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Alles im LOT: Leipziger Musiker erobert die Popwelt

Chartstürmer Alles im LOT: Leipziger Musiker erobert die Popwelt

Die Songs und Videos des Leipziger Sänger LOT kreisen um das Lebensgefühl jüngerer Großstadtmenschen. Mit seinem Urban Pop ist er derzeit ziemlich erfolgreich. Dabei hilft ihm seine Wahlheimat.

Lothar Robert Hansen ist mit seiner Musik auf dem Weg nach oben.

Quelle: dpa

Leipzig. Für den Musiker Lothar Robert Hansen ist derzeit alles im Lot. Das singt er in seinem eingängigen Song „Warum soll sich das ändern“. Und das sagt er immer wieder, wenn er ziemlich entspannt über seine Musik spricht: „Alles ist gut.“ Der 30-jährige Hansen, der sich den Künstlernamen LOT gegeben hat, schickt sich gerade an, von Leipzig aus die Pop-Welt zu erobern.

Im April erschien „200 Tage“, das Debütalbum von LOT beim Indie-Label Chimperator. Die Plattenfirma verortet ihn „zwischen Rio Reiser, Udo Lindenberg, Jan Plewka und Peter Fox“. LOT selbst sagt, er mache Urban Pop. „Popmusik meint ja alles und nichts. Urban Pop bedeutet einfach, dass ich über das Stadtleben singe. Das ist mein Thema.“ Während Lindenberg von Hamburg nicht zu trennen ist und Peter Fox sich an Berlin abarbeitet, ist Leipzig die Stadt von LOT. Seit zehn Jahren ist er hier zu Hause, lebt in einer WG. „Das ganze Biografische, das Menschliche, das fügt sich hier alles“, sagt er. Die früheren Stationen seines Lebens rattert er dagegen im Stakkato herunter: „Geboren in Berlin, viel rumgezogen, in Hessen gewohnt, in Thüringen gelebt.“

Den Weg zur Musik habe ihm sein Vater geebnet. Selbst Metzger, habe dieser seine Kinder „sehr darauf getriezt“, eine klassische Musikausbildung zu absolvieren. Im Alter von sechs Jahren begann LOT Klavier zu spielen. Später studierte er Musik und Geschichte auf Lehramt. „Musik habe ich fertig gemacht, Geschichte nicht. Man könnte mich nicht in eine Schule schicken. Ich wollte das einfach nicht werden.“ Sein Fokus habe immer auf der eigenen Musik gelegen. Und wieder bringt er seine Wahlheimat, die Messestadt, ins Spiel: „Leipzig hat mich darauf gebracht, dass ich von der Musik leben kann.“ Er habe viel „rumgemuckt“, mit Bands gespielt, auf jeder Bühne dieser Stadt schon mal gestanden.

„Level zwei ist jetzt, von meiner eigenen Musik zu leben.“ „200 Tage“ laufe gut an, seine Videos kommen auf Youtube auf sechsstellige Klickzahlen. So wie die Chemnitzer Erfolgsband Kraftklub laut ausruft: „Ich will nicht nach Berlin“, so betont LOT, dass er in Leipzig genau das Umfeld habe, das er brauche. „Gerade die Abwesenheit einer starken Musikszene ist gut. Es gibt eine Musikszene, auf jeden Fall. Aber sie ist nicht so übermächtig.“

Mit seinen 30 Jahren ist LOT gar nicht mehr so jung für einen „Nachwuchskünstler“. Aber natürlich findet der relaxte Musiker das Alter „gar nicht so relevant“. Im Gegenteil - die 30 habe auch Vorteile: „Man hat schon ein bisschen was erlebt, hat was zu erzählen.“ Je länger der Mann spricht, desto deutlicher wird: Er will sich durch nichts unter Druck setzen lassen. „Charts, Top Ten - das brauche ich nicht.“ Und weiter: „Ich will nie irgendwo irgendwas spielen, wo ich nicht dahinterstehe. Ich weiß, das sagen immer alle. Und das durchzusetzen ist sehr schwer.“

Birgit Zimmermann

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