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Eine Hochzeit und ein Todesfall: Händels „Admeto" an der Oper Leipzig

Eine Hochzeit und ein Todesfall: Händels „Admeto" an der Oper Leipzig

Untreue, Eifersucht, Intrigen – in Georg Friedrich Händels Oper „Admeto, König von Thessalien“ geht es mitunter nicht weniger turbulent zu, als in modernen Soap Operas.

Leipzig. Obgleich der Stoff der griechischen Mythologie entlehnt ist, wirkt er durch Händels Bearbeitung wie ein royalistisches Possenspiel, dem es weder in der Enstehungszeit der Oper im 18. Jahrhundert noch heutzutage an realen Entsprechungen fehlt. Die mitunter humoristischen Züge der Verwicklungen führten wohl auch dazu, dass „Admeto“ die erfolgreichste Oper des Hallenser Barock-Komponisten ist.

In der antiken Überlieferung des Dramatikers Euripides, die Händel als Vorlage diente, darf Admeto die umworbene Alkestis endlich heiraten, nachdem er mit Appollons Hilfe einen Löwen und einen Eber vor seinen Wagen spannen konnte. Als er jedoch Artemis, die Göttin des Waldes, erzürnt, muss Admeto sterben. Um ihren Ehemann zu retten, nimmt Alkestis ohne sein Wissen den göttlichen Schicksalspruch entgegen. Und als Admeto davon erfährt, steigt er in die Unterwelt hinab, um sie zu retten.

In Leipzig kommt Händels facettenreiche Bearbeitung nun in der Regie von Tobias Kratzer auf die Bühne. Der Shootingstar und Preisträger des Grazer „Ring Awards“ wagt in der Oper Leipzig nicht nur eine moderne Erzählvariante, sondern initiierte sogar, dass der Händelschen Partitur noch weitere, neue Klangfarben beigestellt werden. Wie es in einer Vorabmitteilung heißt, seien dadurch die schroffen Übergänge von Gesang und Orchester, von Arie und Rezitativ, von Bühne und Orchestergraben fließender als im Original. Die musikalische Leitung des Stücks übernimmt der ausgewiesene Barock-Speizialist Federico Maria Sardelli.

Am 19. März feiert „Admeto, König von Thessalien“ um 19.30 Uhr am Augustusplatz Premiere. Weitere Aufführungen sind für den 25. März, 23. April, 30. Mai sowie 1. und 17. Juni geplant. Karten gibt es an der Abendkasse der Oper Leipzig.

Internet: www.oper-leipzig.de

Matthias Puppe

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