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„Ans Geldverdienen dachte ich nie“: André Streng über 20 Jahre Flowerpower

Geburtstagparty „Ans Geldverdienen dachte ich nie“: André Streng über 20 Jahre Flowerpower

Im August 1996 hat André Streng die Musikkneipe Flowerpower eröffnet. Vor der großen Party zum 20. Geburtstag, die sich am Wochenende mit Mr. Twist und Mambo Kurt auf zwei Nächte ausdehnt, erzählt der 45-Jährige vom Leben als Wirt dieser etwas anderen Kneipe.

Mambo Kurt, als Rainer Limpinsel eigentlich Arzt, zudem Autor der Biografie „Heimorgel to Hell“, im Flowerpower – wo man ihn auch zum 20. Geburtstag der Kneipe erwartet.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Musikkneipe Flowerpower ist eine Leipziger Szene-Institution. Wenn am späten Abend anderswo die Stühle hochgestellt und Lichter ausgeknipst werden, finden Nachtschwärmer hier immer noch Gleichgesinnte, um bis mindestens in den Morgen hinein zu feiern – oder jedenfalls an der Theke zu philosophieren. Hinter der steht meist, wenn auch nicht mehr jeden Abend, André Streng. Er hat das Flowerpower im August 1996 eröffnet. Vor der großen Party zum 20. Geburtstag, die sich am Wochenende auf zwei Nächte ausdehnt, erzählt der 45-Jährige vom Leben als Wirt dieser etwas anderen Kneipe.


Hätten Sie vor 20 Jahren gedacht, dass sich das Flowerpower nicht nur so lange hält, sondern darüber hinaus mit Ablegern in Magdeburg, Halle, Jena und dem seelenverwandten Leipziger Darkflower quasi zum Exportschlager wird?

Ich habe die süße Kneipe damals für mich und meine Kumpels gebastelt, und ans Geldverdienen dachte ich nie. Als nach kürzester Zeit viele Freunde auf mich zukamen mit der Bitte, auch so etwas Tolles betreiben zu können, entstand der Franchise-Gedanke. Nach zehn Eröffnungen in 20 Jahren kann ich stolz sagen: Es hat Riesenspaß gemacht, obwohl das große Geld nie dabei rumkam – es war ein Hobby und hat viele Erfahrungen für das Leipziger Flowerpower gebracht.

Wie viele Nächte die Woche hauen Sie sich selbst im Flowerpower um die Ohren?

Am Anfang sieben Nächte die Woche – das hält keiner lange durch. Dann waren es 1998 fünf Nächte in Leipzig und zwei in Dresden pro Woche – bis zum Burn Out.

Gibt es eine Kneipennacht in den 20 Jahren, die in der Erinnerung alle anderen überragt?

Jeder Flowerpower-Geburtstag war ein Highlight – zum Beispiel der fünfte, den wir in der Moritzbastei feierten.

Wenn Sie privat ausgesehen – und zwar nicht ins Flowerpower – wohin?

Das La Boum meines Bruders Daniel Weise hat es mir angetan wegen des tollen Essens und der duften Truppe. Und gastronomisch bevorzuge ich das Zum-Griechenkriechen.

Nehmen Sie dann den Absacker – wie viele Leipziger Nachtschwärmer – trotzdem wieder im Flowerpower zu sich?

Da ich auf dem Land wohne, schaffe ich es nach dem fetten Mahl selten noch in die Stadt, wenn ich frei habe.

Wieso wird Mr. Twist und Mambo Kurt die Ehre zuteil, die zweitägige Geburtstagsparty zu beschallen?

Das sind die absoluten Highlights der letzten 20 Jahre in Sachen Entertainment und Spaßmugge.

Viele Bands der Region haben über die Jahre bei euch erste Bühnenerfahrungen gesammelt. Wie schätzen Sie aus erster Hand die Leipziger Musikszene ein?

Mister Twist, ehemals Tom Twist, spielten ihre erste Mugge bei uns. Viele der mindestens 1000 Bands in 20 Jahren werden unseren kleinen Live-Club nie vergessen.

Wo sehen Sie sich und das Flowerpower im Jahr 2036 – also in weiteren 20 Jahren?

In fünf Jahren möchte ich kürzer treten dürfen.

20 Jahre Flowerpower, Freitag mit Mr. Twist, Samstag mit Mambo Kurt, jeweils ab 22 Uhr mit 200 Litern Freibier, Eintritt frei

Von Mathias Wöbking

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