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Besucherschwund und Sparzwang am Leipzig Centraltheater - Spielplan wird ausgedünnt

Besucherschwund und Sparzwang am Leipzig Centraltheater - Spielplan wird ausgedünnt

Das Leipziger Centraltheater steckt in einem Strudel aus Sparzwängen und Besucherschwund. „Wir wissen, dass wir mit unserer finanziellen Ausstattung wirklich nicht mehr gut arbeiten können“, sagte Intendant Sebastian Hartmann am Donnerstag.

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Sebastian Hartmann, Intendant des Leipziger Centraltheaters.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die knappen Finanzmittel schlügen sich in einem ausgedünnten Spielplan 2011/12 nieder. Gleichzeitig muss Hartmann einen dramatischen Rückgang der Besucherzahlen hinnehmen. Er rechnet für die laufende Saison mit nur noch 76.200 Besuchern - ein Minus von elf Prozent.

Es sei „trockene Realität“, „dass Leipzig ein sehr großes Problem im Theater hat“, sagte Hartmann. Er war vor drei Jahren als Intendant angetreten, um die Bühne als Stadttheater breit in der Bevölkerung zu verankern und benannte das Schauspielhaus in Centraltheater um. Jetzt konstatierte er: „Die Ernüchterung haben Sie in Zahlen vor sich.“ Er glaube aber nicht, dass man die Entwicklung an ihm als Intendanten festmachen könne. Vielmehr lähme die „eklatante Nicht-Ausstattung dieses Theaters“ alle Bemühungen. Außerdem sei die Messestadt sowieso ein schwieriges Pflaster: „Leipzig ist keine theaterbegeisterte Stadt.“

Hartmann sagte, er habe in der zu Ende gehenden Spielzeit 500.000 Euro eingespart. Jetzt stünde erneut eine halbe Million Euro weniger zur Verfügung, unter anderem wegen der vom Freistaat veränderten Kulturraumförderung. „Wir müssen im künstlerischen Bereich sparen“, sagte der Intendant. So könne es sich das Centraltheater in der neuen Saison nicht leisten, ein neues Weihnachtsmärchen zu inszenieren. „Dornröschen“ wird deshalb wieder aufgenommen.

Die Premieren reichen von Klassikern wie Shakespeares „Was ihr wollt“ über Kleists „Penthesilea“ bis hin zum Falladas „Der Trinker“, bei dem Hartmann Regie führen wird. Auch eine von den Zuschauern goutierte Tradition wird weitergeführt: Rainald Grebe hat wie in den Vorjahren „Ein schönes neues Projekt“ angekündigt.

dpa

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