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„Alfons Zitterbacke“ wird neu verfilmt – Lübbe-Nachfolger gesucht

DDR-Klassiker „Alfons Zitterbacke“ wird neu verfilmt – Lübbe-Nachfolger gesucht

Der Kinderbuchklassiker Alfons Zitterbacke wird neu verfilmt. Schon zu DDR-Zeiten kamen die Geschichten des Lausbuben auf die Leinwand: als DEFA-Spielfilm und als Fernsehserie mit Schauspiel-Intendant Enrico Lübbe in der Hauptrolle.

Schauspiel-Intendant Enrico Lübbe hat als Elfjähriger dem Kinderbuchhelden Alfons Zitterbacke ein Gesicht gegeben.

Quelle: DVD-Cover

Berlin/Leipzig. Die Lausbuben-Streiche von „Alfons Zitterbacke“ werden neu für das Kino verfilmt. Autor Mark Schlichter erhalte dafür eine Drehbuchförderung in Höhe von 30.000 Euro, teilte die Filmförderungsanstalt (FFA) am Dienstag in Berlin mit.

Zum ersten Mal war die Kindergeschichte von Schriftsteller Gerhard Holtz-Baumert im Jahr 1966 von der DEFA mit Helmut Rossmann in der Titelrolle verfilmt worden. Auch Enrico Lübbe, Intendant vom Schauspiel Leipzig, schlüpfte vor knapp 30 Jahren in die Rolle des DDR-Kinderbuchhelden. 1986 mimte der damals Elfjährige Zitterbacke in einer sechsteiligen Fernsehserie, die mittlerweile auf DVD erschienen ist.

Für den Intendanten ist die Geschichte noch immer von Bedeutung. „Es war eines meiner Lieblingsbücher, schon bevor ich die Rolle gespielt habe“, erklärt Lübbe gegenüber LVZ.de. Zwar komme es darauf an, wie das Drehbuch neu aufbereitet werde. „Doch wenn man die Geschichte von etwas Zeitkolorit befreit, handelt sie von den typischen Problemen eines Jugendlichen, die auch noch heute aktuell sind“, so Lübbe.

Der fantasievolle Alfons träumt davon, ein erfolgreicher Sportler oder Astronaut zu werden – in der Realität kämpft er unter anderem gegen den Spott seiner Mitschüler, die ihn wegen seines komischen Nachnamens hänseln. Wer die Rolle in der Neuverfilmung besetzt, steht offenbar noch nicht fest. „Ich wurde dieses Mal jedenfalls nicht gefragt“, erklärt Intendant Lübbe lachend.

Insgesamt hat die Drehbuchkommission aus 48 Anträgen ausgewählt und 240.000 Euro Förderungen vergeben. „Das ist eine Gremienentscheidung“, erklärte ein Sprecher der FFA auf Anfrage von LVZ.de. Man prüfe die wirtschaftlichen und kulturellen Erfolgschancen aller eingereichten Anträge. Mehr könne man zu aktuellen Projekten nicht sagen.

(mit dpa)

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