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4. Paul-Fröhlich-Cup: Das Freizeit-Fußball-Turnier der Nato feiert Tore und bunte Trikots

4. Paul-Fröhlich-Cup: Das Freizeit-Fußball-Turnier der Nato feiert Tore und bunte Trikots

Leipzig. Während die FIFA über kleinste Regeländerungen Jahrzehnte in hermetischen Altmänner-Zirkeln diskutiert, handelten die Kulturmacher der Nato bei ihrem Traditionsturnier auf der Festwiese unkompliziert.

Weil die Verlierer der vier Vorgruppen gestern auch mal den Ball berühren wollten, öffneten die Veranstalter beim 4. Paul-Fröhlich-Cup (einst Nato-Cup) auf Wunsch der Teilnehmer einen Platz für den Loser-Wettbewerb. Der war in diesem Jahr nicht vorgesehen - und hatte plötzlich einen Gewinner: Der FC Robby Bubble ist Bester der Schlechtesten 2012. So geht Spaß-Fußball.

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Leipzig. Seit gut einem Vierteljahrhundert ist der naTo Cup Leipzigs schrägstes Fußball-Turnier. In den Wirren des Wendeherbstes 1989 trafen sich hier erstmals die zwar nicht besten, aber kreativsten Kicker der Messestadt zum Pullunder- und Stollenvergleich. Am Sonntag wird der seit fünf Jahren Paul-Fröhlich-Cup genannte Wettbewerb nun allerdings zum letzten Mal ausgetragen. Der Sport habe die Kreativität verdrängt, so die Begründung.

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Einmal mehr dem Loser-Cup entronnen ist das LVZ-Team FC Organ, seit gefühlten Jahrhunderten schwitzender Gast des Fröhlich-Cups und mit ebensolcher Regelmäßigkeit von der Vorrunden-Auslosung ins Prestige-Duell mit dem Stadtmagazin Kreuzer geschickt. Da die LVZ-Kicker das Seminar "Versteckte Ellenbogen-Fouls" von Christian Wörns geschwänzt hatten, mussten sie sich allein mit fußballerischen Mitteln wehren. Reichte immerhin für ein Unentschieden - und einen soliden Mittelfeldplatz in der Vorrunde.

Auf der Wiese neben den vier Kleinfeldern hätte derweil ein Hammerwerfer trainieren können. Viel Platz, vorbei die Zeiten, als bis zu 80 Teams über den Holperrasen stakten. "27 Mannschaften sind angetreten", sagte Turnierleiter Constantin Jacobi und fügte an: "Das muss ja nicht schlecht sein. Die Atmosphäre ist familiär. Und inzwischen gibt es viele Freizeit-Turniere und wir sind ja eher ein Spaß-Turnier." Womit er recht hat, bei giraffenhohen Spezial-Toren und einer Zwischenrunde mit Geschicklichkeitsspielen im Stile eines fröhlichen Kindergeburtstags.

Neu in diesem Jahr: Die Teams konnten die Spaß-Variante abwählen und auch die Zwischenrunde fußballerisch lösen. Wofür sich fast alle entschieden haben. Ist da eine Tendenz zu weniger Spaß und mehr Fußball auszumachen? Falls dem so ist, sollte der  Gewinner des Cups nicht unterschlagen werden: Das Finale gewann das Team Schweinevogel mit 2 : 0 gegen Mucona Media.

Alle Bilder zum Paul-Fröhlich-Cup finden Sie auf Leipzig:Live.

Dimo Rieß

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