Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Del Toro: Hollywood jubelt Jungstars zu schnell hoch

Del Toro: Hollywood jubelt Jungstars zu schnell hoch

Hollywood jubelt Jungstars in den Augen von Oscarpreisträger Benicio del Toro („Traffic“) zu schnell hoch und lässt sie dann häufig fallen. Das habe er in jungen Jahren selbst erfahren, als er sich schon als Star gefühlt habe, dann aber kaum Rollen bekam und Geldprobleme hatte, sagte der 42-jährige del Toro im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

Berlin. Vom 11. Februar an ist er als „Wolfman“ in den deutschen Kinos zu sehen.

Nach einer Nebenrolle im James-Bond „Lizenz zum Töten“ (1989) hätten ihm Filmschaffende gesagt, „da kann nichts schiefgehen, deine Karriere geht ab jetzt steil bergauf!“ Das habe er geglaubt - tatsächlich aber lange keine guten Jobs mehr bekommen. „Es macht mir Angst, was Hollywood dir so alles einreden kann - obwohl es gar nicht stimmt“, sagte der Schauspieler aus Puerto Rico.

Nach seinem James-Bond-Part habe er sich für ein Drittel seiner hohen Gage ein teures expressionistisches Bild gekauft. Das habe er wenig später bereut. Aus Geldmangel habe er es zum Weiterverkauf wieder eingepackt. „Am Ende habe ich es doch behalten, aber ich war immer wieder kurz davor, es zu verkaufen.“ Als sich der Erfolg Jahre später einstellte, sei er nüchterner gewesen und habe die Jubel-Arien von Hollywood nicht ernst genommen. Das sei eine gute Einstellung gewesen, um auf dem Boden zu bleiben, sagte er.

Erfolge feierte del Toro 1995 mit einer Nebenrolle in „Die üblichen Verdächtigen“ und 1998 in „Fear and Loathing in Las Vegas“. Für „Traffic“ (2000) bekam er einen Oscar. Unlängst war er als „Che“ zu sehen.

Del Toro spielt in dem Horrorfilm „Wolfman“ einen britischen Landadligen, der sich in einen Werwolf verwandelt. Er selbst habe das Projekt initiiert und rasch Produzenten dafür gefunden. „Ich habe mich also gewissermaßen selbst gecastet“, scherzte er. Er sei immer ein großer Fan von Horrorfilmen gewesen, etwa „Frankenstein“. Mit zehn Jahren habe er Bela Lugosi als „Dracula“ (1931) gesehen und vor lauter Schrecken das Zimmer verlassen müssen. „Das war schrecklich, aber großartig schrecklich."

Wolf von Dewitz, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Leipziger Opernball 2017

    Schwungvoll im Dreivierteltakt: Der Leipziger Opernball „Moskauer Nächte“ lädt am 4. November aufs Parkett. Hier finden Sie Infos und Fotos zum Event. mehr

  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

"Stasi – Macht und Banalität": Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" gibt Einblicke in den SED-Überwachungsstaat. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr