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Dresdens Sixtina in aller Munde - Bisher 200.000 Besucher

Dresdens Sixtina in aller Munde - Bisher 200.000 Besucher

500 Jahre alt und noch längst nicht out: Raffaels „Sixtinische Madonna“ ist und bleibt ein Kultbild. Das beweisen die Besucher- und die internationale Medienresonanz auf die Sonderschau der Gemäldegalerie Alte Meister zum Jubiläum der „schönsten Frau der Welt“, sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Hartwig Fischer, am Freitag.

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500 Jahre alt und noch längst nicht out: Raffaels „Sixtinische Madonna“ ist und bleibt ein Kultbild.

Quelle: dpa

Dresden. Bisher kamen mehr als 200.000 Besucher.

„Am Ende werden es wohl rund 208.000 sein“, schätzte Fischer und sprach von einem großen Publikumserfolg. Die Sixtina ist neben Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ im Louvre das berühmteste Gemälde der Renaissance und die einzige Altartafel von Raffael (1483-1520) in Deutschland.

Noch bis Sonntag illustrieren mehr als 250 Ausstellungsstücke die Geschichte des Kunstwerks von der Entstehung in der römischen Renaissance vor einem halben Jahrtausend bis zum globalen Mythos in der Gegenwart. Die Schau beleuchtet seit Ende Mai das frühe Oeuvre des Künstlers, Entstehung und Umfeld der Sixtina, den Ankauf für Dresden 1754, die Wahrnehmung des Bildes, seine Berühmtwerdung, den Transport nach Russland am Ende des Zweiten Weltkrieges und die Rückkehr in die DDR. Das 2,69 mal 2,01 Meter messende prominente Gemälde präsentiert sich in der Sonderausstellung im Gobelinsaal im neuen vergoldeten Rahmen mit neuer Verglasung. Eine Vitrine zeigt Werbeartikel mit den berühmten Engeln der Sixtina - bis zum Kitsch.

Kurator Andreas Henning rechnet am letzten Wochenende nochmal mit einem Besucheransturm. „Alle, die noch nicht da waren, werden jetzt kommen.“ Für ihn und das Museum hat sich die Präsentation mehr als gelohnt. „Wir haben eine Wiederbegegnung mit der Sixtina für die Besucher erreicht, die wieder neu auf das Bild schauen“, sagte er. Sie hätten sich damit beschäftigt, seien in seine Kulturgeschichte gestiegen „und hatten natürlich auch Spaß an den Engelchen“. Auch das wichtigste Anliegen sei gelungen: Die beiden seit dem 19. Jahrhundert separat zu Werbezwecken genutzten Engelchen wieder mit der Madonna und Dresden zu verbinden.

Dabei haben Medien in aller Welt geholfen, die SKD-Presseabteilung zählte mehr als 1000 Beiträge. Die Resonanz reichte von kleinen Anzeigenblättchen und Regionalausgaben über die großen deutschen Zeitungen und Sender bis zu Online-Ausgaben und Blättern im Ausland. So strahlte Sixtina auch im Wall Street Journal, der New York Times und in den großen Medien Russlands. Schon am Montag wird das Hauptwerk der Dresdner Galerie an seinen Platz im Obergeschoss des Semperbaus zurückkehren, sagte Henning. „Ab Dienstag ist sie wieder im Reigen der Gemälde, die sie sonst umgeben, zu sehen.“

dpa

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