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Ende einer Ära: Dresdner Kunstsammlungschef Martin Roth wird verabschiedet

Ende einer Ära: Dresdner Kunstsammlungschef Martin Roth wird verabschiedet

Premiere als Schlussakkord: Erstmals kommen am Dienstagnachmittag alle nur wegen ihm in den glasüberdachten Kleinen Schlosshof. Die offizielle Verabschiedung von Martin Roth aus dem Amt des Generaldirektors der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist für den 56-Jährigen eine Premiere.

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Wird am Dienstag verabschiedet: Martin Roth.

Quelle: dpa

Dresden. In den vergangenen Jahren hat er hier Kollegen verabschiedet, Ausstellungen eröffnet, Gäste empfangen und Museen aus der Taufe gehoben.

Nach einer Dekade an der Elbe wechselt der Schwabe an die Themse. Am 1. September wird er Direktor des Victoria and Albert Museums in London, der weltweit größten Sammlung für Kunstgewerbe und Design - und damit als erster Deutscher ein britisches Topmuseum leiten. Mit Roth endet eine erfolgreiche Ära für die Kunstsammlungen, in der sie modernisiert wurden und ihren Rang in der Liga europäischer Spitzenmuseen zurückeroberten.

Der promovierte Kunstwissenschaftler und Ethnologe gehört zu den wichtigsten Museumschefs und emsigen Kulturmanagern Deutschlands. Rastlos reiste er durch die Welt, bahnte Kooperationen, Ausstellungen und Forschungsprojekte in Europa, Asien, Nordamerika und der arabischen Welt an. Nicht nur als Chef des Deutschen Museumsbundes (1995-2003) stritt er dabei zudem für die Belange der Kultureinrichtungen.

Schon 1991 wurde er Leiter des Deutschen Hygiene-Museums Dresden. Nach seiner Tätigkeit für die Expo 2000 Hannover kehrte er 2001 als Chef der Dresdner Kunstsammlungen zurück, meisterte 2002 die Elbeflut, stritt für ein modernes Albertinum und den Ausbau des Schlosses zum Museumszentrum. Zugleich engagierte er sich für Präsentationen der Gegenwartskunst in der Barockstadt sowie in der Kulturpolitik.

Er gewann Künstler wie Gerhard Richter, band prominente Sammler, Künstler und Mäzene an die Museen. Pompöse Eröffnungen und Roths Tempo gefielen nicht jedem. Mit klaren Worten zur Rotstift-Politik in der Kultur und zur unzureichenden Ausstattung der Museen eckte er auch in Ministerien an. Zuletzt wurde er für die von den Dresdner Museen maßgeblich gestalteten Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ in Peking gescholten. Trotz aller Widrigkeiten aber fällt ihm der Abschied schwer: „Nach den Dresdner Sammlungen gibt es nichts Besseres, nur etwas anderes.“

dpa

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