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Die 6. Berlin Biennale ist eröffnet

Die 6. Berlin Biennale ist eröffnet

„Was draußen wartet“ – unter diesem Titel präsentieren bei der 6. Berlin Biennale 45 zeitgenössische Künstler aus aller Welt ihre Werke. Die Wiener Kuratorin Kathrin Rhomberg gewann für die renommierte Ausstellung (11. Juni bis 8. August) mit Positionen zur Gegenwart unter anderem Mark Boulos (USA), Phil Collins (Großbritannien), Marcus Geiger (Schweiz), Nilbar Güres (Türkei) und Michael Schmidt (Deutschland).

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„High Road Nr. 8 (1-6)“ heißt die Arbeit der russischen Künstlerin Olga Chernyshewa aus dem Jahr 2007, die zwei Besucherinnen der 6. Berlin Biennale betrachten.

Quelle: dpa

Berlin. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sagte bei der Vorstellung am Mittwoch, die Berlin Biennale gehöre wie die documenta zu den „Leuchttürmen der Gegenwartskunst“ mit bundesweiter und internationaler Strahlkraft: „Die Kunst ist ein Labor für Mut und Kreativität.“

Die Ausstellung ist auf sechs Orte der deutschen Hauptstadt verteilt, schwerpunktmäßig im bunten Berliner Stadtteil Kreuzberg. Die präsentierten Arbeiten widersetzten sich der zunehmenden Tendenz zur Abkehr von der Realität, sagte Rhomberg. „Ziel der Ausstellung ist, den Betrachter zurück auf unsere Welt zu verweisen – darauf, was draußen wartet.“

Bei der Auswahl hat sich die Kuratorin bewusst dem „Prinzip der Reduktion und Konzentration“ verschrieben. Die Zahl der vertretenen Künstler ist nur etwa halb so groß wie vor zwei Jahren. Zudem habe sie versucht, an den unterschiedlichen Standorten mit verschiedenen Formaten zu experimentieren.

„Mir war auch wichtig, den genießenden westlichen Blick zu stören“, sagte sie. „Es gibt in der Ausstellung vielleicht vieles, was verstört, aber auch bereichert und verzaubert.“

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Kulturstaatsminister Bernd Neumann: "Kunst ist nicht das Sahnehäubchen, sondern die Hefe im Teig." (Archivfoto vom November 2009).

Quelle: dpa

Eine Sonderschau ist in der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel dem deutschen Realisten Adolph Menzel (1815-1905) gewidmet. Der in Deutschland unterschätzte „Künstler der Körperlichkeit“ habe den Weg zur Moderne geebnet, sagte der verantwortliche Kurator Michael Fried aus New York.

Die Berlin Biennale wird seit 1998 vom Ausstellungshaus Kunst-Werke (KW) organisiert. Die Kulturstiftung des Bundes fördert das Projekt mit jeweils 2,5 Millionen Euro. Neumann warb mit Nachdruck dafür, trotz der angespannten Finanzlage nicht an der Kultur zu sparen: „Kunst ist nicht das Sahnehäubchen, sondern die Hefe im Teig.“

Hortensia Völckers, künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, hob die besondere Bedeutung der Biennale als Gegengewicht zu den vielfältigen kommerziellen Aktivitäten in der Berliner Kunstszene hervor. „Kathrin Rhomberg hat eine sehr gewagte, riskante und vielleicht manchmal sogar rohe Ausstellung gemacht“, sagte sie.

Was ist die Berlin Biennale

Die Berlin Biennale versteht sich als ein Forum für innovative und kritische Trends in der internationalen Kunstszene. Die 1996 auf Initiative des heute in New York tätigen Kunstexperten Klaus Biesenbach (MoMA) ins Leben gerufene Ausstellung findet alle zwei Jahre in der Bundeshauptstadt statt. Ziel des Trägervereins ist, neben wichtigen Namen auch weniger etablierten Künstlern eine Plattform zu geben.

Die Idee zu einer regelmäßigen Ausstellung in Berlin entstand bei der Biennale in Venedig 1995. Deutschlands Kunstmetropole Nummer eins wollte damit mehr Präsenz auf internationaler Bühne zeigen. Seit 2006 fördert die Kulturstiftung des Bundes das Projekt mit jeweils 2,5 Millionen Euro. Träger ist der Verein „Kunst Werke Berlin - Institute For Contemporary Art“.

Nada Weigelt, dpa

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