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Centraltheater inszeniert Schillers „Räuber“ und Bronnens „Vatermord“ als Doppelprojekt

Centraltheater inszeniert Schillers „Räuber“ und Bronnens „Vatermord“ als Doppelprojekt

Zwischen Friedrich Schillers „Die Räuber“ und Arnolt Bronnens „Vatermord“ liegen 140 Jahre, jedoch keine Welten, legen sie doch den Finger in ein und dieselbe Wunde  – die Wunde, die entsteht, wenn Söhne gegen die Generation der Väter aufbegehren.

Leipzig. Das Centraltheater Leipzig bringt zur Spielzeiteröffnung beide Dramen als Doppelprojekt auf die Bühne in der Bosestraße.

Schillers „Die Räuber“ sorgte bereits zur Uraufführung 1782 für einen Eklat. Die Figur des Karl Moor gilt bis heute als exemplarisch für den Aufstand der Jugend gegen aufgezwungene Obrigkeiten. Auch das Centraltheater setzt auf jugendlichen Freigeist und hat die Leipziger „Räuber-Inszenierung in die Hände des noch nicht 30-jährigen Regisseurs Martin Laberenz gelegt. Es spielen Manolo Bertling, Maximilian Brauer, Artemis Chalkidou, Marina Frenk, Andreas Keller, Peter René Lüdicke, Holger Stockhaus.

Ebenfalls zum Skandal geriet 1922 in Frankfurt die Uraufführung von „Vatermord“. Der österreichische Schriftsteller, Regisseur und spätere Brecht-Freund Arnolt Bronnen (eigentlich Arnold Bronner) schockte das Theaterpublikum mit einem Stück voller Gewalt, Demütigung und Inzest, das schließlich im titelgebenden Mord des Gymnasiasten Walter an seinem dominanten Vater gipfelt. Regie der Leipziger Inszenierung führt Robert Borgmann. Es spielen mit Günther Harder, Marek Harloff, Okka Hungerbühler, Janine Kreß, Thomas Lawinky, Frank Raschke, Lenja Raschke, Berndt Stübner.

Beide Inszenierungen werden einzeln gespielt. An ausgewählten Terminen gibt es aber auch vergünstigte Kombitickets, mit denen beide Aufführungen hintereinander besucht werden können. So zum Beispiel zur Premiere am 16. September sowie am 18. September.

Alle Aufführungstermine

„Die Räuber“: 16.9. (Premiere), 18.9. je 18 Uhr; 23.9., 3.10., 29.10. je 19.30 Uhr im Centraltheater

„Vatermord“: 16.9. (Premiere), 18.9., je 21 Uhr; 26.9., 1.10., 31.10. je 19.30 Uhr im Centraltheater (Hinterbühne)

Annett Riedel

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