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16. Chemnitzer Kinderfilmfestival „Schlingel“ eröffnet - 146 Filme aus 38 Ländern

16. Chemnitzer Kinderfilmfestival „Schlingel“ eröffnet - 146 Filme aus 38 Ländern

Mit der Deutschlandpremiere des indischen Kinderfilms „Stanleys Lunchbox“ von Amole Gupte ist am Montag das „Schlingel“-Kinderfilmfestival in Chemnitz eröffnet worden.

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Zum Auftakt des 16. Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum „Schlingel“ in Chemnitz zeigt Jasper Frech im Schlingel-Kostüm alte Filmrollen.

Quelle: dpa

Chemnitz. Bei der 16. Ausgabe werden bis zum Sonntag 146 Filme aus 38 Ländern gezeigt. Davon konkurrieren 95 Beiträge um die mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Preise. Viele der internationalen Produktionen werden erstmals in Deutschland gezeigt. Weil die meisten davon noch nicht synchronisiert sind, werden Schauspieler Übersetzungen im Kino live einsprechen.

Sachsens Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) bekannte sich zum Selbstverständnis des Festivals als „Gegenpart“ zum rein kommerziellen Kino. Das vielfältige Programm trage hoffentlich dazu bei, „nicht den sogenannten Mainstream zu konsumieren, sondern auch Spaß und Interesse an außergewöhnlichen Filmen zu fördern“, sagte die Ministerin zur Eröffnung. Tatsächlich versteht sich das 1996 als „Kinderfilmschau“ gegründete Festival vor allem als Forum für unabhängige aktuelle Produktionen.

Festivaldirektor Michael Harbauer nutzte die Aufmerksamkeit zur Festivaleröffnung und beklagte eine Geringschätzung für das Genre hierzulande. „Regisseure und Produzenten in Deutschland empfinden es zumeist als Ballast, wenn sie einen solchen Film machen“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „In  Skandinavien gilt es dagegen als Auszeichnung.“ Dort und auch in Ländern wie den Niederlanden, Tschechien oder Russland würden Filme für junges Publikum als Kulturgut begriffen, während Projekte hierzulande „leider oft als rein kommerzielles Produkt“ angegangen würden.

Harbauer verlangte ein Umdenken in der Filmförderung. Zudem kritisierte er den aus seiner Sicht zu hohen Stellenwert US-amerikanischer Filme im Vergleich zu europäischen Produktionen. „Ein tschechischer Kinderfilm kann viel besser sein als das x-te Hollywood-Remake des selben Stoffes“, so Harbauer. Der aktuellen Filmauswahl der Kino-Betreiber stellt er in dieser Hinsicht ein schlechtes Zeugnis aus. „Die kulturelle Vielfalt Europas spiegelt sich jedenfalls in deutschen Kinos nicht wieder.“

Dies führe dann dazu, dass Kinderfilme jährlich gerade einmal 0,5 Prozent der deutschen Kinobesucher erreichten. „Dabei sind die Kosten etwa für die Synchronisation nicht höher als bei Filmen für Erwachsene. Aber dem Kinder-Genre werden geringere Einnahmepotenziale nachgesagt“, so Harbauer. Dies habe sehr viel damit zu tun, dass Filmvorführungen nachmittags nicht so viel Geld einspielen wie abends. Auch deshalb hält Harbauer Änderungen bei den gängigen Anfangszeiten und bisherigen Vorgaben des Jugendschutzes für angebracht. „Aus meiner Sicht sollten Filme für 11- bis 13-Jährige durchaus 18 oder 19 Uhr angesetzt werden können“, so der langjährige Festivalchef. „Selbst der KiKa sendet inzwischen bis 21 Uhr.“

Die gegenwärtige Finanzkrise in der EU macht derweil auch vor dem „Schlingel“ nicht halt. Über die Vergabe des „Europäischen Kinderfilmpreises“ werden dieses Mal nämlich nur 16 Kinder aus acht Ländern entscheiden. Eigentlich wären es noch zwei mehr: Allerdings mussten die beiden Vertreter aus Griechenland angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage ihres Landes absagen, wie es hieß.

Tino Moritz, dpa

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