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Ausblick auf 2014 in Sachsens Kunstmuseen – Leipzig zeigt barocken Papst-Bildhauer Bernini

Ausblick auf 2014 in Sachsens Kunstmuseen – Leipzig zeigt barocken Papst-Bildhauer Bernini

Zwischen Rembrandt und K.O. Götz, Pieter Bruegel und Joseph Beuys, Renaissance und Moderne bewegt sich das Ausstellungsjahr 2014 in Sachsens Kunstmuseen. Mehr als 25 Präsentationen geben im Museum der bildenden Künste zu Leipzig (MdbK) sowie in den Kunstsammlungen Chemnitz und Dresdens Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) nicht nur Einblick in die Bestände.

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Außenansicht des Leipziger Bildermuseums.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Dresden/Chemnitz/Leipzig. Leipzig und Dresden feiern ihre vor 250 Jahren gegründeten Kunstakademien, Chemnitz präsentiert Joseph Beuys und Karl Otto Götz. Die SKD schauen neben der Kunst voller Erwartung auf eine Analyse ihrer Forschungsleistungen, wie Generaldirektor Martin Fischer sagte.

Nach dem „Ausnahmejahr“ 2013 mit zwei Museumseröffnungen sowie Schauen mit neuen Werken von Georg Baselitz und Gerhard Richter schöpfen die SKD 2014 vor allem aus ihrem reichen Bestand. Zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs zeigt die Galerie Neue Meister ihr berühmtes Triptychon „Der Krieg“ von Otto Dix (1891-1969) - mit Vorstudien und Zeichnungen aus Dix’ Zeit an der Front. Experten stellen „spannende Ergebnisse“ ihrer Analyse zum Entstehungsprozess des Monumentalwerks vor, das zu den herausragenden Bildern deutscher realistischer Malerei im 20. Jahrhundert gehört.

Reiseeindrücke von Max Slevogt (1868-1932) und Paul Klee (1879-1940) vereint die Ausstellung „Nach Ägypten!“. Die 1914 und 1928/1929 entstandenen Bilder sind erstmals zusammen zu sehen - gemeinsam mit Arbeiten der Künstler auf Papier, Fotografien und Dokumenten sowie Zeugnissen altägyptischer Kunst. Das Dresdner Kupferstich-Kabinett präsentiert erstmals  mit Hilfe des Bundes erworbene Arbeiten von Gerhard Altenbourg (1926-1989).

Die Gemäldegalerie Alte Meister gibt mit rund 100 Glanzstücken, darunter Gemälde von Tizian, Velázquez, van Dyck, Rembrandt, Watteau und Canaletto, ein Gastspiel in München. Eine Auswahl der Dresdner Caspar David Friedrich-Sammlung, einer der weltweit größten, komplettiert eine gemeinsam mit dem Nationalmuseum Oslo kuratierte Ausstellung romantischer Landschaften, die 2015 dann auch an die Elbe kommt.

Von Bruegel über Beuys bis Götz spannt sich der Bogen in den Chemnitzer Kunstsammlungen, die 2013 mit Neo Rauch/Rosa Loy, Edvard Munch und Allen Jones Furore machten. Im Frühjahr wird der Maler Karl Otto Götz zum 100. Geburtstag mit einer Sonderschau gewürdigt, in der die 148 Werke aus dem Bestand gezeigt werden. Götz, einer der wichtigsten Vertreter des Informel in Deutschland, ist durch seine aus der Nähe stammende Frau eng mit Chemnitz verbunden.

Eine Premiere in Deutschland ist eine Ausstellung mit dem gesamten druckgrafischen Werk von Pieter Bruegel dem Älteren und dessen Federzeichnung „Die Imker“, eine der wertvollsten Zeichnungen abendländischer Kunst. Bei internationalen Bruegel-Konferenzen in Chemnitz und Dresden soll auch über den aktuellen Stand der Forschung zu dem Künstler des 16. Jahrhunderts diskutiert werden.

Im Sommer planen die Chemnitzer dann die nach langer Zeit erste museale Einzelpräsentation des Werkes von Joseph Beuys in Ostdeutschland. Sie soll rund 100 Arbeiten einer Privatsammlung vorstellen, die die Entwicklung des zeichnerischen Oeuvres von 1941 bis 1985 nachvollziehbar machen. Darüber stellt das Museum das Werk der deutsch-lettischen Malerin und Bildweberin Ida Kerkovious (1879-1970) vor. Sie gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts; neben Gabriele Münter, Käthe Kollwitz oder Paula Modersohn-Becker.

Mit mehr als 200 Zeichnungen aus dem Bestand porträtiert das  Museum der bildenden Künste Leipzig den „Erfinder des barocken Rom“, Gian Lorenzo Bernini (1598-1680). Seltene Leihgaben aus Rom, dem Vatikan und Wien sollen Berninis schöpferische Prozesse illustrieren. Der Bildhauer, Architekt und Maler arbeitete für acht Päpste und schuf auch den Petersplatz und das Hochaltar-Ziborium im Petersdom. Nach dem eher schwächeren Besucherjahr 2013 hofft das Museum nach Angaben eines Sprechers nun auf ein erfolgreiches zehntes Jahr im Neubau.

dpa

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