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Abschied von Kurt Masur – Augustusplatz könnte umbenannt werden

Gottesdienst in der Thomaskirche Abschied von Kurt Masur – Augustusplatz könnte umbenannt werden

Mit einem Gottesdienst in der Thomaskirche verabschieden sich Angehörige von Kurt Masur und Bürger der Stadt vom ehemaligen Gewandhauskapellmeister. Stadt und Gewandhaus bereiten eine Reihe von Ehrungen für den früheren Dirigenten vor.

Herbert Blomstedt trägt sich in der Kondolenzbuch für Kurt Masur im Gewandhaus ein.
 

Quelle: Kempner

Leipzig. Leipzig nimmt am 14. Januar Abschied von Kurt Masur. Am Vormittag ist ab 11 Uhr ein Gottesdienst in der Thomaskirche vorgesehen, anschließend soll die Urne auf dem Südfriedhof beigesetzt werden.

Leipziger Bürger haben nur in der Thomaskirche die Gelegenheit, dem am 19. Dezember im Alter von 88 Jahren verstorbenen ehemaligen Gewandhauskapellmeister die letzte Ehre zu erweisen. Anschließend wolle die Familie die Urne im engsten Kreise begleiten. „Die Thomaskirche ist an diesem Tag für alle Leipziger offen“, sagte Pfarrerin Britta Taddiken. Einige der wegen Bauarbeiten auf 1100 reduzierten Plätze sind allerdings für geladene Gäste aus Kultur und Politik reserviert. Eine Videoübertragung nach außen ist laut Stadtsprecher Matthias Hasberg nicht vorgesehen.

„Die Familie wünscht sich einen Gottesdienst“, berichtete Taddiken. Details sollen besprochen werden, wenn Masurs Angehörige am kommenden Wochenende aus New York nach Leipzig zurückkehren. Fest steht schon: Musikalisch gestalten werden den Abschied der Thomanerchor und 28 Musiker des Gewandhausorchesters, unter Leitung von Interims-Thomaskantor Gotthold Schwarz. Auf dem Programm stehen der Kanon „Dona nobis pacem“ und der Lutherchoral „Verleih uns Frieden, gnädiglich“, bestätigte Gewandhaussprecher Dirk Steiner. Ob Taddiken oder Pfarrer Martin Hundertmark, ein Freund der Familie Masur, Worte an die Trauergemeinde richtet, ist noch offen.

Noch nicht endgültig getroffen ist die Entscheidung über Masurs Grabstelle. Die Stadt wolle aber, so Hasberg, der Familie einen Platz auf dem sogenannten Künstlerfeld des Südfriedhofs in der Abteilung II vorschlagen. Dort fanden bereits der ehemalige Gewandhauskapellmeister Arthur Nikisch und später auch der frühere Thomaskantor Günther Ramin ihre letzten Ruhestätten.

Das Gewandhaus wird am 14. Januar an seinem Spielplan festhalten und wie vorgesehen das Große Konzert unter Leitung von Riccardo Chailly mit Werken von Dimitri Schostakowitsch aufführen. „Im März planen wir ein Gedenkkonzert für Kurt Masur“, sagte Steiner. Inhalt und Termin seien noch offen.

Dauerhaftes Gedenken an Kurt Masur

Bis zum Tag der Beisetzung liegt im Foyer weiter das Kondolenzbuch aus. Laut Steiner haben sich darin inzwischen rund 800 Besucher auf 150 Seiten eingetragen, darunter Oberbürgermeister Burkhard Jung und Masurs Nachfolger Herbert Blomstedt. Der Schwede widmete zudem das Silvesterkonzert im Gewandhaus mit Beethovens Neunter Sinfonie seinem ehemaligen Kollegen. Die Leitung des Orchesterhauses denkt zudem über eine dauerhafte Ehrung für Masur nach. „Wir wollen einen öffentlichkeitswirksamen Raum nach ihm benennen“, kündigte Steiner an.

Auch bei der Stadtverwaltung laufen Planungen an, den Namen von Kurt Masur dauerhaft im Bild von Leipzig zu verankern. Eine Kommission werde in der nächsten Zeit über die Umbenennung einer Straße oder eines Platzes beraten, erklärte Hasberg. Konkrete Vorstellungen gebe es bei der Verwaltung noch nicht. LVZ-Leser hatten allerdings schon eine Idee: Der Augustusplatz könnte geteilt und der Bereich vor dem Gewandhaus in Kurt-Masur-Platz umbenannt werden. „Das hätte Charme“, meinte Steiner. Entscheiden muss das der Stadtrat.

Von Matthias Roth

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