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Die volle Dosis Rave - Scooter klotzen zum Jubiläum in der Arena Leipzig

Die volle Dosis Rave - Scooter klotzen zum Jubiläum in der Arena Leipzig

Scooters Technozirkus tourt durch Deutschland und hat auch in Leipzig Halt gemacht. Zum 20-jährigen Jubiläum hat das Hamburger Trio geklotzt statt gekleckert.Der Abend beginnt mit einem ohrenbetäubenden Knall, der die Menge zum Schweigen bringt.

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H.P. Baxxter scootert in der Leipziger Arena.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. t. Licht aus, Spot an. Die Melodie der Terminator-Trilogie kündigt dem Party-Volk das Kommen des Vollstreckers an: H.P. Baxxter schwebt auf einem Podest von der Hallendecke herab. Breitbeinig steht er da, den Blick himmelwärts nach oben. Er streckt die Arme gen Himmel wie der Messias. Dann blickt er nach vorn in die Menge, führt das Mikro zum Mund, sagt: "I am the horse man!" Und los geht's! Schon stampft der Bass zur Hymne, die den passenden Namen zum Anlass dieses Abend trägt: One (Always Hardcore). 20 Jahre gibt es die Hamburger Truppe. Und wenn man der hüpfenden Menge so beim Ausflippen zusieht, traut man H.P. Baxxter auch noch ein paar mehr zu. Ohnehin scheint der 47-Jährige nach zwei Jahrzehnten Dauerparty keinen Tag gealtert, hüpft die Bühne entlang, in der einen Hand das Mikro, die andere formt den stets souverän zum Beat wippenden Party-Zeigefinger. 8000 Menschen tun es ihm gleich, während Baxxter mit bassiger Stimme diese Texte in sein Mikro rappt, die Anglisten schreiend davonlaufen lassen würden.

Aber wegen Baxxters lyrischer Großtaten ist an diesem Abend auch niemand gekommen. Schon nach dem ersten Song hat er das Nietensakko abgelegt. Fünf aufgestylte Mädchen in russischen Uniformen und zu kurzen Röcken marschieren auf die Bühne. Ein Teppich aus Lasern tanzt über den Köpfen. Rick J. Jordan, einziges dauerhaftes Bandmitglied neben Baxxter, hüpft hinter seinen Keyboards auf und ab und propellert mit einem Handtuch über seinem Kopf. Die neue Scooter-Scheibe "The Fifth Chapter" soll im Frühjahr erscheinen. Scooter - das Buch - steht seit Dezember in den Regalen. Titel: Always Hardcore. Über 30 Millionen verkaufte Tonträger, über 20 Top-Ten-Hits in 20 Jahren Bandgeschichte.

Der Bass marschiert weiter, ein Stück jagt das nächste: Ein Beat, Sprechgesang, eine Mitgröl-Melodie oder eine in verschobene weibliche Gesangsstimme, die meist irgendeinem älteren Pophit entlehnt wurde: Fertig ist das Scooter-Rezept. Dazu Pyrotechnik, Lichter, tanzende Schönheiten. Die Hamburger kennen das Rezept. Es braucht nur einen Scooter-Song und die vollgepackte Arena verwandelt sich in eine euphorisch springende Menge in Bierzeltstimmung. Da tanzt der 12-Jährige neben den Mittzwanziger, die sich jubelnd in den Armen liegen. Moderater, aber nicht weniger begeistert, wippen Mittfünfziger zu "Jigga, Jigga".

Egal was Baxxter ins Mikro brüllt, die Menge wiederholt es bereitwillig: "Dawai, Dawai!" Beinahe zu jedem Song wechseln Tänzer und Tänzerinnen die Kostüme. Neongrüne Pelze und im Schwarzlicht pink leuchtender Lippenstift - die volle Dosis Rave. Auf dem riesigen Schirm hinter der Bühne laufen Liveaufnahmen des Konzerts mit psychedelischen Farbeffekten. Und schließlich grölt Baxxter die Melodie, die bereits in beinahe jeder Songpause irgendwo in der Menge gesungen wurde: "Döp Döp Döp..." erscheint parallel dazu in riesigen Lettern auf dem Videoschirm. "Maria (I like it loud)" schließt den Abend zum ersten Mal.

"Fire", brüllt Baxxter und eröffnet das große Finale. Meterhohe Flammen jagen vor der Bühne empor. Die Melodie von "How much is the fish?" erklingt im Bläsergewand. Die Jägermeister Blaskapelle, die an diesem Abend bereits Vorband war (und Scooter-Hits gecovert hat), ist zur Unterstützung auf die Bühne gekommen.

Der Abend endet mit einer Zeitreise. Mit "Hyper, Hyper" hat vor 20 Jahren alles begonnen, und auch 2014 funktioniert Nummer, die mit 180 Schlägen pro Minute förmlich davonrast, bei den Fans wie am ersten Tag.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.01.2014

Sebastian Münster

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