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160 Rollen in knapp 50 Jahren - Donald Sutherland wird 75

160 Rollen in knapp 50 Jahren - Donald Sutherland wird 75

New York/Québéc. Es gibt nur wenige Hollywoodstars, mit denen Donald Sutherland nicht vor der Kamera stand. Marlon Brando, Charles Bronson und Rex Harrison gehören zu denen, die er überlebte, Dustin Hoffman und Morgan Freeman zu seinen Filmpartnern von heute.

Mit Jane Fonda engagierte er sich gegen den Vietnamkrieg, und mit Charlize Theron knackte er Tresore im Film „The Italian Job - Jagd auf Millionen". Mehr als 80 Filme hat der Kanadier bisher gedreht und weitere 80 Rollen im Fernsehen gespielt. Ruhestand? Von wegen. Dabei wird Donald, der Vater von Kiefer Sutherland, am 17. Juli 75 Jahre alt. Er lebt mit seiner dritten Ehefrau und Kollegin Francine Racette, der Mutter seiner drei Söhne Rossif, Angus und Roeg, im einsamen Osten der Provinz Québéc. Kiefer und seine Zwillingsschwester Rachel stammen aus einer früheren Ehe.

Erst die Technik, dann die Schauspielerei

Ursprünglich wollte der junge Donald eine Laufbahn als Ingenieur einschlagen. Doch Kritiker wurden auf ihn aufmerksam, als er während seines Studiums in Toronto an einer Studentenbühne spielte. Sie drängten ihn, die Technik an den Nagel zu hängen. Doch er hielt durch, bestand alle Prüfungen und wechselte erst dann zur Schauspielerei. Knapp fünf Jahrzehnte nach seinem Debüt in einem Gruselfilm kann sich Sutherland noch immer nicht vom Filmset trennen. Seit Eintritt ins Rentenalter wirkte er bei 25 Film- und TV-Produktionen mit, so in dem Historiendrama „Unterwegs nach Cold Mountain" und der Verfilmung des Jane-Austen-Romans „Stolz und Vorurteil" mit Keira Knightley. Seine Rolle in der Miniserie „Human Trafficking" (Menschenhandel) brachte ihm eine Emmy-Nominierung ein. Ein Oscar blieb ihm bis heute versagt. Der Kriegsfilmklassiker „Das dreckige Dutzend" war sein erster internationaler Erfolg. Den Durchbruch brachte Sutherland die Rolle des respektlosen Arztes Hawkeye Pierce in Robert Altmans Militär- Satire „M.A.S.H". Ein Jahr darauf brillierte er als Privatdetektiv in Alan J. Pakulas Psychothriller „Klute" an der Seite von Jane Fonda.

"Wenn die Gondeln Trauer tragen" schrieb Filmgeschichte

Auch mit der Rolle des um seine tote Tochter trauernden Kunstrestaurators in Nicholas Roegs subtilem Horrorfilm „Wenn die Gondeln Trauer tragen", schrieb Sutherland ein Stück Filmgeschichte. Die Bettszenen mit Julie Christie allerdings waren für ihn wohl alles andere als erotisch: „Acht Stunden lang lag ich nackt neben ihr, und die Liebesszene wollte einfach nicht gelingen", erinnert er sich. Der Zwei-Meter-Mann mit dem kinnlangen, inzwischen schlohweißen Haar gilt als einer der wandlungsfähigsten Filmstars Hollywoods. Er spielte den exzentrischen französischen Maler und Bildhauer Paul Gauguin nach dessen Rückkehr aus der Südsee („Die Augen des Wolfs", 1986), Federico Fellinis „Casanova" (1976) und den faschistischen Gutsbesitzers Attila in Bertoluccis „1900". Er arbeitete unter legendären Regisseuren wie Claude Chabrol und Louis Malle, Ken Russell und Nicholas Roeg, John Schlesinger und Werner Herzog, dessen Streifen „Schrei aus Stein" über das Duell zweier besessener Bergsteiger 1991 als einziger deutscher Beitrag auf der Biennale in Venedig zu sehen war.

Gisela Ostwald, dpa

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