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Bühnenjubiläum: 30 Jahre Manni

Leipziger Kabarett Sanftwut Bühnenjubiläum: 30 Jahre Manni

Sanftwut-Kabarettist Thomas Störel feiert runden Bühnengeburtstag mit seinem Soloprogramm „Quietschvergnügt – Mannis Sternstunden“ vor ausverkauften Reihen.

Seit 30 Jahren steht er als Manni auf der Bühne: Der Leipziger Sanftwut-Kabarettist Thomas Störel.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Als er in seiner typischen rosa Jogginghose und dem weiß-rot gestreiften Bademantel die Bühne des Kabaretts Sanftwut betritt, hat er das Publikum sofort auf seiner Seite. Man merkt: Hier sitzen echte Fans im Zuschauerraum und die sind ab der ersten Minute Feuer und Flamme. Vor ausverkauftem Haus feierte Thomas Störel als Manni am Sonntagabend sein 30-jähriges Bühnenjubiläum mit dem Solo-Programm „Quietschvergnügt – Mannis Sternstunden“.

Gute Laune beim Publikum

Stimmt Manni sein Monilied über seine Herzdame an – 28 Jahre sind die beiden verheiratet, glücklich in ihrer Plattenbauwohnung – oder philosophiert er mit den Zuschauern über die Kosenamen im ehelichen Miteinander, immer ist das Publikum bei ihm. Die Stimmung ist so ausgelassen, selbst wenn man Zwischenrufe aus den vorderen Reihen weiter hinten nicht versteht, gelacht wird trotzdem aus vollem Halse.

Von Politik bis Kultur

Jeder bekommt sein Fett weg, ob die liebe Moni – übrigens abwesend, sie ist sechs Wochen auf Kur – und ihre Einparkkünste, Ursula von der Leyen und ihr politischer Werdegang, die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, Volkswagen und sein Abgasskandal oder Frauke Petry und die Alternative für Deutschland. Dazwischen immer mal wieder eine kleine „Kulturdusche“, wie Manni es nennt. Virtuos spielt er Bach oder Beethoven auf dem Klavier. Oder interpretiert die deutsche Nationalhymne neu, im Sinne der Integration mit orientalischen und asiatischen Einschlägen.

Musikalische Untermalung

Besonders herhalten müssen Angela Merkel und die CDU. So sinniert Manni in seinen Stücken „Merkelentführung I und II“ über die Freude der politischen Gegner, als die Bundeskanzlerin entführt und an ein Windrad in der Uckermark gebunden wird. Aber Manni wäre nicht Manni, wenn er dies alles nicht mit einer gehörigen Portion Liebenswürdigkeit tun würde. Untermalt wird sein Best Of von musikalischen Stücken am Klavier, Akkordeon oder auf der Zither. Auch mit einer Mundharmonika und einem Staubsauger lässt es sich hervorragend musizieren.

Geballte Unterhaltung

Nach rund zwei Stunden geballter Manni-Show kommt der Abend langsam zu seinem Höhepunkt. Die Luft im Kabarett Sanftwut ist zum Schneiden, die vier Buchstaben schmerzen vom langen Sitzen – da wünscht man sich die dritte Arschbacke, die Manni in seinem Stück „Sitzfleisch“ besingt. Aber die Stimmung ist bis zum Ende gut – Zugaben werden gefordert und gegeben. Am Ende: Blumen und Glückwünsche für einen sichtlich gerührten Thomas Störel und seinen Manni für 30 Jahre Kabarett im Sanftwut.

Von Tatjana Kulpa

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