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Der Autor als Rockstar: Sebastian Fitzek mit Band im ausverkauften Haus Auensee

Multimediale Lesung Der Autor als Rockstar: Sebastian Fitzek mit Band im ausverkauften Haus Auensee

Am Donnerstag hat Kult-Autor Sebastian Fitzek im Haus Auensee aus seinem neuen Psychothriller „Das Paket“ vorgelesen – ein multimediales Spektakel samt Live-Band vor 1400 Fans.

Bestseller-Autor Sebastian Fitzek, 45, im Haus Auensee.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Schlange scheint unendlich. Die Plätze sind schnell voll, die Veranstaltung ausverkauft. Es ist, als würde hier ein Rockstar auftreten. So ganz falsch ist das nicht.

Am Donnerstag hat Kult-Autor Sebastian Fitzek im Haus Auensee aus seinem neuen Psychothriller „Das Paket“ vorgelesen. Das Buch stieg nach dem Erscheinen vor zwei Wochen auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste. Wenn Publikumsmagnet Fitzek auf Lesereise geht, liest er nicht einfach nur: Er veranstaltet ein multimediales Spektakel samt Live-Band, Buffer Underrun heißt sie. In Leipzig hat er ein heterogenes Publikum vor sich, von jung bis hin zum frühen Rentenalter – Fitzek selbst wirft die Zahl 1400 in den Raum. Er freut sich, dass es so viele gibt, die sagen „Mord, Blut und Totschlag, das ist mein Hobby“.

Mit der Tour zu „Das Paket“ feiert er nicht nur seinen Roman, sondern auch sein Zehnjähriges als Autor. Fitzek zeigt sich als Entertainer, und von Anfang an wird viel gelacht. Eine Zuschauerin darf den Vorhang zum Fallen bringen. Dahinter taucht die dreiköpfige Band auf, die mit Schlagzeug, Synthesizer, Gitarre und Saxophon einen eigens komponierten, sehr gelungenen elektronischen Soundtrack spielt. Hinter den Musikern flirren Bilder über die Leinwand. Das Event ist bis auf die Minute perfekt durchgeplant. Der Autor präsentiert sich selbstironisch, zeigt private Fotos und erzählt aus seiner Kindheit, die, im Gegensatz zu der von „Das Paket“-Protagonistin Emma Stein, nicht traumatisch war.

„Who the fuck is Fitzek?“

Schon taucht eine Illustration auf, die zwischen Kinderzimmer und Edgar Allen Poe schwebt, und Fitzek beginnt eine Sequenz über Emmas Kindertage zu lesen. Das Publikum sitzt gespannt und still auf den Stühlen. Jedes Geräusch ist vertont, bis hin zu einer rollenden Flasche, die im Text vorkommt. Nebelschwaden ziehen über die Bühne. Fitzek weiß, einen Spannungsbogen aufzubauen, und ist ein routinierter Vorleser. Schon kurz darauf zeigt er wieder seine Unterhaltungsqualitäten, erzählt, wo er seine Inspiration herholt, bindet seine Fans direkt ein. Ob nun Steffie aus Berlin während der Show auf ein Paket aufpasst oder die Zuschauer zur Melodie von Smokie mit ihm „Fitzek? Who the fuck is Fitzek?“ („Wer zur Hölle ist Fitzek?“) singen.

Zwischen den Leseauszügen über die nun erwachsene Emma, der in einem Hotelzimmer Schreckliches passiert und die ein halbes Jahr später ein mysteriöses Paket empfängt, wird ein witziges Filmchen abgespielt. Crew-Mitglied Megow, der als Running Gag immer wieder optisch mit Mark Forster verglichen wird, fragt Passanten, ob sie Fitzek auf einem Bild erkennen. Am Ende darf Steffi aus Berlin das Paket öffnen, dessen Inhalt sich als erfreulich erweist, und nach einem letzten „Who the fuck is Fitzek“ und der Möglichkeit, das Buch signieren zu lassen, entschwindet das Publikum in die Nacht. Sehr gute Unterhaltung, ja. Vor allem jedoch: geniales Marketing.

Von Miriam Heinbuch

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