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Dieter Pfaff betreut als ARD-Psychiater Bloch "Die Geisel"

Dieter Pfaff betreut als ARD-Psychiater Bloch "Die Geisel"

Ein Jahr Geiselhaft haben bei Ministerin Marianne Herbst Spuren hinterlassen, die sie und ihre Familie gerne ignorieren würden. Für ihre Kinder, ihren Mann und den Beruf soll die Ministerin funktionieren, aber die Seele streikt.

Hamburg. Ein neuer, fast aussichtsloser Fall für Dieter Pfaff und den von ihm gespielten ARD-Psychiater Bloch.

Während eine Sicherheitsbeamtin sie am Flughafen abtastet, verliert die Ministerin Marianne Herbst die Nerven. „Fassen Sie mich nicht an", schreit die Politikerin um sich. Keiner der Mitarbeiter am Flughafen kennt den Grund. Der aber liegt tief in Marianne Herbsts Seele. Ein Jahr lang verbrachte sie in den Händen von Entführern im mittelamerikanischen Honduras. Nun ist sie wieder zu Hause und will so tun, als sei alles beim alten - ist es aber nicht. So wird „Die Geisel" am diesem Mittwoch, um 20.15 Uhr, dem ersten spielfreien Tag während der Fußball-WM, zu einem Fall für den ARD-Psychiater "Bloch".

Marianne Herbst, gespielt von Claudia Michelsen (41), sagt darauf ganz professionell in einem Interview mit der ARD-Talkerin Sandra Maischberger, es gehe ihr gut, sie sei froh, wieder bei ihrer Familie zu sein. Doch zu Hause gibt es Stress mit dem kleinen Sohn und der halbwüchsigen Tochter, auch Ehemann Filip (Filip Peeters) begegnet ihr fremd. Die Rettung heißt Bloch. Dieter Pfaff beschäftigt sich fast 90 Minuten lang mit einem fast aussichtslosen Fall. Und er „bricht sie auf", wie Hauptdarstellerin Michelsen sagt.

Bloch muss den Panzer durchbrechen

Als reale Vorlage mag Drehbuchautor Jörg Tensing der Fall der kolumbianischen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt gedient haben, die zusammen mit ihrer Wahlkampfmanagerin Clara Rojas von 2002 bis 2008 von Rebellen der FARC in Geiselhaft genommen worden war. „Die Politikerin Marianne Herbst hat mich zweitrangig interessiert", sagt die gebürtige Dresdnerin Michelsen. „Der Druck, arbeiten zu müssen, Erfolg zu haben, sich um die Kinder zu kümmern und um den Mann und dann noch nebenbei gut auszusehen, hat mich in erster Linie beschäftigt: Er lastet auf fast allen Frauen, ob sie im Dschungel sind oder hier - das ist fast egal." Die öffentlich gewordenen Fälle von Prominenten, die psychisch Not leiden, hätten aber - so schlimm es für die Betroffenen auch sei - zur Aufklärung beigetragen. Die Ministerin wehrt sich gegen den Einblick in ihre Seele. „Das gelingt ihr natürlich nur, weil der Panzer, den sie um ihr Ego gebaut hat, über die Jahre so stark geworden ist", sagt Regisseur Elmar Fischer. „Aber selbst eine Ministerin kann eben wie jeden anderen auch eine tiefe, existenzielle, psychische Krise treffen. Und jetzt muss Bloch durch diesen dicken Panzer hindurch."

Darstellerin mit Profil

Claudia Michelsen hat sich in den vergangenen paar Jahren ihrer Karriere ein deutliches Profil geschaffen. In dem preisgekrönten Drama „12 heißt: Ich liebe Dich" fiel sie der Kritik positiv als politisch inhaftierte DDR-Bürgerin auf, die sich in einen Stasi- Offizier verliebt. Im Frühjahr drehte sie für die ARD das Krimi-Drama „Der Chinese" nach einem Buch von Henning Mankell. Bis November dreht sie fürs ZDF acht Folgen der Krimiserie „Flemming". Und dann war da noch was: Bei RTL liegt die Serie „Die 25. Stunde" seit mehr als drei Jahren auf Eis, weil sie nicht dem von RTL erwarteten „aktuellen Publikumsinteresse" entsprochen hätte, wie es noch vor zwei Jahren hieß. Anderthalb Jahre Quälerei habe es um die Serie gegeben, sagt Michelsen heute, weil das Konzept nicht ausgereift gewesen sei. „Ein ewiger Suchprozess", erinnert sich Michelsen. „Aber die Grundidee war super." Und mit RTL-Fiction-Chefin Barbara Thielen sei sie nach wie vor „gut befreundet".

dpa

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