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„Berge sind keine Turngeräte" - Everest-Legende Peter Habeler kommt nach Leipzig

„Berge sind keine Turngeräte" - Everest-Legende Peter Habeler kommt nach Leipzig

Gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Reinhold Messner hat er als erster Mensch der Welt den höchsten Berg auf dem Globus, den Mount Everest (8850 Meter), ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen: Peter Habeler.

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Der Mount Everest ist zurück im Asisi Panometer in Leipzig.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Spätestens seit jenem 8. Mai vor 35 Jahren ist er ebenso wie sein Seilgefährte eine lebende Legende. Am Mittwoch ist Habeler anlässlich des 60. Jahrestags der Everest-Erstbesteigung durch Tenzing Norgay und Edmund Hillary im Panometer zu Gast, das sein Zehnjähriges mit einer Festwoche begeht. Vorab äußert sich der 70-Jährige im LVZ-Interview über seinen Vortrag, Ethik in den Bergen und mehr.

LVZ:

Es heißt, Sie haben für Ihren Leipzig-Vortrag sogar die Einladung zu den offiziellen Feierlichkeiten nächste Woche in Nepal mit der Crème de la Crème der weltweiten Bergsteigerszene sausen lassen?

Peter Habeler:

Ja, das stimmt. Das wird dort sicher eine schöne Sache, aber es tut mir nicht leid. Ich freue mich sehr auf Leipzig.

Warum?

Schon bei meinem Besuch vor etwa drei Jahren hat es mir hier sehr viel Spaß gemacht. Wie man sowieso sagen muss, dass die Sachsen ein äußerst berginteressiertes Völkchen sind. Ebenso habe ich mich in Dresden und Plauen sowie im thüringischen Erfurt und Greiz sehr wohl gefühlt, kenne die Region sehr gut. Es gibt in meiner Gegend rings ums Zillertal ja auch einige der Hütten sächsischer Alpenvereins-Sektionen. Die Leute hier können mit dem Bergsteigen einfach was anfangen, sind nicht so überheblich wie anderswo. Das imponiert mir.

Wie meinen Sie das?

Es braucht Leute, die Berge besteigen, aber sie so belassen – wie im Elbsandsteingebirge. Diese Ethik gibt es leider in unseren Bergen nicht mehr.

Kennen Sie das Everest-Panorama im Panometer schon?

Nein, ich kenne zwar das Panometer mit einem anderen Panorama, aber die sicher spektakuläre Bergkulisse darin nicht. Darauf freue ich mich schon.

Werden Sie am Mittwoch nur über Ihre Everest-Besteigung 1978 sprechen?

Nein, es wird auch einiges vom Aufwachsen dabei sein, wie alles begonnen hat – und wie ich Reinhold Messner kennenlernte.

Apropos Messner. Vielleicht noch ein Wort zu ihm?

Ich hatte einfach die Möglichkeit, mit dem besten Bergsteiger dieser Zeit unterwegs zu sein. Mit einem kleinen beweglichen Team, nicht mit großer Mannschaft. Dafür bin ich schon dankbar. Wir stehen nach wie vor regelmäßig in Kontakt.

Sie sagen, das Ziel ist der Gipfel …

Genau, im Gegensatz zum Wanderer, für den ja oft der Weg das Ziel ist. Grundsätzlich sind wir von den Bergen nur geduldet. Man muss sich in die Natur einfügen. Für mich ist ein Gipfel immer ein Freund – auch wenn wir oft umdrehen mussten. Und Fakt ist: Berge sind keine Turngeräte.

Jubiläumswoche im Asisi-Panometer

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Der Mount Everest kehrt zurück ins Asisi-Panometer in Leipzig. Ab Samstag ist die 360-Grad-Schau wieder geöffnet.

Quelle: Dirk Knofe

Anlässlich des 60. Jahrestags der Erstbeststeigung des Mount Everest und dem 10-jährigen Jubiläum des Leipziger Panometers veranstaltet das Haus eine Festwoche mit Vorträgen und Diskussionsrunden. Höhepunkt ist der Everest-Vortrag von Peter Habeler am 29. Mai, der gemeinsam mit Reinhold Messner der erste Mensch war, der ohne Zusatzsauerstoff den höchsten Punkt der Erde erreichte. Am 1. Juni gibt Ivo Meier, der 74 Alpen-Viertausender in 35 Tagen bestieg, einen Einblick in die Bergsteigerseele. Zu beiden Vorträgen verlost die Leipziger Volkszeitung jeweils 3x2 Freikarten.

Tickets gibt es in der LVZ-Geschäftsstelle, Peterssteinweg, und im LVZ-Media-Store (Höfe am Brühl) und im Panometer. Die Besichtigung ist vor den Vorträgen enthalten.

Interview: Martin Pelzl

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