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Das ZDF zeigt die politische Teeniekomödie "Leroy"

Das ZDF zeigt die politische Teeniekomödie "Leroy"

Leroy ist 17 Jahre, deutsch - und schwarz. Das einzig "coole" an dem Cello spielenden Berliner Musterschüler ist sein Afro. Als sich ausgerechnet die süße Eva in ihn verguckt, wird es kompliziert.

Evas glatzköpfigen Brüder sind mit dem neuen Freund gar nicht einverstanden. Das ZDF zeigt Armin Völckers mehrfach preisgekrönten Film "Leroy" am Mittwoch um 23.15 Uhr.

Der Regie-Debütant Völckers sieht kein Problem darin, über politische „Unkorrektheiten" lachen zu lassen. So wenn sich der afrodeutsche Titelheld - superbrav, wohlerzogen, einer, der lieber Cello spielt statt Hip-Hop zu hören - sich ausgerechnet in die Tochter eines hyperrechten Reaktionärs verliebt. Aber deren Nazi- Brüdern zeigt er erstmal, was rassistisch ist. Und man kommt aus dem Kichern kaum heraus, wenn sich diese Brüder immer wieder eins aufs Maul geben, um sich zu „richtigen" Männern zu erziehen.

Suche nach der eigenen Identität

„Leroy", mit dem 18-jährigen Alain Morel in der Hauptrolle, eröffnet eine neue sechsteilige Staffel der Reihe „Gefühlsecht" innerhalb der ZDF-Reihe „Das kleine Fernsehspiel", die sich schon im letzten Jahr mit einigem Quotenerfolg etablieren konnte und im nächsten Herbst fortgesetzt werden soll. Diesmal lautet das übergeordnete Thema: die Suche nach der eigenen Identität. Aber: „Es ist nun nicht so, dass wir auf das jeweilige Thema hin Filme gezielt produzieren können", sagt Claudia Tronnier, die Leiterin des Kleinen Fernsehspiels. Nicht ohne Stolz kann sie notieren, wie sehr sich die früher als „Experimentierstätte für Zuschauer mit Schlafstörungen" belächelten Filme aus ihrer Reihe bewähren.

Erstaustrahlung im Sommer

Wiederholt rückten schon Filme wie „Bin ich sexy?" oder „Die Könige der Nutzholzgewinnung" in die Prime-Time vor. Und im letzten Jahr brachte es dort der „Gefühlsecht"-Film „Was wenn der Tod uns scheidet" auf einen respektablen Zehn-Prozent-Marktanteil. Claudia Tronnier: „Dass wir mit den „Gefühlsecht"-Erstsendungen im Sommer kommen, wo die meisten nur mit Wiederholungen glänzen, trägt natürlich zum Erfolg bei." Auch der sechste und letzte Film der Staffel, die Gaunerkomödie „So glücklich war ich noch nie" (2. August) - mit Devid Striesow in der Felix-Krull-verdächtigen Rolle eines pfiffigen Hochstaplers - wird als „Fernsehfilm der Woche" um 20.15 Uhr gesendet. Das hätte man dem ähnlich witzigen und gelungenen „Leroy" gleichfalls gegönnt.

Ungewolte Assoziationen

Sonst noch zu sehen: die Dreiecksgeschichte „Tangerine" (19. Juli) über die Freundschaft einer Marokkanerin zu einem deutschen Ehepaar, „10 Sekunden" (21. Juli) über ein dramatisches Flugzeugunglück, „Wie Matrosen" (26. Juli) über die Beziehung eines abgehalfterten DJ's zu einer blutjungen Kanadierin sowie „Die Tränen meiner Mutter" (28. Juli) über eine skurrile Berliner Wohngemeinschaft. Vielleicht problematisch ist der Reihentitel „Gefühlsecht", der ungewollt eine Kondom-Assoziation auslösen kann. Claudia Tronnier: „Da werden wir uns wohl wirklich noch etwas Zwingenderes einfallen lassen müssen, das besser zum jeweiligen Thema passt und nicht so polarisiert."

dpa

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