Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Gute Noten für neues Ermittlerteam aus Frankfurt

ARD-Tatort Gute Noten für neues Ermittlerteam aus Frankfurt

Der neue "Tatort" aus Frankfurt hat auf Anhieb eingeschlagen: 9,89 Millionen Zuschauer verfolgten am Sonntagabend im Ersten ab 20.15 Uhr den Kriminalfall "Kälter als der Tod". Auf der "Tatort"-Facebookseite gaben die Nutzer dem Einstand überwiegend gute Noten.

Neue "Tatort"-Emittler in Frankfurt/Main: Wolfram Koch und Margarita Broich.

Quelle: dpa

Berlin. Die neuen Frankfurter „Tatort“-Kommissare hatten es bei ihrem ersten Fall mit einem dunklen Familiengeheimnis zu tun. Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) wurden an ihrem ersten Arbeitstag zu einem Dreifachmord gerufen: Familie Sanders wurde in ihrem Haus erschossen. Doch wo ist die 17 Jahre alte Tochter Jule (Charleen Deetz)? Von der Nachhilfelehrerin der Kinder, Miranda (Emily Cox), fehlt auch jede Spur.
Für die Ermittler beginnt ein spannender Wettlauf mit der Zeit, der durch familiäre Abgründe mehrerer Generationen führte. Der Frankfurter Kommissariatsleiter Hennig Riefenstahl (klasse gespielt von Roeland Wiesnekker) ist von dem neuen Duo alles andere als begeistert. Beide haben keine Erfahrung bei der Mordkommission: Brix kommt von der Sitte, und Janneke ist eine Quereinsteigerin, die zuvor die Polizei in Berlin psychologisch beraten hat. Die neuen Kommissare sind zudem nicht mehr die Jüngsten.
Riefenstahl ist aber auch sauer, weil er bei der Personalauswahl übergangen wurde. Seine Skepsis legt sich jedoch, da das Duo schnell einen ersten Ermittlungserfolg vorweisen kann und von Anfang an kollegial miteinander umgeht.
Die neuen Kommissare sind ganz anders als ihre gegensätzlichen Vorgänger - der dem Alkohol verfallene, eigenbrötlerische Frank Steier (Joachim Król) und die junge, attraktive, freche Conny Mey (Nina Kunzendorf). Brix und Janneke gehen zugewandt, freundlich und neugierig aufeinander zu. Wie sich ihr Verhältnis entwickelt, ist offen. Wie viele andere „Tatort“-Kommissare sind die beiden alleinstehend, scheinen aber keine großen privaten Probleme zu haben.
Eigenarten und Marotten haben sie aber natürlich: Brix ist ein extremer Morgenmuffel, sehr direkt und entschlossen. Er lebt bei einer alten Freundin, der französischen Gärtnerin Fanny (Zazie de Paris), zur Untermiete. Janneke ist in Frankfurt noch nicht richtig angekommen und hat einen erwachsenen Sohn im Ausland, mit dem sie sich über Internet-Bildtelefon unterhält. Sie fotografiert gerne und will in ihrer mütterlich-fürsorglichen Art sich und ihren Mitmenschen immer wieder etwas Gutes tun, am liebsten mit einer Tasse Tee oder Obst. 
Der Bezug zu Frankfurt ist eher zufällig, typische Bilder - etwa der Skyline und von Bornheim-Mitte - fehlen aber nicht. Dabei beeindruckt „Kälter als der Tod“ vor allem mit seiner Bildsprache. Regisseur Florian Schwarz und Kameramann Philipp Haberlandt setzen das Buch von Michael Proehl mit schönen, ästhetischen Bildern in Szene. Dazu kommen originelle optische Effekte und Gags: SMS-Nachrichten erscheinen als Comic-Sprechblasen, beim Telefonieren ist der Schirm mehrfach geteilt. Vorstellungen und Rückblenden mischen sich zwischen die aktuelle Handlung, die Kommissare tauchen leibhaftig in die geschilderten Szenen ein.
Die Geschichte ist trotz einiger Schwächen - warum bringen PolizistenTatverdächtige zu Hause unter? - recht spannend erzählt. Stark dabei Roman Knizka als Schwager des ermordeten Paars und Carina Wiese als seine Frau. Das preisgekrönte Erfolgsduo Proehl/Schwarz kommt mit diesem „Tatort“ aber nicht an frühere Folgen wie „Weil sie böse sind“ und „Im Schmerz geboren“ heran.
Margarita Broich (55) ist die Lebensgefährtin des ehemaligen Leipziger „Tatort“-Kommissars Martin Wuttke (53), der sich am 26. April vom Bildschirm verabschiedete. Broich sorgte während der Dreharbeiten für Diskussionen, weil sie sich in ihrer Rolle als Kommissarin zunächst Selma Jacobi nennen wollte, nach einer von den Nazis ermordeten Jüdin, für die ein Stolperstein vor Broichs Haus in Berlin in den Gehweg eingelassen worden ist. Ihr zweiter Fall mit dem Titel „Hinter dem Spiegel“ soll im September ausgestrahlt werden; der dritte wird derzeit gedreht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Schauspiel Leipzig
    Mikrologo Schauspiel Leipzig

    Theater in Leipzig: Höhepunkte, Premieren, Spielplan und Angebote der Spielzeit 2016/2017 im Schauspiel Leipzig mehr

  • Dreamhack Leipzig

    Auf der Dremhack 2017 treten die besten Computerspieler gegeneinander an. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

Leipzig gilt als der Geburtsort der modernen Psychologie. Wie früher und heute im Geist geforscht wurde ist vom 14. September bis zum 16. Dezember 2016 in der Ausstellung "Psychologie in Leipzig - Geburt einer Wissenschaft" zu sehen. Besucher können sowohl Beobachter als auch Versuchsperson sein. Unsere Schau des Monats November! mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr