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Benefiz-Konzert für Flüchtlinge in Leipzig

Verdi-Requiem in Peterskirche Benefiz-Konzert für Flüchtlinge in Leipzig

Die Philharmonie Leipzig will der vielen Menschen gedenken, die bei der Flucht vor Krieg und Verfolgung ums Leben kamen: Am 7. November gibt es ein Konzert in der Peterskirche mit namhaften Solisten, Schirmherr ist Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel. Die Einnahmen des Konzerts gehen an zwei Einrichtungen, die sich für Flüchtlinge stark machen.

Wollen erinnern und helfen: Michael Köhler, Sebastian Krumbiegel und Holger Engelhardt (v. l.).

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Das Bild sitzt im Kopf wie kein zweites: der tote Dreijährige, der die Verzweiflungsreise über das Mittelmeer nicht überlebte. „Ein Foto, um die Welt zum Schweigen zu bringen“, kommentierte die italienische Zeitung La Repubblica. Dieses Bild gehört zu einigen anderen, die am 7. November in der Peterskirche an die Wand projiziert werden, bevor eine musikalische Entsprechung folgt. Die Philharmonie Leipzig gedenkt mit Verdis Totenmesse der vielen Tausenden, die auf ihrer Flucht vor Krieg und Unterdrückung gestorben sind – und spendet den kompletten Erlös.

„Uns bewegt das Thema seit langem“, erzählt Konzertmeister Holger Engelhardt, „und das Requiem Verdis ist ein würdiges Werk, um an diese furchtbaren Schicksale zu erinnern.“ Für das Projekt gewannen Engelhardt und Chefdirigent Michael Köhler international renommierte Solisten: die spanische Sopranistin Laura Alonso, die preisgekrönte Leipziger Mezzosopranistin Henriette Reinhold, den mexikanischen Bass Pablo Atahualpa und Tenor Sergi Carreras, Neffe von Jose Carreras. Außerdem wirken der Philharmonische Chor Leipzig und die Robert-Franz-Singakademie Halle mit.

 

Gespendet werden die Einnahmen zu je 50 Prozent an die Ökumenische Flüchtlingshilfe Leipzig und den Flüchtlingsrat Leipzig. Dessen Chefin Sonja Brogiato imponiert diese Initiative, generell findet sie die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung fantastisch. „Die Flüchtlinge kommen bei uns seelisch und körperlich völlig entkräftet an, teilweise ohne Schuhe oder warme Kleidung“, berichtet sie. Wie groß die Unterstützung auch von hiesigen Unternehmen ist, davon erzählt Flüchtlingsrat-Mitarbeiter Christoph Graebel. Nach dem Großeinkauf in einem schwedischen Möbelhaus für die Einrichtung von Unterkünften legte die Firma weitere Utensilien im Wert von 2000 Euro drauf. Eine Region positioniert sich im kleinen wie im größeren Stil.

 

„Wir können uns vorstellen, dass diesem Konzert weitere Benefiz-Auftritte folgen werden“, stellt Konzertmeister Engelhardt in Aussicht. Für 2016 sei zudem geplant, Geflüchtete in einem Chor zu integrieren.

Verdi Requiem am 7. November in Leipzigs Peterskirche, Beginn ist um 20 Uhr. Karten zwischen 25 und 39 Euro gibt es an allen bekannten Verkaufsstellen. Wer darüber hinaus helfen will, kann unter dem Betreff „Gedenken und Helfen“ spenden an: Kammerphilharmonie Leipzig e.V., IBAN: DE80 1203 0000 1020 155 162; BIC: BYLADEM1001.

Von Mark Daniel

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