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Buchhändler wollen mehr lesebegeisterte Jungen

Buchhändler wollen mehr lesebegeisterte Jungen

Mehr lesebegeisterte Jungen und Männer könnten aus Sicht von Verlagen und Buchhändlern das stagnierende Geschäft mit dem gedruckten Wort ankurbeln. "Bislang schaffen wir es nicht, Jungs ab dem Alter von 14 für das Lesen zu begeistern.

Magdeburg. Das ist ein Punkt, an dem wir ansetzen müssen", sagte der Vorsitzende des Landesverbands des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Helmut Stadeler, am Donnerstag in Magdeburg. Es kauften deutlich mehr Frauen Belletristik als Männer, die widmeten sich oft nur Sachbüchern, die sie für ihr berufliches Fortkommen bräuchten.

Stadeler regte an, auch mit Hilfe des Fernsehens für das Lesen zu werben. Wenn begabte Sänger, Tänzer und Köche gesucht würden, warum nicht auch besonders gute Vorleser oder Gedichteschreiber? Eine wichtige Rolle spielten heute die kleinen, inhabergeführten Buchhandlungen. "Sie begreifen sich oft als kulturelles Zentrum, bieten Lesungen an, leisten einen Riesen-Beitrag zur Leseförderung mit Lesewettbewerben."

Die Verlage und Buchhandlungen müssen laut Stadeler, der selbst Verleger ist, vor allem auf hochwertige Produkte zu einem angemessenen Preis setzen angesichts der "Flut von billigen Papierbüchern". Die Menschen wären durchaus bereit, für einen schönen Bildband 35 oder 40 Euro zu bezahlen.

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Verlage seit 1989 von 4 auf derzeit 46 gestiegen. Die Zahl der Buchhandlungen ging von 1989 bis 2009 von 185 auf 151 zurück, wie der Landesverband Sachsen, Sachsen- Anhalt, Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels weiter mitteilte.

Das Buch an sich sieht Stadeler weder durch das Internet noch durch die neuen elektronischen Bücher gefährdet. "Das E-Book wird eine Ergänzung sein, rein praktisch etwa für die Arbeit an der Universität." Ein Buch in der Hand zu halten und zum Spaß zu lesen, werde seinen Reiz behalten. "Es wird bleiben, dass man eine Bibliothek zu Hause haben will, wenn man einen bestimmten Bildungsstand hat." Das Lesen gehöre nach wie vor zu den zehn Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen.

dpa

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