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54. Leipziger DOK-Film-Festival gestartet – 341 Filme im Programm

54. Leipziger DOK-Film-Festival gestartet – 341 Filme im Programm

Die 54. Ausgabe des Internationalen Dokumentar- und Animationsfilmfestivals Leipzig spiegelt vor allem die aktuellen Veränderungen in der Welt wider. „Die Besucher können beispielsweise durch die Augen der arabischen Filmemacher miterleben, was zu den Revolutionen in Ägypten und Tunesien geführt hat“, sagte der Festivaldirektor Claas Danielsen am Montag kurz vor der Eröffnung.

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Blick in eine Vorstellung des DOK-Filmfestivals in Leipzig. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. DOK Leipzig hat bis zum 23. Oktober 341 Filme aus 47 Ländern im Programm.

Weitere Schwerpunkte seien Dokumentarfilme aus Indien und eine Retrospektive zum Jahr 1961. Unter dem Titel „Bestandsaufnahme ’61 - die Welt als sie sich teilte“ soll nicht nur der Blick auf Berlin und den Mauerbau gelegt werden. Vielmehr geht es um „tiefgreifende“ Umbrüche auf der ganzen Welt.

Vor allem die deutschen Filme des Wettbewerbs sind laut Danielsen „sehr stark und durchgängig hochkarätig“. Eröffnet werden sollte das Festival am Montagabend mit dem Dokumentarfilm „Special Flight“, in dem es um ein Schweizer Abschiebegefängnis geht.

Zur Eröffnung sollte auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann sprechen. In einer vorab verbreiteten Pressemitteilung appellierte er an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, mehr für den Dokumentarfilm zu tun. „Es geht nicht an, dass notwendige Recherchen von den Sendern oft überhaupt nicht mehr bezahlt und auf die Schultern engagierter kleiner und mittelständischer Produzenten abgewälzt werden.“ Er erwarte, dass die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen und damit ihrem besonderen kulturellen Auftrag gerecht werden.

Ein Fokus wird in diesem Jahr auf den „Arabischen Frühling“ gerichtet, eine Sonderreihe ist den „Rhythms of India“ gewidmet. Im vorigen Jahr kamen rund 35 000 Besucher zum DOK-Film-Festival.

dpa

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