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Die Band der coolen Posen: Culcha Candela macht Station auf der Parkbühne Leipzig

Die Band der coolen Posen: Culcha Candela macht Station auf der Parkbühne Leipzig

Sie singen von heißen Frauen, schönen Körpern und rhythmischen Bewegungen. Dabei waren die Berliner Chartstürmer von Culcha Candela mal für ihre gesellschaftskritischen Texte bekannt.

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Coole Pose: Culcha Candela auf der Parkbühne Leipzig.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Dass sich mit launigen Unterhaltungssongs mehr Geld verdienen lässt, haben die sechs Künstler schnell gemerkt. Der Tenor ihres neusten Albums „Flätrate" ist Spaß, der von ihrer gleichnamigen Open-Air-Tour auch. Rund 2000 Leipziger konnten sich davon am Freitagabend in der Parkbühne im Clara-Zetkin-Park überzeugen.

Der Bühnenvorhang wiegt sich im Wind. Hinter der Verhüllung sind die sechs Jungs aus Berlin schon zu erkennen. Ein Knall, helle Blitze, schon liegt das Stofftuch auf dem Boden und die Multi-Kulti-Truppe singt ihren Fans „Move It" entgegen. Die unterschiedliche Herkunft der Mitglieder spiegelt sich in ihrer Musik: Johnny Strange (Uganda/Deutschland), Itchyban (Polen), Larsito (Kolumbien), Mr. Reedoo (Deutschland), Don Cali (Kolumbien) und DJ Chino (Korea) bringen ein Gemisch aus Rap und Reggae, Pop und Polka, Dancehall und Electronic in ihren Stil ein. Gekleidet in rote Trainingsjacken und weiße Handtücher, die wahlweise in der Gesäßtasche stecken oder auch wild schwenkend durch die Luft fliegen, geht es auf zu einer heißen Live-Show.

„Ich brauch ein wildes Ding", aktiviert beim Publikum wilde Gelüste auf einen ausgelassenen Feierabend. Jung und alt singen mit, kennen die Refrains aus dem Eff-eff. Die sind bei „Flätrate", dem fünften Studioalbum der größtenteils deutschsprachigen Combo, weniger gesellschaftskritisch als noch in vorherigen Veröffentlichungen. „Flätrate" ist purer Mainstream. Während es in den frühen Alben noch um Konsumwahn oder Umweltschutzprobleme ging, konzentrieren sich die Songs nun mehr auf Unterhaltung. Im Fokus steht der Großstadtmensch, der sich hungrigen Augen, heißen Rhythmen und schwingenden Hüften ausgesetzt sieht.

Culchas „Berlin City Girl" hat nicht nur Ecken und Kanten, wie die sechs Sänger erzählen, sondern auch Kurven. Davon können sich die Zuschauer überzeugen, stürmen doch vier Grazien mit wilden Mähnen die Bühne. Die sind auch bei „Chica" der Mittelpunkt der Show. Da werden die High-Heels-Mädchen auf den roten Bühnen-Elementen sowohl besungen als auch angetanzt.

Live ist die singende Großstadtband mit ihrer Sprachmischung aus Deutsch, Englisch und Spanisch der Hammer. Vom oberen Podest sorgt DJ Chino für die treibenden Beats. Vorn besticht das Quintett mit Sprechgesang und durch-choreographierter Ästhetik. Culcha Candela, das ist auch die Band der coolen Endposen. Sobald der letzte Beat eines Songs erklingt, gilt es möglichst lässig stehend und launig guckend in die Menge zu grinsen. Bei den hippen Berlinern, mittlerweile im Jeans-Outfit gekleidet, sieht das so aus: kniend, hockend oder stehend – den Zeigefinger zum Publikum oder die Arme in Richtung Nachthimmel. Ein kurzzeitiges Stillleben. Muss man mögen, gehört aber zum Stil der Truppe.

Die Fans sind mitgerissen und wollen mehr: auf den „Culcha-Dance" mit sieben Schritten nach links und sieben nach rechts folgt das Bühnen-Foto mit den Zuschauern und in der ersten Zugabe der „Hamma!-Move" mit halber Drehung.

Nach 90 Minuten ist der Berlin-Leipzig Großstadtflirt fast vorbei. „Monsta", prangt in weißen Lettern auf der LED-Wand im Bühnenhintergrund. Die vier Grazien mit den wallenden Löwenmähnen geben sich abermals die tänzerische Ehre. Die sechs von Culcha Candela besingen ihre Vollweiber. „Hamma!" bewegt die Massen. Es war diese Uptempo-Nummer, die Culcha Candela im Sommer 2007 erstmals in den Chartbereich katapultierte. Spaßfaktor hoch zehn.

Dominik Bath

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