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Aus Bande wird Band: Juliane Wilde und Kollegen testen Erwachsenenmusik

Aus Bande wird Band: Juliane Wilde und Kollegen testen Erwachsenenmusik

Das Urteil klingt eindeutig. "Wir wollen mehr!", fordert das Publikum am Sonntagabend in Werk 2, Halle D. Juliane Wilde und Kollegen müssen das Instrumente-Einpacken und Biertrinken also auf später verschieben.

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Als Julianes Wilde Bande haben sie viele kleine Fans. Als Juliane Wilde Band sollen nun noch ein paar große dazukommen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Erst nach fünf Zugaben geben sich die Fans endgültig zufrieden. Für ein Album mit zwei Händen voll neuer Songs ist das eine bemerkenswerte Zahl.

Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis auch der Rest der Welt diese Lieder hören kann. Die Veröffentlichung der noch namenlosen CD ist erst für diesen Oktober geplant. Bis dahin wollen Juliane Wilde, Marcus Horndt, Christian Sievert und Fabian Junk noch an den Songs feilen, die im November und Dezember 2012 entstanden. Wirklich nötig haben sie das aber eigentlich nicht. Bei der Publikumspremiere im Werk 2 klingen alle schon so perfekt, dass man sie vom Fleck weg im Tonstudio aufnehmen könnte.

Die Bande hat sich für ihr allererstes Erwachsenen-Album in eine Band verwandelt, ist dabei aber ihren musikalischen Wurzeln treu geblieben. Für "Die Grüne" (2010) und "Eine Kinderplatte" (2006) brachten Julianes Wilde Bande uralte Kinderlieder wie "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" zum Grooven und dichtete viele neue Ohrwürmer hinzu. Das gefiel nicht nur Leipziger Kindergartenkindern von Connewitz bis Gohlis, sondern auch den Machern der Zeitschrift "Eltern": "Kleine Schätze!", jubelte die Redaktion in ihrer Ausgabe vom Juni 2010.

Als Juliane Wilde Band wollen die gefragten Vier nun auch bei der Zielgruppe landen, die keine Windeln kauft. Und das könnte ihnen mit diesen Songs sehr leicht gelingen. Die neue Platte bietet wunderschönen verträumten Soul-Jazz für behagliche Weintrink-Abende bei Kerzenlicht. "Keine Lust", einer von gleich drei Titeln übers Alleinsein, handelt davon, an Momenten der Traurigkeit nicht zu verzweifeln. "Du willst mehr" ist ein kluger Song über Neid und falschen Ehrgeiz, der auch Drum'n'Bass-Fans gefallen dürfte. Getragen wird das alles von Juliane Wildes heller Soulstimme, die im Werk 2 virtuoser denn je klingt.

Trotzdem bleibt nicht zu überhören, dass die Frontfrau auch für Eltern getextet hat: In "Knospe" singt sie über den Horror, zu Hause ständig von mehreren Menschen gleichzeitig umgeben zu sein. "Genauso ist es!", möchte man ihr da am liebsten zurufen. Wer schon einmal erfolglos versucht hat, die Tür hinter sich zuzumachen, ohne dass sie ein mitteilungsbedürftiges Kind gleich wieder aufmacht, versteht sofort, warum es darüber ein Lied geben muss. Und warum man davon einfach nur mehr wollen kann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2013

Verena Lutter

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