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„Der Kautions-Cop“: Jennifer Aniston im Kofferraum

„Der Kautions-Cop“: Jennifer Aniston im Kofferraum

Hamburg. In den USA hagelte es für Regisseur Andy Tennants actionreiche Liebeskomödie „Der Kautions-Cop“ einen Verriss nach dem anderen.

Ob „New York Times“, „Chicago Tribune“, nur wenige wussten Gutes zu berichten. Wenn der Zuschauer während des Films nur selten lacht, dann umso mehr beim Lesen jener recht hämischen und ausführlichen Filmkritiken. Es ist, als wollten alle beweisen, dass man in Amerika durchaus witzig, ironisch und kreativ sein kann.

Die Idee für den Film ist gar nicht so übel: Ex-Cop und Kautionsagent Milo Boyd (Gerard Butler) soll Ex-Gattin und „Daily News“-Reporterin Nicole Hurley (Jennifer Aniston) auf dem Polizeirevier abliefern, denn sie hat einen Gerichtstermin platzen lassen. Milo ist höchst beglückt über den Auftrag, mit dem Honorar will er seine Spielschulden begleichen und sich vor allem an Nicole rächen.

Doch es kommt anders, und was wie ein einfacher Job aussieht, wird zum Alptraum für alle Beteiligten. Milo verliert schnell die Geduld und packt die Ex in den Kofferraum, aber die entwischt ihm immer wieder. Obwohl - beim Laufen ist Nicole wegen ihres engen Rocks und ihrer High Heels klar im Nachteil. Dafür ist sie die Smartere und manchmal auch Skrupellosere, greift ungerührt zum Elektroschocker.

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Die Idee für den Film ist gar nicht so übel: Ex-Cop und Kautionsagent Milo Boyd (Gerard Butler) soll Ex-Gattin und „Daily News“-Reporterin Nicole Hurley (Jennifer Aniston) auf dem Polizeirevier abliefern, denn sie hat einen Gerichtstermin platzen lassen. Milo ist höchst beglückt über den Auftrag, mit dem Honorar will er seine Spielschulden begleichen und sich vor allem an Nicole rächen.

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Jennifer Aniston hat eindeutig den besseren Part erwischt, sie sprüht vor Temperament und Energie, Gerard Butler als eher einfältiger Trampel mit Machoqualität kann mit seinen Pointen nur wenig überzeugen, wahrscheinlich ist ihm die Rolle selbst peinlich, nicht seine Schuld, das Drehbuch von Sarah Thorp gibt beiden Schauspielern keine Chance.

Das Genre Kopfgeldjäger, im Englischen Bounty-Hunter, so auch der Originaltitel des Films, hat in den USA Tradition. Martin Brests „Midnight Run - Fünf Tage bis Mitternacht“ mit Robert De Niro in der Hauptrolle wurde zum Klassiker.

Nur Regisseur und Autorin können und wollen sich nicht mit einer Liebeskomödie bescheiden, es soll auch noch ein Thriller sein. Und so wird der Film zu einem turbulenten, aber ermüdenden Roadmovie mit viel Aktion (Klamauk), wenig Komik und einigen seltenen Augenblicken von Romantik, in denen man zumindest erahnen kann, dass Nicole und Milo sich lieben.

Denn eigentlich bleibt es die ganze Zeit hindurch ein Geheimnis, was die Beiden verband und was sie trennte. Eins ist offensichtlich, sie kennen die Schwächen und Tricks des ehemaligen Partners wie kein anderer und genießen inbrünstig jeden Etappensieg.

Es überschneiden sich verschiedene Verfolgungsjagden, so dass es notgedrungen zu Verwechslungen kommen muss. Da ist ein höchst unattraktiver Kollege von Nicole, dem Wahn verfallen, sie würde seine Liebe erwidern, er fährt ihr nach. Dazu gesellen sich die Geldeintreiber, die wegen der Spielschulden hinter Milo her sind und andere finstere Gestalten, die verhindern wollen, dass die Reporterin einen Mord im Polizeimilieu aufklärt.

Es wird gefoltert, geprügelt, die Kugeln fliegen, Golf-Caddys landen im See, Autos auf dem Schrott, alles endet natürlich mit einem Happy End, zumindest für die beiden Protagonisten. Der Erfolg des Films wird an der Kinokasse entschieden, zu verdanken wäre er allein dem unverwüstlichen Charme der Hauptdarstellerin und der Loyalität ihrer Fans.

Internet: www.kautions-cop.de

Anna Grillet, dpa

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