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„Exotik Verführung Glamour“: Grassi Museum zeigt Jugendstil-Figuren

Ausstellung „Exotik Verführung Glamour“: Grassi Museum zeigt Jugendstil-Figuren

Wer um die Jahrhundertwende zeigen wollte, was er hat, griff zur Marke Goldscheider. Die Wiener Manufaktur produzierte Plastiken von Frauen, die etwas vom Glamour der Zeit in den eigenen Salon brachten. Eine neue Ausstellung zeigt die heroischen und verruchten Figuren.

Die Schau im Grassi-Museum zeigt rund 200 fein bemalte und teils vergoldete Plastiken, Büsten und Statuetten der legendären Manufaktur Goldschneider.

Quelle: dpa

Leipzig. Eine Ausstellung im  Grassi Museum für Angewandte Kunst widmet sich von Donnerstag an den Plastiken der Marke Goldscheider. Die Wiener Manufaktur verkaufte zwischen 1885 und 1938 rund 10 000 Keramikplastiken in der ganzen Welt, meist Frauenbildnisse. 200 davon zeigt das Museum in der Ausstellung „Exotik Verführung Glamour“. Zu sehen sind Frauen in langen Gewändern, die verzierte Wasserkrüge auf dem Kopf tragen, oder Amazonen, die mit Speer und Schild bewaffnet heroisch posieren. „Wir sehen an der Sammlung den Beginn des Starkultes: Die Vorbilder der Bildnisse waren die Stars der Zeit, nur in anderen Kontexten“, erklärte Kurator Olaf Thormann.

Die Schau im Grassi-Museum zeigt rund 200 fein bemalte und teils vergoldete Plastiken, Büsten und Statuetten der legendären Manufaktur Goldschneider.

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Die Zeitschriften enthielten mehr Bilder von den Stars der entstehenden Filmindustrie oder den freizügigen Tänzerinnen der Epoche, die die Manufaktur aufgriff. „Heute mögen einige Figuren kitschig erscheinen, aber damals brachten sie den Glamour und das Zwielicht der Zeit auf das heimische Vertiko“, so Thormann. Um die technische Entwicklung der Manufaktur aufzuzeigen, ist die Ausstellung zweigeteilt: Ein Raum zeigt die Büsten und Figuren aus der Blüte des Jugendstils. Die Figuren sind hier vorwiegend aus Terrakotta.

Die Vitrinen des zweiten Raums zeigen die deutlich kleineren Figuren aus der Art déco, nun aus Keramik und mit feineren Verfahren bemalt. Die Manufaktur Goldscheider lieferte ihre Plastiken in die ganze Welt. Dafür unterhielt sie in Europa mehrere Niederlassungen. Ab 1887 war sie auf der Leipziger Messe vertreten und betrieb ab 1894 ein eigenes Ladengeschäft am Leipziger Neumarkt. 1938 wurde der Betrieb von den Nationalsozialisten eingestellt. Die Ausstellung wird am Mittwochabend eröffnet und lauft bis zum 11. Oktober.

dpa

Grassi Museum Leipzig 51.336917 12.38785
Grassi Museum Leipzig
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