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„Die gehen so krass ab“: Zwei Würstchen und ein Techno-Urgestein beim Think-Festival

Cospudener See „Die gehen so krass ab“: Zwei Würstchen und ein Techno-Urgestein beim Think-Festival

Hochkarätiges Aufgebot, entspannte Stimmung: Am Sonntag haben Tausende Partygänger am Cospudener See das zehnte Think-Festival gefeiert. Hinter dem Mischpult unter anderem: Das Duo Andhim, Mathias Kaden mit Daniel Stefanik und Altmeister Sven Väth.

Altmeister Sven Väth, 52, am Cospudener See.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Beats wummern, die Sonne bringt Glücksgefühle, dazu Glitzer und Konfetti im Haar: Man hat sich hübsch gemacht für den zehnten Geburtstag des Think-Festivals. Am Cospudener See wurde am Sonntag von 10 bis 23 Uhr das Jubiläum zelebriert.

Die Tanzfläche der Lawnstage wird umrahmt mit einem minimalistischen Holzkonstrukt, einzelne Diskokugeln und karge Leuchten tun ihr Übriges, um die Rohheit der Aufmachung zu unterstreichen. Neben dem Spektakel: ein riesiger Hügel, darauf gespannte Sonnensegel unter diesen kaum ein Fleckchen Erde, das nicht zum Chillen genutzt wird.

Dazu das DJ-Duo Andhim. Die beiden liefern ab, mit schmusigen, souligen Sounds, leicht tropischen Klängen. Sie kommen ganz ohne überzogenen Elektro aus, sondern begeistern mit ihrem smoothen, naturbelassenen Beatgemisch. Auf ihrer Facebook-Seite beschreiben sich die beiden Musiker so: „We’re two German Sausages from Cologne & we play Super-House!“. Und mit Super-House bespielen Simon Haehnel und Tobias Müller die Bühnen in ganz Europa. Vor dem Think brachten sie in Istanbul beim Electronica-Festival die Menge in Schwung.

Bunte Luftballons wiegen im Wind, sie schmücken die riesigen Türme neben dem Schriftzug der Mainstage. „Die gehen so krass ab. Wie die springen und mitgehen, das ist richtig Party“, mit dem Bier in der Hand deutet ein Besucher auf die beiden DJs auf der Bühne: Mathias Kaden und Daniel Stefanik. Auf und ab gehen die beiden Köpfe hinter dem Mischpult zu ihrem Tech-House: funky Beats gekoppelt mit schnellen Bässen, der den Sand vor der Bühne vibrieren lässt. Das Gespann hat sich vor einigen Jahren in der Distillery gesucht und gefunden, und ohne einander legen der Jenaer Kaden und der Leipziger Stefanik nicht mehr auf.

Die Sonne schwindet, die Lichter gehen an

Zur gleichen Zeit spielen auf der Lawnstage Feliks Thielemann und Mathias Schwarz zusammen als Super Flu. Die Hallenser haben erst in diesem Jahr ihr Album „Musik 3“ auf ihrem eigenen Label Monaberry veröffentlicht. Man geht ab zu leichten, knackigen Bässen und spielerischem Sound – nicht viele Synths und ohne Schnickschnack. Smileys überall an der „you & o*rs Stage“. Die Fähnchen und Aufsteller erinnern an XTC-Pills, Luftballons schweben dazu über den Köpfen der Besucher. Die kleine Bühne punktet mit weniger Trubel und mehr Wald-Flair. Zwischen den Bäumen strömen die deepen, warmen Töne des Oldschool-Sounds von Jan Ketel & Siggatunez, die Besucher genießen die Musik – lauschen auf Decken zu den Klängen oder stehen Front Row.

Vor der Mainstage wird es dichter, als der 49-jährige Chris Liebing zu seinem Arbeitsplatz herantritt. Der Frankfurter trommelt mit schnellen monotonen Beats auf die Feiernden ein, leicht eintönig aber tanzbar. Die Sonne schwindet, die Lichter gehen an: Sven Väth stößt zu dem Spektakel. Jahrelang Besitzer des international bekannten Cocoon Club, Produzent, Musiker: Er gilt als Techno-Urgestein.Mehr als 40 Jahre Bühnenerfahrung prägen ihn und seine Show, und er tischt mit dominanten Hi-Hats und Bassgewummer auf. Und die, die es nicht lassen können, tanzen in der Distillery in den Morgen.

Von Sarah Englisch

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