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Der Enkel des Stadtmalers

Der Enkel des Stadtmalers

Zwar tritt Ernst nicht mehr oft vor die Kamera und ist "Horst" mit mittlerweile 11 Jahren ein alternder Medienstar, doch präsent ist der Star-Tierpfleger unverändert.

Dazu trägt nun vor allem Gondwanaland bei.

Die Tropenfauna zu hüten, kann als "gelungenes Kunststück" bezeichnet werden. Wenn bisher Michael Ernst in der Öffentlichkeit sprach, waren Tiere und ihr Wohl und Wehe sein Thema. Nun redet er erstmals über die "Kunst an sich". Von Kindesbeinen an wuchs er schließlich mit ihr auf. Sein Großvater war mit Heinz Müller (1924 bis 2007) einer der renommiertesten Stadt-Maler. Kommenden Dienstag würde Müller 90.

Enkel Michael erinnert sich mit Dankbarkeit an seinen Opa: "Ich hatte das Privileg, jeden Tag meine Großeltern, die wie meine Familie, in Stötteritz zu Hause waren, besuchen zu können. Von der Schule ging es zu ihnen, Oma kochte Mittagessen, und Opa saß jeden Tag an der Staffelei und malte. Mit den Gerüchen von guter sächsischer Küche und von Ölfarbe bin ich groß geworden. Nur eins habe ich bei Opa nie erfahren: Wie ist es, wenn ein Bild begonnen wird, wenn Leinwand oder Hartfaserplatte noch unberührt sind? Darüber hat er nie geredet, sondern machte immer die Tür zu." Michael Ernst verehrt den malenden Großvater und hat die eigene Wohnung längst mit dessen Bildern gestaltet. Darunter Müllers erstes Bild in Öl von 1946. Der Enkel nennt es "Kopfweiden", zu sehen ist in der Natur ein Maler mit breitem Hut, es dürfte Wilhelm Busch sein, den Müller verehrte.

Die Beziehung und die gegenseitige Achtung der so verschiedenen Generationen war eng. Müller nahm den jungen Mann sogar mit zum Künstlerstammtisch ins Café Grundmann, und als der Maler schwer erkrankte, saß der Enkel bei ihm am Bett und las Opa Geschichten vor. Oft die ganze Nacht hindurch. Heinz Müller war übrigens mit des Enkels Berufswahl sehr einverstanden. Die Hauptsache, so meinte er, der Junge ist zufrieden und glücklich mit dem, was er tut. Anders ging es ja auch ihm selbst nie. Malen, sein Vergnügen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.02.2014
Thomas Mayer

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