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Einheit der nächsten Generation

Theater der Jungen Welt Einheit der nächsten Generation

Schüler aus Ost- und Westdeutschland haben ein Bühnenprogramm für die zentrale Festveranstaltung des Kultusministeriums entwickelt.

Schüler der Oberschule Kitzscher und der Johannes-Kepler-Realschule Hannover haben gemeinsam eine Woche ein Theaterstück einstudiert, dass sie in Leipzig vor Publikum aufführten.
 

Quelle: Foto: Christian Modla

Leipzig. Am Schluss standen sie alle noch einmal gemeinsam auf der Bühne: Rund 80 Schüler aus Ost- und Westdeutschland. Die junge Generation, die nur das wiedervereinigte Deutschland kennt, feierte die Einheit mit einem selbst erarbeiteten Bühnenprogramm im Theater der Jungen Welt. „Respekt XXL – kreativ für Toleranz“ war ihr Motto. Der Auftritt Teil der zentralen Festveranstaltung des sächsischen Kultusministeriums anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit.

Eine Woche lang hatten sich die Jugendlichen der Oberschule Kitzscher und der Johannes-Kepler-Realschule Hannover in Duderstadt (Niedersachsen) getroffen und ihr Programm erarbeitet. Die Partnerschaft existiert schon seit 1990. Mehr als 5000 Schüler haben sich in dieser Zeit bei Klassenfahrten, Fahrradtouren, Projekten und Seminaren kennen gelernt. Eine langjährige Begegnung zwischen Ost und West mit inzwischen langer Tradition. „Es geht bei dem Treffen vor allem um die Zusammenkunft der Schüler, um das gegenseitige Begegnen“, sagte Michael Müller. Der Hannoveraner Lehrer begleitete die Schüler in diesem Jahr nach Duderstadt und Leipzig.

Das Bühnenprogramm der Jugendlichen stellte denn auch in den Mittelpunkt, was sie nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen: die Teilung durch die Mauer, die unterschiedlichen Lebensstile, die Wiedervereinigung. Auch auf der Bühne, wo die Jugendlichen ihre selbst erarbeiteten Tanzchoreographien und Rapsongs in Szene setzten, existierte die Teilung bis kurz vor Ende in Form einer symbolischen Wand.

 Kultusministerin Brunhild Kurth war am Freitag ebenfalls ins Theater gekommen – wenn auch erst gegen Ende der Vorführung. Dafür erzählte sie dann eine Anekdote aus ihrer Zeit als Schullehrerin während der Wiedervereinigung. „Um den 9. November herum sind die Schüler damals zu mir gekommen und haben gesagt: Wir können morgen nicht kommen, wir fahren alle in den Westen.“ Im Klassenzimmer habe sie dann am folgenden Tag fast allein gesessen. Auch verriet sie, dass „Wind of Change“ von den Scorpions immer noch ihr Wiedervereinigungslied sei. Für die Schüler gestern Grund genug, ihr den Song nochmal vorzusingen. Alle zusammen. Schüler aus Ost- und Westdeutschland. Als ob es nie anders gewesen wäre.

Von Lucas Grothe

Leipzig 51.339695 12.373075
Leipzig
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