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Die Ausstellung "Nude Visions" zeigt noch bis 7. November Aktfotos aus 150 Jahren

Die Ausstellung "Nude Visions" zeigt noch bis 7. November Aktfotos aus 150 Jahren

Am Mittwoch haben die Leipziger letztmalig die Möglichkeit, die Fotoausstellung "Nude Visions" im Museum der bildenden Künste kostenlos zu besuchen. Wie an jedem zweiten Mittwoch des Monats ist der Eintritt frei.

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Thomas Ruffs Arbeit "nudes dg 08" aus dem Jahr 2002 ist in der Ausstellung "Nude Visions" zu sehen, die unter anderem Bilder der Olbricht Collection zeigt.

Quelle: VG BildKunst Bonn 2010

Leipzig. Das Haus hat an diesem Tag von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Mit der Ausstellung "Nude Visions" zeigt das  Museum der bildenden Künste bis 7. November einen Querschnitt durch 150 Jahre Aktfotografie und geht dabei auf deren Entwicklung ein. "Der unbekleidete menschliche Körper" sei seit der "Erfindung der Fotografie ein zentrales Thema und Motiv in diesem Medium", teilt das Museum mit. Bisher kamen mehr als 10.000 Besucher zu der Schau.

"Nude Visions" ist eine Verbindung der von Ulrich Pohlmann, Leiter der Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum, zusammengestellten Historie der Aktfotografie mit zeitgenössischen Arbeiten aus der Sammlung von Thomas Olbricht.

Zu sehen sind über 200 Fotografien, zahlreiche Mappenwerke, Zeitschriften und Bücher, anhand derer facettenreich der Wandel des Körperbildes, des Geschlechterverhältnisses und veränderte Darstellungsformen der letzten 150 Jahre im Bereich der Aktfotografie nachvollzogen werden können.

Neben im Fotografieverfahren der Daguerreotypie entstandenen Bildern aus dem Paris der 1840er Jahre, die als ein Anfang der Aktfotografie gelten, sind im Leipziger Haus auch weitere Stufen der Entwicklung zu entdecken.

Ausgehend von Aufnahmen, die Studenten verschiedener Akademien als nützliches Anschauungsobjekt des Körpers in verschiedenen Posen dienten, entwickelte sich im Lauf der Jahrzehnte das, was wir heute mit Akten verbinden. Ab 1880 seien vermehrt Akte im Freien „und in einer exotischen Umgebung“ entstanden, informieren die Organisatoren in einer Vorabinformation.

Eine Reise durch die Jahrzehnte

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Das Museum der bildenen Künste zeigt bis zum 7. November Aufnahmen aus 150 Jahre Aktfotografie.

Quelle: dpa

Sämtliche Trends und neue Arten Möglichkeiten der Fotografie, die nach 1900 dank dem Wandel der Technik und durch neue Druckverfahren in Mode kamen, sind in der Schau zu sehen. Teilweise werden im Bildermuseum kostbare Unikate gezeigt. Etwa aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, als parallel zur realistischen Bildsprache in der Malerei auch frische Arbeitsweisen wie Mehrfachbelichtungen, Solarisationen und Collagen oder extreme Bildausschnitte Einzug in die Aktfotografie hielten.

Die Schau lädt die Betrachter ein, ihre Blicke schweifen zu lassen: Vorbei an sehr subjektiven Aufnahmen, wie sie in den 1950er und 1960er Jahren populär waren geht es durch die Jahrzehnte. Glamourfotos reihen sich neben Dokumente der Body-Art und von Performances ein, um das Augenmerk am Ende auch auf die Bildsprache digitaler Arbeiten zu lenken. Das große Plus der Schau ist, dass sie stets auch den Blick auf die Bildtradition des männlichen Aktes im Auge behält.

Museum der bildenden Künste Leipzig "Nude Visions", Werke aus dem Münchner Stadtmuseum und der Sammlung Olbricht, Eröffnung: 28. August, 18 Uhr. Danach ist die Schau bis 7. November zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr sowie Mittwoch: 12 bis 20 Uhr.

Holger Günther

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