kinoregisseur David Wnendt („Feuchtgebiete“, „Er ist wieder da“) hat diesen „Tatort“ nach einem Drehbuch von Thomas Wendrich inszeniert. Mit der unkonventioneller Machart will man wohl mehr jugendliche Zuschauer für das Format erreichen.

Von RND/Ernst Corinth

Hannover 52.375892 9.73201
Hannover
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